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Die großen Western 136 Höllensturm über den Badlands von Stone, R. S. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.03.2016
  • Verlag: Martin Kelter Verlag
eBook (ePUB)
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Die großen Western 136

Diese Reihe präsentiert den perfekten Westernmix! Vom Bau der Eisenbahn über Siedlertrecks, die aufbrechen, um das Land für sich zu erobern, bis zu Revolverduellen - hier findet jeder Westernfan die richtige Mischung. Lust auf Prärieluft? Dann laden Sie noch heute die neueste Story herunter (und es kann losgehen). Vor dem Stationsgebäude standen zwei Pferde am Hitchrail. Ein rostbrauner Wallach und ein Schecke. Beide registrierte der Hagere in Schwarz sofort. Ein Lächeln zeigte sich in seinem falkenartigen Gesicht, als der Blick seiner dunklen Augen auf die Gäule fiel. Gewiss kein freundliches Lächeln. Es wirkte eher wie das Fletschen eines Wolfes, der auf Beute stößt. Er war kein junger Mann mehr, etwas unter fünfzig. Spuren eines düsteren Lebens hatten sich in seinem Gesicht eingebrannt und es gezeichnet. Zwei tiefschwarze Augen wirkten wie die Fenster zur Hölle, durch die er ging. Aus dem Stationsgebäude trat ein dicker Mann, der Stationer. Sein hochrotes Gesicht verriet dem Reiter in Schwarz, dass dieser Hombre tüchtig am Alkohol genascht hatte. Er schwitzte heftig. Das Wasser lief in Strömen am feisten Gesicht herab. Zwei blutunterlaufene Augen musterten den Ankömmling

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 22.03.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783740901127
    Verlag: Martin Kelter Verlag
    Größe: 314 kBytes
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Die großen Western 136

Vor dem Stationsgebäude standen zwei Pferde am Hitchrail. Ein rostbrauner Wallach und ein Schecke. Beide registrierte der Hagere in Schwarz sofort. Ein Lächeln zeigte sich in seinem falkenartigen Gesicht, als der Blick seiner dunklen Augen auf die Gäule fiel. Gewiss kein freundliches Lächeln. Es wirkte eher wie das Fletschen eines Wolfes, der auf Beute stößt.

Er war kein junger Mann mehr, etwas unter fünfzig. Spuren eines düsteren Lebens hatten sich in seinem Gesicht eingebrannt und es gezeichnet. Zwei tiefschwarze Augen wirkten wie die Fenster zur Hölle, durch die er ging.

Aus dem Stationsgebäude trat ein dicker Mann, der Stationer. Sein hochrotes Gesicht verriet dem Reiter in Schwarz, dass dieser Hombre tüchtig am Alkohol genascht hatte. Er schwitzte heftig. Das Wasser lief in Strömen am feisten Gesicht herab. Zwei blutunterlaufene Augen musterten den Ankömmling.

Sofort versteifte sich seine Haltung. "Mein Name ist Burt Treegard. Ich bin der Stationsleiter. Lange unterwegs, Fremder?"

Dieser Fremde strömte eine eisige, tödliche Kälte aus. Er spie seinen Zigarrenstummel auf den steinigen Boden. "Geht dich einen Scheißdreck an, Treegard. Kümmere dich ums Pferd."

Die blutunterlaufenen Augen des Stationers verengten sich zu Schlitzen. Dieser Hombre schien einer der ganz harten Sorte zu sein. Mit Augen, so schwarz wie die Hölle. Mit dem war nicht gut Kirschen essen.

Mit einer geschmeidigen Bewegung glitt der Mann in Schwarz aus seinem hochbordigen McClellan-Sattel.1 Er schüttelte sich den roten Alkalistaub aus seinem Anzug und blickte auf den dicken Stationer herab.

"Wem gehören die Gäule da vorne am Hitchrail?"

"Zwei Männern. Haben einen langen Ritt hinter sich und amüsieren sich drinnen bei Whisky und ..."

Treegard verstummte, als zwei Männer aus dem Stationsgebäude traten. Der eine war hochgewachsen, dünn und hatte feuerrotes Haar, das lange nicht geschnitten worden war. Der andere war untersetzt, dunkelblond und mit auffallend langen Armen ausstaffiert. Eines hatte das ungleiche Duo gemeinsam: Es trug die Colts in tief hängenden Zwillingsholstern.

Der Hagere in Schwarz wandte sich ihnen sofort zu. Ja, zu denen gehörten die beiden Gäule. Er war zufrieden, denn nun wusste er, dass er auf der richtigen Spur war.

Es war kein Zufall, dass der falkengesichtige Mann mit den tiefschwarzen Augen und seiner schwarzen Kleidung genau hier und jetzt angekommen war.

Ganz gewiss nicht.

Irgendwie schien das Duo dies zu spüren. Als sie näher hinsahen, und er den schwarzen Hut mit der Linken aus dem Gesicht schob, da dämmerte es ihnen. Sie konnten jetzt sein Gesicht erkennen. Dieses harte, unversöhnliche Gesicht, das an einen Falken erinnerte. Der Untersetzte hielt eine halb volle Whiskyflasche in der Linken. Er nahm einen ordentlichen Schluck daraus und reichte sie an den Langen weiter. Ohne allerdings den Blick von dem Mann zu nehmen, der im Hof neben dem Mausgrauen stand und das Revers des schwarzen Anzuges nach hinten schob und seinen elfenbeinfarbenen Coltgriff freilegte.

Dann trat er einen Schritt vom Pferd weg.

Dem Stationsmann wurde sofort klar, was nun kommen würde. Er hastete eilig aus der Schusslinie. Es sah ulkig aus, wie er seinen behäbigen Körper aus der Gefahrenzone brachte.

Aber keiner achtete auf ihn.

Dieser Dicke war reine Nebensache.

Der Lange trank die Flasche leer und warf sie achtlos auf die Verandabretter. Er wischte sich über den Mund, rülpste und rief: "Na, wenn das nicht Chance Morgan ist, das alte Falkengesicht. Dachte, dich hätten die Yanks im Krieg erledigt. Ha, was für eine Überraschung, dich hier lebend und bei voller Gesundheit zu sehen. Ist lange her, companero!"

Das klang beinahe so, als würde ein Compadre aus alten Tagen im Hof stehen.

"Ja, ich lebe, wie du sehen kannst. Freut mich, dass du mich erkannt hast, Slinger Dunn."

"Kansas ist weit weg, Freun

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