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Die Idiotenflüsterin Krimi von Amber, Kim (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.05.2009
  • Verlag: Konkursbuch
eBook (ePUB)
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Die Idiotenflüsterin

schwul-lesbischer KRimi: Der zweite Fall des Duos Ellen Kant und ihrer verträumten Bürohilfe Sebastian Dünow. Sie müssen den Fall der ermordeten Kellnerin einer bekannten Szenebar aus Berlin-Kreuzberg aufklären... Die Kellnerein wurde von ihren KollegInnen 'Die Idiotenflüsterin ' genannt, weil sie in ihrer sanften Art auch sehr schwierige oder mit Drogen zugedröhnte Gäste beruhigen oder herausbefördern konnte. ...Eines Tages findet man sie ermordet.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 288
    Erscheinungsdatum: 28.05.2009
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783887698508
    Verlag: Konkursbuch
    Größe: 354kBytes
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Die Idiotenflüsterin

1

Es hatte keinen Zweck. Die Tür blieb verschlossen. Ellen Kant nahm den Daumen vom Klingelknopf. Sie trat zurück auf die Straße und blickte hinauf. In der Wohnung über dem chinesischen Restaurant schien alles ruhig. Die Vormittagssonne spiegelte sich in den Fensterscheiben, dahinter schimmerten die heruntergelassenen Rollos.

Also gut, dachte sie. Dann eben auf die harte Tour.

Sie blickte sich um. Es war niemand auf der Straße. Auch das Restaurant war noch geschlossen, alles schien wie ausgestorben. Sie ging eilig zur Toreinfahrt, schlich in den Innenhof und sah sich dort um. Die Rückseite des Hauses war nicht weniger hässlich als seine Front. Grau und schäbig, ein typischer Sozialbau aus den 70ern. Eine fensterlose Ziegelkonstruktion, offenbar dem Restaurant zugehörig, ragte wie eine alte Garage in den Hof hinein. Sie war mit Dachpappe abgedeckt und reichte bis zu einer Mauer, die an das Nachbargrundstück grenzte.

Perfekt!, dachte Ellen und ging darauf zu. Sie stieg auf eine Mülltonne, kletterte von dort auf die Mauer und weiter aufs Restaurantdach. Das erste Stockwerk des Mietshauses lag nun auf Brusthöhe. Eines der Fenster stand sperrangelweit offen. Besser konnte es nicht laufen, dachte sie und schlich vorsichtig über die Dachpappe zur Hauswand.

Ein Vorhang aus imitiertem Kuhfell wehte in dem offenen Fenster, dahinter war alles still. Sie schob das Fell ein Stück beiseite und spähte hinein. In dem Raum herrschte ein entsetzliches Chaos, als wäre eine Wirbelsturm hindurchgefegt. Zerbeulte Pizzakartons, Jeanshosen, Bücher, Bierflaschen, CDs, Aschenbecher – alles lag wild durcheinander. Mittendrin ein riesiges Bett. Zahllose Kissen und Decken bildeten einen Haufen, darunter zeichnete sich ein zusammengerollter Körper ab.

Behutsam kletterte sie über die Fensterbank und sprang in den Raum hinein. Unter ihrem Fuß zerbrach eine CD-Hülle. Sie stieß einen leisen Fluch aus, dann ging sie zum Bett und hob die Decke. Auf der Matratze lag ihre ehemalige Bürohilfe Sebastian Dünow. Er schlief ruhig und entspannt. Offenbar hatte ihn nichts wecken können, nicht einmal die laute Türschelle.

Mit einem Kopfschütteln packte Ellen seine Schulter und rüttelte ihn.

"Sebastian! Aufwachen!"

Er begann sich zu regen. Widerwillig.

Sie rüttelte ihn fester. Er seufzte, griff mit geschlossenen Augen nach ihrem Arm, zog ihn ins Bett und schmiegte sich an ihn. Ein sanftes Lächeln trat in sein Gesicht.

"Aufwachen!", wiederholte sie, diesmal etwas lauter. "Ich bin's! Ellen!"

Ganz langsam öffnete er die Augen und sah zu ihr auf.

Sofort ließ er den Arm fallen, rückte ab und zog sich die Bettdecke ans Kinn.

"Ellen!", sagte er. "Was ...?"

"Ich habe Sturm geschellt." Sie sah verwundert auf ihren Arm, der wie ein Fremdkörper auf dem Kopfkissen lag. "Aber offenbar hast du überhaupt nichts davon mitbekommen."

Er blickte sie verständnislos an. Doch dann schien ihm etwas klar zu werden, und er pulte kleine Wachskügelchen aus seinen Ohren. "Was hast du gesagt?"

Sie stieß einen Seufzer aus. "Dann muss ich mich ja nicht wundern, dass du die Klingel nicht hörst."

"Bist du etwa übers Dach gekommen?"

"Natürlich bin ich das. Es war auch nicht weiter schwer. Eines Tages wirst du noch von einem Einbrecher überrascht werden", sagte sie. Mit einem Blick auf ihren Arm fügte sie hinzu: "Aber vielleicht ist es genau das, wovon du heimlich träumst."

Er lief rot an. "Was machst du eigentlich hier?" Umständlich wickelte er die Bettdeck

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