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Die letzte Stadt Ein Wayward-Pines-Thriller 3 von Crouch, Blake (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.11.2019
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Die letzte Stadt

Drei Wochen ist es her, dass Secret-Service-Agent Ethan Burke auf der Suche nach zwei Vermissten die Kleinstadt Wayward Pines betrat. Und damit alles hinter sich ließ, was sein Leben bisher ausmachte. Denn das scheinbar idyllische Wayward ist keine normale Stadt, sondern eine Festung, umgeben von einem Elektrozaun, und davor lauert eine grausame Bedrohung. Lange Zeit hielt die Gemeinschaft der Stadt dieser Bedrohung stand. Doch durch Ethans Ankunft ist das zerbrechliche Gefüge ins Wanken geraten. Jetzt steht der Zaun offen - und Wayward Pines führt einen blutigen Kampf ums Überleben ... Blake Crouch hat sich bereits als erfolgreicher Autor von Kurzgeschichten und Spannungsromanen einen Namen gemacht. Seine Wayward-Pines-Trilogie wurde zudem mit verschiedenen Hollywoodstars als TV-Serie verfilmt. Der große internationale Durchbruch gelang ihm dann mit dem Roman "Dark Matter. Der Zeitenläufer", der auf Anhieb zum Bestseller und in zahlreiche Länder verkauft wurde. Blake Crouch lebt mit seiner Familie in Colorado.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 18.11.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641253240
    Verlag: Goldmann
    Serie: Wayward Pines 3
    Originaltitel: The Last Town
    Größe: 1145 kBytes
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Die letzte Stadt

David Pilcher

Superstruktur
Wayward Pines
vor vierzehn Jahren

Er schlägt die Augen auf.

Frierend.

Zitternd.

Sein Kopf tut weh.

Jemand steht mit einem Mundschutz über ihm. Das Gesicht der Person ist verschwommen, ihre Worte sind kaum zu verstehen.

Er weiß nicht, wo er ist oder wer er ist.

Die Person drückt ihm eine durchsichtige Maske auf den Mund und beugt sich näher an ihn heran.

Die Stimme - eine Frauenstimme - drängt ihn: "Holen Sie tief Luft und atmen Sie ein."

Das Gas, das er einatmet, ist warmer, konzentrierter Sauerstoff, der mit wohltuender Wärme durch seine Luftröhre strömt und in seine Lunge eindringt. Obwohl ihr Mund bedeckt ist, lächelt ihn die Frau, die sich über ihn beugt, mit den Augen an.

"Besser?", fragt sie.

Er nickt. Ihr Gesicht wird schärfer. Und ihre Stimme ... kommt ihm bekannt vor. Nicht das Timbre, aber die Art, wie er sich fühlt, wenn er sie hört. Als Beschützer. Fast schon väterlich.

"Tut Ihnen der Kopf weh?", will sie wissen.

Er nickt.

"Das geht bald vorüber. Ich weiß, dass Sie jetzt sehr desorientiert sind."

Nicken.

"Das ist völlig normal. Wissen Sie, wo Sie sind?"

Ein Kopfschütteln.

"Wissen Sie, wer Sie sind?"

Kopfschütteln.

"Das ist nicht schlimm. Das Blut fließt erst seit fünfundvierzig Minuten wieder durch Ihre Adern. Normalerweise dauert es einige Stunden, bis man wieder ganz der Alte ist."

Er starrt die Lampen über sich an, die lang, fluoreszierend und viel zu hell sind.

Er öffnet den Mund.

"Versuchen Sie noch nicht zu reden. Soll ich Ihnen erklären, was gerade passiert?"

Nicken.

"Ihr Name ist David Pilcher."

Das klingt irgendwie richtig. Der Name fühlt sich auf einer Ebene, die er noch nicht wieder ganz begreift, an, als wäre es seiner. Zumindest eine Sache weiß er jetzt wieder.

"Sie sind nicht im Krankenhaus. Sie waren nicht in einen Autounfall verwickelt oder hatten einen Herzinfarkt. So etwas ist nicht geschehen."

Er hätte ihr gern gesagt, dass er sich nicht bewegen kann. Dass ihm eiskalt ist und dass er Angst hat.

"Sie sind gerade aus der suspensierten Animation aufgewacht. Ihre Körperfunktionen liegen alle im grünen Bereich. Sie haben eintausendachthundert Jahre in einer von eintausend Suspensionseinheiten geschlafen, die von Ihnen erschaffen wurden. Wir sind alle so aufgeregt. Ihr Experiment hat funktioniert. Die Crew hat es mit einer siebenundneunzigprozentigen Überlebensrate geschafft. Das ist um einige Prozentpunkte besser, als Sie erwartet haben, und es gab keine kritischen Verluste. Herzlichen Glückwunsch."

Pilcher liegt auf dem Krankenbett und sieht blinzelnd zu den Lampen hinauf.

Der Herzmonitor, an den er angeschlossen ist, piept immer schneller, aber das liegt nicht daran, dass er Angst empfindet oder unter Stress steht.

Er ist aufgeregt.

Innerhalb von fünf Sekunden ist ihm alles wieder eingefallen.

Wer er ist.

Wo er sich befindet.

Warum er hier ist.

Als wäre eine Kamera fokussiert worden.

Pilcher hebt eine Hand, die sich so schwer wie ein Granitblock anfühlt, und zieht sich die Maske vom Mund. Er starrt die Krankenschwester an. Dann spricht er zum ersten Mal seit fast zwei Jahrtausenden, und seine Stimme ist rau, aber klar. "Ist schon jemand nach draußen gegangen?"/sp

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