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Die Party Thriller. Wer Glück hat, stirbt als Erster von Winner, Jonas (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.09.2018
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Die Party

Es ist der 31. Oktober - Halloween: Zehn Jugendfreunde freuen sich auf ein Wiedersehen nach vielen Jahren. Brandon, der elfte im Bund, hat sie alle in einen Glasbungalow geladen, der sich auf einem Felsplateau hoch über dunklen Wäldern erhebt. Auf dieser Party will Brandon die Zeit der achtziger Jahre aufleben lassen - was damit beginnt, dass alle ihre Handys abgeben müssen. Doch als die Freunde begrüßt werden, überschlagen sich die Ereignisse. Aus einem vermeintlichen Schockeffekt wird tödlicher Ernst: Ein Kronleuchter löst sich von der Decke und begräbt den Gastgeber unter sich. Ein tragischer Unfall. Oder? In diesem Moment wird der Gesellschaft klar: Unter ihnen ist ein Killer. Die Party beginnt ... ihre letzte Party!

Jonas Winner wuchs in Berlin, Rom und den USA auf, Studium in Deutschland und Frankreich. Nach seiner Promotion über Spieltheorie arbeitete er zehn Jahre lang als Fernsehjournalist, danach folgten Drehbücher fürs deutsche Fernsehen und Romane. Mit dem Self-Publishing-Erfolg "Berlin Gothic" gelang Winner der Durchbruch als Spannungsautor. Besuchen Sie Jonas Winner auf jonaswinner.com und Facebook.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 368
    Erscheinungsdatum: 10.09.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641218980
    Verlag: Heyne
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Die Party

7

"Bleiben Sie noch kurz sitzen." Curtis hatte angehalten und die Wagentür aufgestoßen, sich aber noch einmal zu ihnen umgewandt. "Ich werfe nur rasch den Seilzug an." Er kletterte aus dem Jeep, und sein Umriss verschwand in der Dunkelheit.

Erst jetzt fiel Nick auf, dass sie nicht nur gestoppt hatten, sondern dass Curtis offensichtlich auf eine Art Rampe gefahren war. Eine Rampe, an der rechts und links etwas Schwarzes glitzerte. Scotty stützte sich auf den frei gewordenen Fahrersitz und rief Curtis hinterher: "Hey, wo sind wir?"

Doch von Curtis war nur noch ein Schatten zu erkennen, der sich vor den Fenstern des Wagens auf das Geländer der Rampe zubewegte.

"'Seilzug' hat er gesagt, also sind wir wahrscheinlich auf der Fähre", sagte Ralph. "Der Bergbach ... wie hieß er noch ... erinnert ihr euch nicht? Den gab es doch auch damals schon!"

"Führte nicht eine Brücke darüber?" Ashley schaute zu Ralph.

Der zuckte mit den Schultern. "Keine Ahnung ... aber der Bach war immer großartig. Ganz früher, als Brandon und ich noch klein waren, habe ich ihn mal besucht, im Sommer, und wir haben drin gebadet."

"Seht mal dort!", unterbrach ihn Louise. "Rechts oben!"

Nick zog den Kopf zwischen die Schultern, um durch das Seitenfenster hinaufschauen zu können. Tatsächlich. Fast überall um sie herum ragten die bewaldeten Abhänge schwarz in die Höhe. Nur rechts von ihnen, wo sich ein letzter Rest Tageslicht noch gegen das Hereinbrechen der Nacht stemmte, zeichnete sich eine Kante klar und gerade gegen den blauschwarzen Himmel ab.

Das Haus.

"Das ist er! Der Bungalow von Brandons Eltern. Eine Art Betonfestung, die sie da oben bezogen haben. Man kann sie von hier aus schon sehen." Ralph blickte an Nick vorbei aus dem Fenster.

Curtis' Kopf tauchte wieder in der vorderen Tür auf, die er offen gelassen hatte. "Okay, ich steuere hier draußen die Fähre. Wenn wir am anderen Ufer angekommen sind, führt die Straße direkt zum Haus, das können Sie dann nicht mehr verfehlen."

Er verschwand wieder, und kurz darauf ging ein Ruck durch das Fahrzeug. Der schwere Wagen schaukelte ein wenig hin und her. Offensichtlich hatte die Fähre ihre Überfahrt begonnen. Jetzt erinnerte sich auch Nick wieder. Das war damals schon so gewesen - man musste mit dieser Fähre, die an einem Stahlseil gezogen wurde, ein Flüsschen überqueren.

Curtis erschien wieder im Türrahmen. "Okay, wer von Ihnen übernimmt den Wagen?"

"Wie?" Scotty sah Curtis verwirrt an. "Und Sie?"

"Das hat Vera doch vorhin schon erklärt, Scott", schnaufte Ashley.

Der runde Kopf mit dem muskulösen Nacken streckte sich noch ein Stück tiefer in das Wageninnere hinein. "Ich fahre mit der Fähre allein wieder zurück und laufe die paar Meter zum Pförtnerhäuschen. Dann können Vera und ich heute noch nach Hause. Sie werden sehen, alles, was Sie brauchen, finden Sie oben. Und morgen komme ich mit Vera um diese Zeit wieder zum Haus. Wenn Sie vorher ins Dorf müssen - kein Problem, Brandon kann den Kahn hier auch bedienen." Er zeigte mit dem Daumen über die Schulter nach draußen. "Einfach vorne am Kasten den Startknopf drücken - man kann die Fähre auch holen, wenn sie am anderen Ufer liegt."

Er zog seinen Kopf zurück, ohne eine Antwort abzuwarten.

"Was ist, Nick?" Scotty grinste Nick an. "Fährst du uns das Ungetüm hier rasch vors Haus?"

Nick fühlte einen Ellbogen in der Seite, bevor er etwas sagen konnte. "Alles klar", brummte Ralph neben ihm, "du fährst, Nick. Ich krieg langsam Hunger."

"Hier, du kannst gleich zwischen den Sitzen nach vorne klettern." Scotty lehnte sich auf seinem Beifahrersitz zurück. Na schön - warum nicht . Nick packte die Lehnen der beiden Vordersitze und stemmte sich zwischen ihnen hindurch. Kühl wehte es von der Seite durch die noch offen stehende Wagentür. Jetzt konnte er auch deutlich das Rauschen des Bergbachs hören.

"Gu

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