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Die Magie der Sucht Kriminalroman von Bräunig, Joachim (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.11.2015
  • Verlag: Engelsdorfer Verlag
eBook (ePUB)
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Die Magie der Sucht

In zwei kleinen Gemeinden nahe Waren-Müritz geschehen innerhalb von wenigen Stunden zwei grausame Verbrechen, wobei sich die Tötungsarten ähneln. Bei den Getöteten handelt es sich um einen Anwalt und einen Immobilienmakler, die befreundet waren. Beide führten gemeinsam Prozesse, bei denen der Immobilienhändler als Gutachter auftrat. Ein Anwalt der Kanzlei eines der getöteten Opfer leidet an Spielsucht und hat einen Schuldschein unterschrieben. Bei dem anderen Opfer werden im Rahmen der Ermittlungen in dessen Wohnung Drogen gefunden. Die Aufklärung der Straftaten gestaltet sich sehr schwer, da noch andere Verdächtige ins Visier der Einsatzgruppe geraten. In enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft gelingt den Ermittlern die Aufklärung, die für alle eine überraschende Lösung mit sich bringt. Der Autor wurde 1944 in Chemnitz geboren. Er ist verheiratet, hat eine Tochter und ist seit 1966 im erzgebirgischen Annaberg beheimatet. Nach Abschluss seines Studiums in der Fachrichtung Maschinenbau war er als Technologe, Technischer Leiter und Bauleiter in verschiedenen Einrichtungen tätig. Das Buch ist die neunte Folge der Ermittlungen von Hauptkommissar Ullmann.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 277
    Erscheinungsdatum: 17.11.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783960081432
    Verlag: Engelsdorfer Verlag
    Größe: 403kBytes
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Die Magie der Sucht

1

In der Anwaltskanzlei "Sorge und Partner" herrschte an diesem sonnigen Freitagnachmittag unter den Mitarbeitern gute Stimmung und alle freuten sich auf das bevorstehende Wochenende. Die Meteorologen sagten viel Sonnenschein und trockenes Wetter vorher. Zu den Mitarbeitern der Kanzlei gehörten der Inhaber Ulf Sorge sowie zwei weitere Anwälte und zwei Sekretärinnen. Ulf Sorge war der alleinige Besitzer der Kanzlei, nachdem sein ehemaliger Freund und Miteigentümer der Kanzlei vor drei Jahren verstorben war. Er hatte dennoch den Namen der Kanzlei "Sorge und Partner" in Ehren seines Freundes beibehalten und zudem wollte er diesen im Interesse seiner Kunden nicht ändern.

Die beiden Freunde hatten das Büro mit viel Mühe und großem Aufwand aufgebaut, was nicht einfach und außerdem mit einem hohen finanziellen Risiko verbunden war. Sie mussten in den ersten Jahren des Bestehens der Kanzlei Kredite in nicht unerheblichem Umfang aufnehmen, aber auf Grund ihrer guten Arbeit konnten sie diese ziemlich kurzfristig zurückzahlen. Das Unternehmen besaß in der Umgebung bald einen guten Ruf, sodass sie in den folgenden Jahren zusätzlich weitere Anwälte und Sekretärinnen einstellen mussten. Die derzeitigen Mitarbeiter der Kanzlei arbeiteten seit nunmehr fünf Jahren zusammen und hatten ein gutes Arbeitsverhältnis. Gelegentlich trafen sie sich außerhalb der Arbeitszeit zu gemeinsamen Stunden, was jedoch durch die unterschiedlichen Arbeitszeiten im Rahmen der Betreuung ihrer Klienten nur schwer möglich war und deshalb nicht häufig vorkam.

Ulf Sorge ging aufs Rentenalter zu und er beschäftigte sich seit geraumer Zeit mit dem Gedanken, die Kanzlei einem Nachfolger zu übergeben, wobei er beabsichtigte, einen seiner beiden bei ihm beschäftigten Anwälte das Unternehmen zu übertragen. Die beiden Anwälte waren Kai Schulten und Christoph Scholz.

Kai Schulten hatte sich auf Vermögensrecht spezialisiert, wozu auch Fragen des Kaufes beziehungsweise des Verkaufes von Immobilien gehörte. Auf diesem Gebiet war im Wesentlichen auch Ulf Sorge tätig und dieses Fachgebiet war der Grundpfeiler der Anwaltskanzlei von Beginn an gewesen. Christoph Scholz bearbeitete das Gebiet des Familienrechtes und war sehr erfolgreich und besonders bei den Frauen beliebt, da er in den vergangenen Jahren bereits mehrere Scheidungsklagen betrogener Ehefrauen zu deren Gunsten gewonnen hatte, was sich in der Umgebung sehr schnell herumgesprochen hatte.

Mit beiden Mitarbeitern war Ulf Sorge sehr zufrieden und er wünschte sich von Herzen, dass einer der beiden zur Übernahme seiner Kanzlei bereit war, wobei er persönlich Kai Schulten leicht bevorzugte. Er wäre allerdings auch nicht abgeneigt, beiden in Partnerschaft, wie er es mit seinem Freund bei der Gründung getan hatte, das Geschäft zu übertragen. In den letzten Wochen hatte er mit jedem einzeln erste Gespräche geführt, ohne jedoch konkret zu werden. Er hatte noch keinen endgültigen Entschluss gefasst, sondern wollte sich noch etwas Zeit lassen und die Übergabe in Ruhe vorbereiten.

Eine Bedingung für die Übergabe sollte die weitere Beschäftigung der beiden Sekretärinnen sein, ohne die sich Ulf Sorge das Fortbestehen der Kanzlei nicht vorstellen konnte. Beide Frauen hatten sich bestens eingearbeitet und konnten sehr gut mit den Klienten umgehen. Oft mussten sie diese vertrösten oder anderweitig besänftigen, da keiner der Anwälte verfügbar war oder keine kurzfristigen Termine vergeben werden konnten.

Die beiden Sekretärinnen waren Mitte vierzig, hatten erwachsene Kinder und die Familienplanung war abgeschlossen, sodass sie weiterhin voll zur Verfügung standen.

Rita Schmoll war die Chefsekretärin und die rechte Hand von Ulf Sorge. Er hatte grenzenloses Vertrauen in sie und wusste zugleich, dass sie jederzeit für sein Unternehmen zur Verfügung steht und bei Arbeitsende nicht auf die Uhr schaut. Häufig fielen Überstunden an, ohne, dass sie nach einer zusätzlichen

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