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Die Narben aus der Vergangenheit. Tl.2 Teil 4 Erbarmungsloses Leben von Wellen, Sabine von der (eBook)

  • Verlag: neobooks Self-Publishing
eBook (ePUB)
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Die Narben aus der Vergangenheit. Tl.2

Erik und Carolin kämpfen verbissen gegen alles, was ihre Zusammengehörigkeit zerstören will. Doch es gibt eine Gefahr, die sie beide unterschätzen und die schon alle Hebel in Bewegung gesetzt hat, um Carolin von Eriks Seite zu reißen. Niemand ahnt, dass das Schicksal damit seinen Lauf nimmt und ein tödliches Ende einleitet. Ich wurde 1967 in Osnabrück geboren und werde immer Osnabrückerin bleiben, egal wohin mich das Leben verschlägt. Ich war achtzehn Jahre verheiratet und habe drei Kinder. Meine ganze Familie lebt im Osnabrücker Umland ... aber mich verschlug es vor zehn Jahren nach Österreich, wo ich mit meinen Kindern und meinem Lebensgefährten lebe. 2005 veröffentlichte ich mein erstes Buch und begann nach einer 8-Jahren langen Pause 2013 erneut mit dem Schreiben.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 552
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783738085877
    Verlag: neobooks Self-Publishing
    Größe: 908 kBytes
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Die Narben aus der Vergangenheit. Tl.2

Meine Welt

Carolin lässt es sich am Montag erneut nicht nehmen, nach der Schule arbeiten zu gehen.

Ich hatte die Nacht über wieder schlecht geschlafen und auch in der Uni kann ich nur schwer dem Gelaber der Dozenten folgen. Immer wieder schweifen meine Gedanken ab und legen ein düsteres Tuch über mich, das mich immer mehr zu erdrücken droht. Was ist nur aus mir geworden?

Nach dem gestrigen Anruf von Marcel wurde mir erneut klar, wie sehr ich mich an Carolin hänge. Sie ist mein Lebensinhalt und mit ihr steht und fällt alles. Wenn sie sich zu mir bekennt und mir ihre Liebe und Zuneigung so klar vor Augen führt wie gestern, dann baut mich das auf. Aber jeder weitere Gedanke an Marcel, der mit so viel Herz ihr beständig zu zeigen versteht, was sie ihm bedeutet, lässt mich wieder tief fallen. Dazu Tim, der vielleicht immer noch irgendwo lauert, und Julian, den ich gar nicht einschätzen kann. Ich habe Angst, Carolin zu verlieren! Egal, ob durch eine neue Liebe zu jemand anderen, einer alten Liebe zu einem ihrer Exfreunde oder durch die Hand von Julian. Und diese Angst zeigt mir, wie schwach ich geworden bin.

Manchmal denke ich, es ging mir vorher, bevor der kleine, weiße Falter in mein Leben geflogen war, besser. Diese ganzen Gefühle, Ängste und Sorgen machen mich fertig. Was ich niemals für möglich gehalten habe, muss ich nun einsehen: Ich bin zu einem Weichei geworden.

So sehr ich Carolin liebe und daran glaube, sie zu brauchen, es tut mir nicht gut! Und an diesem Vormittag bin ich schon so weit, dass ich sogar glaube, meine Drogen setzten mir zu keiner Zeit so zu wie dieses Mädchen.

Am frühen Nachmittag schreibt mir Ellen, dass sie Carolin brav beim Cafe ablieferte und uns am Abend zum Essen erwartet. Sie kocht selber.

Nah, dass kann ja was werden!

Daniel entgeht mein beständiger Stimmungswechsel nicht, als wir mit dem Mustang am späten Nachmittag Ware zu einem Käufer nach Bad Rothenfelde bringen. Es war ein Eilauftrag, den Walter uns aufbrummte. Mir ist es recht, denn es bringt mich auf andere Gedanken. Das viele Grübeln tut mir nicht gut.

"Was ist los? Ist bei dir und Carolin noch alles im Lot?", fragt Daniel, als ich den Mustang über die A33 jage.

"Ja!", raune ich nur bissig.

Ich spüre Daniel Blick und es dauert, bis er antwortet: "Ich kenne dich!"

Einen schnellen Blick in sein Gesicht werfend, weiß ich nicht, was nun kommt. Er sieht besorgt aus und murmelt: "Du hast die Schnauze voll! Aber das ist normal. Das geht sogar mir ab und an so."

Was will Daniel? Mir das mit Carolin ausreden oder einreden?

Ich antworte nicht.

So fügt er hinzu: "Oder es ist die Paranoia von den scheiß Drogen?"

"Es ist nichts!", knurre ich. "Lass mich einfach in Ruhe!"

Auf dem Rückweg werde ich nervös. Es ist schon spät und mein Kopf projiziert einige Hirngespinste. Eine davon sieht Marcel vor Carolins Cafe warten und sie mit glühenden Augen in Empfang nehmen. Ich bin nicht da, er aber ...

Eine andere Version ist die von Julian, der sich in das Cafe schleicht und Carolin in dem Raum auflauert, in dem wir uns so leidenschaftlich geliebt hatten.

Ich greife nach meinem Handy, was Daniel unruhig werden lässt. Daher fahre ich von der linken Spur auf die rechte und drossele das Tempo. Schnell tippe ich eine SMS in mein Handy: "Warte im Cafe auf mich! Geh nicht alleine nach Hause!"

Als ich sie verschickt habe, schmeiße ich mein Handy in die Ablage, schere wieder links auf die Spur und gebe Gas.

Daniel dreht nur die Musik lauter, sagt aber nichts. Er hat eingesehen, dass ich heute kein guter Gesprächspartner bin.

Am Wall fahre ich in die Taxibucht, springe aus dem Wagen und gehe zur Beifahrertür.

Daniel sieht mir beunruhigt entgegen.

Ich reiße seine Tür auf und brumme: "Nimm du den Mustang mit nach Hause. Ich hole Carolin von der Arbeit ab. Es ist schon spät!"

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