text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Die Komplizin Thriller von French, Nicci (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 31.07.2012
  • Verlag: C. Bertelsmann
eBook (ePUB)
8,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Die Komplizin

Wer ist gefährlicher? Ein Feind? Ein Freund? Oder ein Liebhaber?
Bonnie Graham steht in der Wohnung einer Freundin. Vor ihr liegt die Leiche eines Mannes: Hayden. Hayden Booth - begabter Musiker, attraktiver Lebemann, gefährlicher Verführer. Sechs Wochen lang hat er mit einer Gruppe von Musikern unter Bonnies Leitung geprobt. Sechs Wochen hat es gedauert, bis sich Liebe in Lüge verkehrte, Freundschaft in Verbrechen und Leidenschaft in Mord ...

Hinter dem Namen Nicci French verbirgt sich das Ehepaar Nicci Gerrard und Sean French. Seit langem sorgen sie mit ihren höchst erfolgreichen Psychothrillern international für Furore. Sie leben Süden Englands.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 31.07.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641093648
    Verlag: C. Bertelsmann
    Originaltitel: Complicit
    Größe: 491 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Die Komplizin

Danach

Wir sprachen beide in einem heiseren Flüsterton.

"Ich wusste mir keinen anderen Rat."

"Was für ein Schlamassel."

"Ich habe dich angerufen, weil ich dir vertraue."

"Inwiefern? Was erwartest du von mir?" Sonia starrte erneut auf die Leiche und dann kurz in meine Richtung, wandte den Blick aber rasch wieder ab, als kostete sie es Überwindung, mir direkt ins Gesicht zu sehen. Ich registrierte, dass sie die ganze Zeit nervös die Hände bewegte, indem sie die Finger abwechselnd zu Fäusten ballte und spreizte.

"Keine Ahnung. Ich wusste mir einfach keinen anderen Rat. Sonia, ich brauche Hilfe. Ich kann doch nicht..." Ich schluckte krampfhaft. "O mein Gott, o mein Gott", fuhr ich fort. "Ich brauchte einfach jemanden an meiner Seite." Ich stieß die Worte so gepresst hervor, dass ich nicht sicher war, ob Sonia sie überhaupt verstehen konnte.

Sie vermied es nach wie vor, mich richtig anzusehen. Ihr Mund stand leicht offen, und ihr Gesicht war zu einer Art traurigen Grimasse verzogen. Immer wieder wischte sie sich mit dem Handrücken über die Stirn. "Bevor du irgendetwas anderes sagst, lass mich vorab eines klarstellen: Du solltest die Polizei rufen. Was auch immer hier passiert ist ..."

"Du verstehst nicht."

"Da hast du verdammt recht. Verdammt recht! Was für ein gottverdammtes Schlamassel!" Sonia fluchte so gut wie nie. Selbst jetzt klang es, als spräche eine Fremde aus ihr.

"In meinem Kopf dreht sich alles." Ich versuchte mich auf ihr Gesicht zu konzentrieren, doch es verschwamm mir immer wieder vor den Augen, als wäre ich sehr müde oder sturzbetrunken.

"Das ist ein Albtraum. Mein Gott!"

"Ich weiß."

"Warum wolltest du, dass ich herkomme?"

"Ich wusste mir einfach keinen Rat", erklärte ich kläglich, "und konnte es nicht ertragen, allein zu sein mit..." Einen Moment lang sahen wir beide zu der Leiche hinüber, wandten den Blick aber schnell wieder ab. "Mit ihm."

Sonia presste die Hand auf den Mund, als müsste sie ein Geräusch unterdrücken, und murmelte dann irgendetwas Unverständliches. Auf ihrer bleichen Stirn glänzten Schweißperlen.

"Ihr wart ein Liebespaar?"

"Was?" Selbst jetzt konnte ich es noch nicht aussprechen.

"Ich habe gefragt, ob ihr ein Liebespaar wart."

In meinem Kopf rauschte es. Ich spürte, wie mir die Schamesröte in die Wangen stieg und mir so heiß wurde, dass ich glaubte, daran zu verbrennen. "Das spielt jetzt doch alles keine Rolle mehr."

"Wie kann man nur so dumm sein! O Bonnie! Warum nur?" Sie deutete zu der Leiche hinüber, sah sie dabei aber nicht an.

"Ich weiß nicht, was ich sagen soll", stammelte ich.

"Das ist alles so, so..." Sonia verstummte. Erneut presste sie für einen Moment die Hand auf den Mund, als würden sonst weitere, unerwünschte Worte aus ihm hervorquellen. "Wir stehen hier herum und unterhalten uns ganz ruhig", fuhr sie schließlich fort. "Dabei liegt dort die ganze Zeit... das ." Wieder deutete sie zu der Leiche hinüber, ohne hinzusehen.

"Ich weiß, ich weiß." Meine Worte schienen den ganzen Raum auszufüllen. Erst jetzt begriff ich, dass ich viel zu laut sprach, und dämpfte meine Stimme zu einem Flüstern. "Ich weiß."

"Was weißt du? Was ?" Sie legte eine Hand auf meinen Arm und bohrte mir dabei schmerzhaft die Finger ins Fleisch.

"Hör auf!"

"Warum zeigst du mir das? Was willst du von mir?"

"Ich wusste mir einfach ..."

"Sag jetzt nicht noch einmal, dass du dir keinen anderen Rat gewusst hast."

"Tut mir leid."

"Er ist tot. Tot. Und ihr beide ... Lieber Himmel, Bonnie, was hast du bloß getan?"

"In meinem Kopf dreht sich alles."

"Was macht dich so sicher, dass ich nicht einfach die Polizei rufen werde?"

Ich zuckte mit den Achseln. Plötzlich empfand ich eine derart bleier

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen