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Die Mutprobe Kriminalroman von Lercher, Lisa (eBook)

  • Verlag: Haymon Verlag
eBook (ePUB)

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Die Mutprobe

Alptraumhafte Heimkehr Anlässlich eines Klassentreffens kehrt Sabine in ihr Heimatdorf zurück, das sie jahrelang erfolgreich gemieden hat. Sie will eigentlich noch am selben Abend zurück nach Wien, da verschwindet Max, der kleine Sohn Ihrer Jugendliebe Leonhard, spurlos. Sie bleibt - wenn schon nicht ihm zuliebe, so doch wenigstens, um seine Frau moralisch zu unterstützen. Doch der unverhofft lange Aufenthalt in der alten Heimat wird zu einer Reise in die eigene Vergangenheit, auf der sie sich ihrem schlimmsten Alptraum stellen muss: Ist Max wie sie selbst vor so langer Zeit ein Opfer sexueller Gewalt geworden? Der mitreißende vierte Krimi von Lisa Lercher besticht durch lebendige Beschreibungen und lässt einen bis zum Ende nicht los. Vielschichtige Figuren und überraschende Wendungen halten die LeserInnen in Atem, detaillierte Beschreibungen und glaubhafte Dialoge lassen sie die beklemmende Atmosphäre am dörflichen Schauplatz atmen. Ein Roman, der einfühlsam die Folgen einer Traumatisierung schildert und dabei tief in die Gefühlswelt seiner Figuren eintaucht. 'Die Mutprobe' wurde im September 2009 in einer Koproduktion des ORF/MDR erfolgreich verfilmt. Packend inszeniert, bestürzend realistisch und außerordentlich lebendig. Weitere Krimis von Lisa Lercher: - Der letzte Akt. Kriminalroman - Der Tote im Stall - Ausgedient. Kriminalroman - Zornige Väter. Kriminalroman - Mord im besten Alter. Kriminalroman Lisa Lercher, geboren 1965 in Hartberg/Steiermark. Studium der Erziehungswissenschaften in Graz, lebt seit 1989 in Wien. Neben ihrer Tätigkeit in der Bundesverwaltung schreibt sie seit 2001 Kriminalromane und Kurzkrimis, u.a. Die Mutprobe (2006), der für den ORF/MDR verfilmt wurde.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 100
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783709935682
    Verlag: Haymon Verlag
    Größe: 762 kBytes
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Die Mutprobe

1

Die Tische sind U-förmig aufgestellt. Sabine sieht es durchs Fenster. Sie war ewig nicht hier. Nicht, dass sie das Dorf vermisst hätte. Sie hat sich fest vorgenommen, hier herzukommen. Vor ihrem vierzigsten Geburtstag. Und sie hat es geschafft. Eigentlich müsste ich stolz auf mich sein .

Einige haben die Köpfe zusammengesteckt und unterhalten sich. Sabine reißt sich von dem Anblick los und biegt um die Hausecke in Richtung Eingangstür. Der Wirt hinter der Theke grüßt freundlich und deutet zum Extrazimmer.

Sie bleibt einen Moment stehen, die Hand am Türrahmen. Ein paar bekannte Gesichter schauen neugierig zu ihr hin. Sie setzt ein fröhliches Lächeln auf. "Hallo zusammen, ich bin's, die Sabine."

Vereinzelt wird gelacht.

"Hallo. Grüß dich. Servus", wird sie begrüßt.

Sie schüttelt Hände.

"Gerhard, hallo. Elfi, na so was. Grüß dich, Konrad."

Den hätte ich fast nicht wieder erkannt. Alt schaut er aus. Macht das die Glatze? Nur bei zwei Gesichtern muss sie passen. Peinlich, dass mir die Namen nicht eingefallen sind . Sie überspielt es gekonnt, lobt, dass so viele gekommen sind. Nach 25 Jahren haben alle etwas zu erzählen und es zeigt sich, was aus den Wünschen, Träumen und Hoffnungen geworden ist. Einer der ehemaligen Lehrer sitzt am Tischende. Nur er hat sich Zeit genommen?

"Mia ist noch nicht da?" Sabine vermisst die Kollegin. Sie war die einzige, die sich ab und zu bei ihr gemeldet, losen Kontakt gehalten hat.

"Sie kommt später. Steckt irgendwo im Stau."

Sabine schaut sich nach einem Platz um, bemerkt Klaus, der von den Toiletten her kommt. "Klaus, lange nicht gesehen."

Er mustert sie. Es dauert einen Moment, bis er sie erkennt. Sie merkt es am Grinsen, das bis in seine Augen reicht. "Sabine. Ich glaub's nicht. Dass du dich wieder einmal her traust."

Trauen? Ein wahres Wort . Sie geht nicht darauf ein.

"Du hast dich fast nicht verändert", schmeichelt er. "Immer noch das Rauscheengerl mit den blitzblauen Augen."

Christkindl, so haben sie sie manchmal genannt, wegen der hellblonden, gekräuselten Haare. Und Rauscheengel, seit sie beim Krippenspiel als Erzengel Gabriel die Ankunft des Heilands verkündigt hat. Sabine hat diese Spitznamen nie gemocht. "So herzig", haben die Leute immer gesagt und ihr dabei die Wange getätschelt.

"Aber geh. Grau werd ich langsam", schwächt sie ab.

"Seh' ich nicht. Bei dem Licht. Außerdem werden wir alle nicht jünger."

Du hast dich sehr verändert ... der Bart und die Stirnglatze . Auch ein kleines Bäuchlein zeichnet sich unter dem gestreiften Hemd ab. Wahrscheinlich vom Bier .

"Rauchst du?" Klaus hält Sabine die Zigarettenpackung hin.

"Nein danke", lehnt sie ab. "Das hab' ich mir Gott sei Dank schon vor Jahren abgewöhnt."

"Bring mir noch ein Krügerl!", ruft er der Serviererin zu.

Sabine hat Lust auf ein Glas Wein. Nicht, wenn ich später noch fahren muss . "Einen gespritzten Apfelsaft."

Die Kellnerin nickt.

"Und die Karte. Habt ihr schon bestellt?"

"Ich hab' keinen Hunger." Klaus rei

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