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Die letzte Lüge Thriller von Croft, Kathryn (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.09.2020
  • Verlag: Aufbau Verlag
eBook (ePUB)
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Die letzte Lüge

Fünf Jahre sind vergangen - fünf Worte zerstören ihre Welt. Mia Hamilton hat es nach dem Suizid ihres Ehemannes Zach endlich geschafft, die Vergangenheit ruhen zu lassen. Doch plötzlich tritt die mysteriöse, psychisch labile Alison in ihr Leben - sie wirft neue Fragen über die tatsächlichen Geschehnisse jener schicksalhaften Nacht auf, denn sie ist sich sicher: Zach hat sich nicht umgebracht. Mia stellt eigene Nachforschungen an, aber kann sie Alison vertrauen, oder schwebt sie nun selbst in Gefahr? Der neue Thriller der britischen Bestseller-Autorin - unvorhersehbar und spannend bis zur letzten Seite.

Kathryn Croft glaubt seit ihrer Kindheit an die Macht von Geschichten und hat einen Abschluss in Medienwissenschaften und Englischer Literatur. Bevor sie mit dem Schreiben begann, arbeitete sie im Personalwesen und als Lehrerin. Sie lebt mit ihrer Familie und zwei Katzen in Guildford, Surrey. Mehr Informationen zur Autorin unter www.kathryncroft.com

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 412
    Erscheinungsdatum: 01.09.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783841225603
    Verlag: Aufbau Verlag
    Originaltitel: Silent Lies
    Größe: 4064 kBytes
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Die letzte Lüge

Eins

Jetzt

MIA

Jemand beobachtet mich, da bin ich mir sicher. Während Freya losläuft, um zu schaukeln, sehe ich mich im Park um, aber niemand benimmt sich auffällig, es sind hier nur Mütter wie ich mit ihren kleinen Kindern, ein paar Leute mit Hunden und ein älteres Paar, das dicht nebeneinander auf einer Bank sitzt. Sie beobachten die Szene milde lächelnd und denken vielleicht zurück an die Zeit, als auch sie kleine Kinder hatten. Die helle Sonne wärmt uns, es ist ein Bild der Unschuld - an solch einem Tag kann doch sicher nichts Schlimmes passieren? Und es gibt keinen hier, der besonders auf mich achtet.

»Mama!«, ruft Freya. »Schau mal her, schau mal!«

* * *

Es ist einfach, mich im Beobachten von Freya zu verlieren; aus ihr ist ein hübsches, aufgewecktes siebenjähriges Mädchen geworden, trotz der unglücklichen Umstände ihres frühen Lebens, und ich bin einfach nur dankbar, dass sie zu jung war, um etwas mitzubekommen, und zu jung dafür, sich an ihren Vater zu erinnern. Sie gleitet durch die Luft und wirft die Beine hoch, um an Höhe zu gewinnen. Ihr fröhliches Lachen ist ansteckend, doch ich werde das Gefühl immer noch nicht los, dass ich beobachtet werde. Plötzlich legt sich eine Hand auf meine Schulter, und ich zucke zusammen.

»Tut mir leid, Mia, ich wollte dich nicht erschrecken.« Will, mein Lebensgefährte, hat sich unversehens angepirscht, ohne dass ich oder Freya es bemerkt haben.

»Mach so was nie wieder! Ich dachte ... Schon gut. Nur tu das bitte nicht wieder.«

Er hebt entschuldigend die Hände. »Okay. Tut mir leid. Ich wollte dich wirklich nicht -«

»Ich weiß, ich weiß. Ich bin nur irgendwie schreckhaft, sonst nichts.«

Will macht ein nachdenkliches Gesicht, und ich ahne, was in ihm vorgeht: Er rechnet nach, ob heute vielleicht irgendein Jahrestag ist oder Zachs Geburtstag, unser Hochzeitstag oder der Kennenlerntag. Er überlegt, ob so etwas der Grund für meine seltsame Stimmung ist. Aber so ist es nicht, und ich kann mir selbst nicht erklären, warum ich so nervös bin.

»Was ist denn los?«, fragt Will stirnrunzelnd. »Kann ich dir irgendwie helfen?«

Das ist ganz typisch Will. Er hilft, wo er kann.

Ich schüttle den Kopf und wappne mich gegen seine Enttäuschung. »Nein, es ist nichts. Ich glaube, ich habe diesen Monat einfach nur zu viele Klienten angenommen. Es ist schwierig, zu versuchen, sie in nur drei Tagen unterzubringen.« Kaum habe ich das gesagt, bereue ich es auch schon wieder. Will glaubt sowieso, dass ich mich übernommen habe, als ich mich vor ein paar Monaten mit meinem psychologischen Beratungsdienst selbstständig gemacht habe. Aber ich muss anderen helfen. Das ist das Einzige, was mich wirklich glücklich macht.

Heute ist Mittwoch. Weil Sommerferien sind, habe ich mir die Vormittage von Klienten freigehalten, damit ich Zeit mit Freya verbringen kann, bis Will zu uns kommt. Er nimmt seinen Jahresurlaub extra während der Schulferien, damit er den Nachmittag frei hat, um mir Freya dann abzunehmen. Das ist bestimmt nicht einfach für ihn - er ist Steuerberater in einer großen Firma, und ich weiß, dass er darauf hofft, bald befördert zu werden. Dass er so viel Freizeit nimmt, macht da wahrscheinlich keinen besonders guten Eindruck. Aber genau so etwas tut er für uns, auch wenn es früher oder später seinen Tribut fordern wird.

Sich um meine Tochter zu kümmern ist ja streng genommen nicht Wills Aufgabe; wir sind nicht verheiratet und wohnen noch nicht einmal zusammen - obwohl er mich ständig darum bittet -, ich bin ihm also sehr dankbar dafür, dass er so viel für Freya tut. Eines Tages kann ich mich hoffentlich revanchieren. Aber er versteht, dass ich Zach nicht einfach austauschen kann.

»Gibt es nicht eine Möglichkeit, wie du -«

»Ich kann die Leute nicht abweisen, solange sie mich brauchen, Will. Aber ich nehme erst mal

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