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Die letzte Lüge Roman von Kastura, Thomas (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.02.2016
  • Verlag: dotbooks
eBook (ePUB)
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Die letzte Lüge

Krimi mit perfektem Soundtrack: Ein furioser Road-Trip, der Sie umhauen wird! 'Die letzte Lüge' von Thomas Kastura jetzt als eBook bei dotbooks. Bislang hat Viktor es mit seinen Erziehungspflichten nicht so genau genommen. Doch jetzt hat er kaum eine andere Wahl. Auf dem Beifahrersitz schläft seine 16jährige Tochter Philomena, genannt Phil, - und im Kofferraum liegt die Leiche eines türkischen Dealers. Nun sind die beiden unterwegs nach Italien, um Gras über die Sache wachsen zu lassen. Doch wie die Tochter, so der Vater: Beide ziehen das Verbrechen beinahe magisch an und schon bald ist ihnen die halbe europäische Mafia auf den Fersen ... 'Ein Meilenstein. DIE LETZTE LÜGE ist Roadstory, Gangsterposse, Gesellschaftsportrait, Entwicklungsroman und Actionstoff zugleich. Thomas Kastura erzählt leidenschaftlich, gewandt und durchdacht; er plottet mitreißend und doch im besten Sinne konzeptuell; seine Charaktere sind bei aller Kunstfertigkeit nah und authentisch.' WDR Jetzt als eBook kaufen und genießen: Die letzte Lüge von Thomas Kastura. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Thomas Kastura, geboren 1966 in Bamberg, lebt ebendort mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern. Er studierte Germanistik und Geschichte und arbeitet seit 1996 als Autor für den Bayerischen Rundfunk. Zahlreiche Erzählungen, Jugendbücher und Kriminalromane, u. a. 'Der vierte Mörder' (2007 auf Platz 1 auf der KrimiWelt-Bestenliste). 'Die letzte Lüge' ist sein Debütroman, an den 2004 die Fortsetzung 'Der rote Punkt' anschloss.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 261
    Erscheinungsdatum: 02.02.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958244429
    Verlag: dotbooks
    Größe: 304 kBytes
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Die letzte Lüge

4. Kapitel

Wir fahren erst bei Pisa raus. Als wir dort mal Ferien gemacht haben, sind wir gar nicht erst in die Innenstadt reingegangen. Wegen der vielen Touristen, weil der Schiefe Turm gesperrt war und weil von dem Dom angeblich eine schwach radioaktive Strahlung ausging. Das hat mir Sill nie verziehen. Na ja, später war sie dann doch da, ohne mich.

Ich gebe den Jaguar bei Hertz ab und kaufe bei einem Händler einen alten Alfa V 6 Turbo für fünf Millionen Lire auf Karte. Bei dieser Gelegenheit rufe ich Jerzy an, weil mir der Shit zum Wegwerfen denn doch zu schade ist und uns Bargeld jetzt wie gerufen käme. Außerdem habe ich noch ein paar finanzielle Verbindlichkeiten bei ihm. Die sollte ich mal wieder auf Null bringen.

Am Handy wirke ich wohl etwas aufgekratzt. Jerzy beruhigt mich, sagt, ich solle mir keine Sorgen machen. Als ich die Mengenangabe wiederhole, überlegt er kurz. Fünf Kilo, das seien unter Freunden höchstens achtzigtausend Mark, was es denn für eine Qualität sei. Ich sage, dass es ungewöhnlich stark nach Gras riecht, wenn man eine der hellbraunen Platten anschneidet. "Könnte Golden Pollum sein", antwortet er. Nun ja, schnelles Geld sei schnelles Geld. Er werde Gwizdek, die Pfeife , vorbeischicken, der habe sich ein bisschen Sonne verdient. Wir machen für den nächsten Tag einen Treffpunkt aus. Auf Polen ist eben Verlass, wenn sie dich einmal ins Herz geschlossen haben.

Keine Sorge, Phil hat die Aktion wieder verschlafen. Ich wollte sie nicht wecken. Mädchen müssen viel schlafen, sonst ist ihre Schönheit eines Tages - schnipp! - einfach weg. Als Vater muss man darauf ein Auge haben, auch darauf.

Wir steigen im La Luna ab, einem Vier-Sterne-Kasten in der Innenstadt, wo sie uns mit allem Respekt empfangen. Schließlich haben wir ja einiges hinter uns. Phil geht im Pool schwimmen, während ich mich etwas hinlege. Ich biete ihr meine Kreditkarte an, eine Geste, damit sie sich ein paar Sachen kaufen kann. Aber sie winkt ab, hat eine eigene, was auf dasselbe hinausläuft, wird eh alles von meinem Konto abgebucht. Sie ist sparsam, braucht normalerweise nicht viel. Bei größeren Ausgaben fragt sie mich immer vorher. Was will man mehr?

Als wir in dem Hotelrestaurant zu Abend essen, trägt sie ein schwarzglänzendes Seidenkleid. Das Ding hätte ihrer Mutter alle Ehre gemacht. Als ich es ihr sage, schaut sie genervt zur Seite. Sie war auch beim Frisör, hat ihre mahagonifarbenen Locken ganz kurz schneiden lassen und kräftig Gel reingetan. Sie weiß, wie sie mich milde stimmen kann.

"Alles wieder okay?", frage ich, als der Kellner, ein brünstiger Strizzi mit Stielaugen - denk nicht mal dran! -, wieder abgeschwirrt ist. Wir haben die ganze Fahrt schweigend verbracht, auch nachdem sie kurz nach Verona aufgewacht war. Jeder von uns war mit sich selber beschäftigt. Wir brüteten still vor uns hin, als müssten wir ein paar der letzten Rätsel der Welt lösen - Poebene-Gedanken.

"Tut mir Leid, dass ich heute Morgen ausgeflippt bin. Aber als ich mich vorhin beim Frisör im Spiegel gesehen habe, da fühlte ich mich wieder so mies ! Deswegen habe ich dem Kerl auch gesagt, er soll sie ganz kurz machen." Sie bekommt einen verträumten Gesichtsausdruck, ein Mädchen, das von einem Anna Sui-Kleid schwärmt oder dem neuen Habana Club-Roller von Aprilia. Der hat so einen verchromten Lenker, leicht gebogen, richtig schick.

"Als härenes Gewand würde ich dein Kleidchen aber nicht bezeichnen."

Sie rückt einen Träger zurecht. "Du machst dich lustig über mich. Warum nimmst du mich nicht einmal ernst?"

"Tu ich doch. Oder was meinst du, warum wir jetzt hier sitzen?"

"Du hättest nicht mitzukommen brauchen", erwidert sie schnippisch.

"Entschuldige, aber das Wort mitkommen würde ich mehr auf deinen Reisezustand beziehen. Warum musstest du so viel von dem Zeug rauchen?"

"Ich stand unt

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