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Die Millionengeschichte von Wallace, Edgar (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.01.2016
  • Verlag: Nexx
eBook (ePUB)
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Die Millionengeschichte

John Sands sammelt die aus dem Gefängnis geflohene Margaret Maliko auf einer Landstraße auf, gewährt ihr Unterschlupf und will sie mit seinem Freund, dem Millionär Harry Leman verheiraten. Als Harry Leman seine Frteund eines Tages zu sich bittet, um etwas Wichtiges mit ihm zu besprechen, findet John Sandstot ihn tot uaf dem Sofa liegend auf - er wurde mit Blausäure vergiftet ...

Richard Horatio Edgar Wallace (1875-1932) war ein englischer Schriftsteller, Drehbuchautor, Regisseur, Journalist und Dramatiker. Er gehört heute noch zu den erfolgreichsten englischsprachigen Kriminalschriftstellern.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 100
    Erscheinungsdatum: 30.01.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958704589
    Verlag: Nexx
    Größe: 313kBytes
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Die Millionengeschichte

1

John Sands hatte unbegrenztes Vertrauen zu den Sternen, und als gewissenhafter, methodischer Mann wählte er schon frühzeitig Bellatrix zu seinem Schutzstern, den die Gelehrten auch als "Gamma Orionis" bezeichnen.

Aber weder das Sternbild des Orion noch Bellatrix waren am Himmel zu sehen, als John in seinem eleganten Wagen die scharfe, gefährliche Kurve bei Whitecross Hill nahm. Seit drei Tagen regnete es, graue Wolken hingen über ihm, und die Straße war glatt und glitschig. Selbst der beste Gleitschutz hätte ihm nicht geholfen, wenn er auch um nur einige Zentimeter vom Fahrdamm abgewichen wäre.

Aber John Sands vertraute nicht nur seinem Stern, sondern auch seinem eigenen Können - und er war ein äußerst geschickter Fahrer. Mit der einen Hand hielt er das Steuer, mit der anderen die Handbremse. Er war gewarnt worden; man hatte ihm gesagt, dass dieser kurze Weg den Hügel hinunter bei Regen für einen Wagen unpassierbar wäre. Aber lächelnd hatte er den guten Rat der anderen zurückgewiesen, denn sein Glaube an Bellatrix war unerschütterlich.

Er baute gern Luftschlösser und liebte es, von zukünftigen Erfolgen zu träumen. Sogar während dieser gefahrvollen Fahrt hing er seinen sonderbaren Gedanken nach.

Vielleicht würde er sie tatsächlich treffen? Es war allerdings eine phantastische Idee, aber in seinen Träumen ereigneten sich manchmal die unglaublichsten Dinge. Und hatte er nicht, nur um der Frau zu begegnen, diesen kurzen, aber äußerst gefährlichen Weg gewählt? Vielleicht würde sich seine Hoffnung erfüllen, und er würde sie sehen. Dann wollte er auf sie zugehen, sie bei der Hand nehmen und sagen: Ich kenne Sie. Sie müssen mit mir kommen, ich will Sie nach London zurückbringen.

Er wusste nicht, wie sie aussah, und doch träumte er von ihr. Wahrscheinlich würde sie blass und furchtsam sein und zurückschrecken, wenn er auf sie zukam. Mit weitgeöffneten Augen würde sie ihn anstarren, und Furcht und Hoffnung würden in ihren Gesichtszügen um die Oberhand kämpfen. Aber wer sagte ihm denn, dass seine Träume sich verwirklichen würden? Vielleicht war sie auch klein und korpulent und unglaublich hässlich und gemein. Aber solche Personen hatten natürlich mit Johns Träumen nichts zu tun. Sie hatten kein Recht, seine Phantasie zu beschäftigen. Die Frauen seiner Träume waren alle schön und zeichneten sich durch Haltung und Charakter aus.

Am Fuß des Hügels wurde er etwas unsanft aus seinen Träumen gerissen, denn das Benzin war ausgegangen, und der Wagen stand still. John stieg aus. Bis jetzt hatte er mollig gesessen, aber nun schlugen ihm die Regentropfen ins Gesicht. Er suchte nach einem Benzinkanister, um den Tank aufzufüllen, setzte sich dann wieder ans Steuer und fuhr zur Great North Road.

Trotz dieser unangenehmen Unterbrechung sang er vergnügt, während er die nächste Anhöhe nahm. Und wieder träumte er von vielen herrlichen Dingen in der Zukunft. Er war davon überzeugt, dass er die Frau finden würde. Vielleicht lag sie erschöpft am Weg. Dann würde er aus dem Wagen springen, sie in die Arme nehmen und in Sicherheit bringen, in eine warme Wohnung, wo sie nicht zu frieren brauchte und nicht den Unbilden des Wetters ausgesetzt war. Allmählich würde sie wieder zu sich kommen, verwirrt um sich sehen und ...

Plötzlich hielt er seinen Wagen an. Sein Herz schlug auf einmal schneller.

Unter einem Baum stand sie, dicht an den Stamm gelehnt, um Schutz vor dem strömenden Regen zu suchen. Vielleicht hätten andere Leute sie nicht gesehen, aber Johns Augen waren scharf, und er entdeckte sie trotz ihres dunklen Kleides, das sich kaum von der Umgebung abhob.

Noch bevor er sie ansprach, sagte ihm sein Gefühl, dass sie es sein müsse. Es lag eine gewisse Schönheit über ihrem bleichen Gesicht, so dass seine Träume tatsächl

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