text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Die Lektion des Todes Psychothriller von Veste, Luca (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.01.2015
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
8,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Die Lektion des Todes

Psychologische Hochspannung für alle Leser von Simon Beckett und "Danach" von Koethi Zan
"Das Mädchen, das Sie gefunden haben, ist nicht mein erstes Experiment. Und es wird nicht das letzte sein." In Liverpool wird die Leiche einer Studentin gefunden. Daneben ein Brief, der ein verbotenes psychologisches Experiment beschreibt. DI David Murphy hält den Brief für ein Ablenkungsmanöver - bis weitere Leichen auftauchen.Auf der anderen Seite der Stadt versucht Rob Barker, seinen eigenen Verlust zu verarbeiten. Vor knapp einem Jahr verschwand seine Freundin spurlos. Rob wurde verdächtigt, doch es gab keinerlei Beweise. Und zwischen beiden Fällen scheint es eine erschreckende Verbindung zu geben ...

Luca Veste, Liverpooler mit italienischen Wurzeln, arbeitete als Schauspieler, Musiker und Staatsdiener, bevor er sein Studium der Psychologie und Kriminologie an der Universität von Liverpool begann. Er ist Autor zahlreicher Kurzgeschichten, die in verschiedenen Publikationen veröffentlicht wurden, und lebt mit seiner Familie in Liverpool, dem Schauplatz seines aufsehenerregenden Debütromans "Die Lektion des Todes".

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 512
    Erscheinungsdatum: 19.01.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641143756
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: Dead Gone
    Größe: 839 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Die Lektion des Todes

1

Sonntag, den 27. Januar 2013

Tag eins

Eine frische morgendliche Kälte lag über dem Sefton Park und den angrenzenden Straßen. Der Nebel verzog sich gerade erst über die Baumwipfel. Ein Stück vom Gehweg zurückversetzt säumten Reihenhäuser die gegenüberliegende Straßenseite, und die Blaulichter mehrerer Einsatzwagen hatten bereits Grüppchen verschlafener Gaffer angelockt. Sie standen auf dem Gehweg und traten in der Morgendämmerung von einem fröstelnden Fuß auf den anderen. Für gewöhnlich wechselten sie kaum ein Wort, aber die Aufregung zu solch früher Stunde hatte sie aus ihren Häusern gelockt und sogar dafür gesorgt, dass sie sich miteinander unterhielten. Früher einmal hatten diese Häuser ganze Familien beherbergt. Mittlerweile waren die meisten in Wohnungen unterteilt, die für sechsstellige Summen verkauft wurden.

Detective Inspector David Murphy richtete seine Auf merksamkeit wieder auf den Park auf der anderen Straßen seite. Es war keiner jener familienfreundlichen Parks mit Schaukeln und Rutschen, sondern Hektar um Hektar Grünfläche, wunderbare alte Bäume und genügend Raum, um jedes Mal wieder etwas Neues zu entdecken, wenn man dort spazieren ging.

Sogar die eine oder andere Leiche, die unangemeldet dort auftauchte.

Normalerweise waren es Selbstmörder, die von irgendeinem Baum hingen oder immer noch ein paar Tabletten in der Hand hielten, in der Hoffnung, dass niemand sie finden möge, ehe es vorbei war.

Manchmal war es aber auch etwas anderes.

Er sah die Lichter in der Ferne. Blau und rot zuckten sie hin und her. Das stetige Muster schien einen geradezu hypnotischen Effekt auf diejenigen zu haben, die versuchten, tiefer in den dahinterliegenden Park zu spähen. Murphy saß bei abgeschaltetem Motor in seinem Wagen und versuchte, sich zu sammeln, um dann auszusteigen und hinüberzugehen. Die Lichter der Streifenwagen, die vor seinem Citroën parkten, wurden von der dunklen Karosserie zurückgeworfen, und das Armaturenbrett blitzte im schnellen Takt.

Murphy löste den Sicherheitsgurt, beugte sich nach vorne und versuchte, an den Lichtern und den Menschen, die sich um den Park herum versammelt hatten, vorbeizublicken. Als er feststellte, dass er so nichts erkennen würde, ließ er sich wieder in den Sitz zurücksinken.

Er kratzte sich am Kinn. Er hatte sich am Vorabend rasiert. Sein Bart sah seiner Ansicht nach jetzt ordentlich getrimmt aus und nicht mehr nur so, als wollte er ein Doppelkinn kaschieren. Er unterdrückte ein Gähnen, öffnete die Fahrertür und streckte seine langen Beine hinaus. Ein leichter Muskelkater in den Waden sagte ihm, dass er es auf dem Crosstrainer am Abend zuvor wohl ein bisschen zu gut gemeint hatte, als er sich noch ein paar Pfunde hatte abtrainieren wollen.

Er war noch nicht einmal eine Viertelstunde wach ge wesen, als seine Vorgesetzte angerufen hatte. Der Tag war also noch nicht mal eine Stunde alt, als er sich schon auf den Weg zu der Leiche einer jungen Frau machte.

Murphy mochte es nicht, wenn ein Tag auf diese Weise begann. Erst recht ein Sonntag. Ein Anruf von der Arbeit, noch ehe er die erste Tasse Kaffee hatte trinken oder eine Scheibe Toast hatte essen können. Oder sich etwas Ordentliches angezogen hatte.

Der Tod konnte unfassbar egoistisch sein.

"Murphy?", hatte er sich am Handy gemeldet, nachdem er das Gerät irgendwann in der Tasche seiner Jeans auf dem Schlafzimmerboden gefunden und wild auf dem Display herumgetippt hatte, um das Gespräch entgegenzunehmen.

"David?"

Murphys Schultern waren hinabgesackt. Detective Chief Inspector Stephens. Außerhalb der regulären Arbeits zeiten bedeutete das in aller Regel nichts Gutes.

"Was ist passiert?"

"Wir haben eine Leiche. Ziemlich verdächtig. Liegt im Sefton Park."

"Scheiße. Schlimm?"

"

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen