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Die Plünderer Fahrt ins Verderben von Rebecker, Renate Gatzemeier (eBook)

  • Verlag: neobooks Self-Publishing
eBook (ePUB)
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Die Plünderer

Die beiden Freundinnen Emma und Paula verbringen nach langer Zeit endlich einmal wieder einen gemeinsamen vergnüglichen Abend in den angesagten Kneipen der Stadt. Während einer kleinen Auszeit gegenüber der Cocktailbar werden sie auf einer Parkbank von einem unheimlich wirkenden Mann angesprochen, der ihnen Feuer für die Zigaretten anbietet und im Anschluss daran seine Brieftasche mit tausend Euro verliert. Nach kurzer Überlegung entscheiden sich die jungen Frauen, einen Teil des Geldes in der teuersten Bar der Gegend auszugeben und steigen um Mitternacht in das einzig verfügbare Taxi. Der Fahrer bietet ihnen zur Begrüßung einen Sekt der besonderen Art an, der sie während der Fahrt einschlafen lässt. Als sie wieder erwachen, finden sie sich getrennt voneinander in einem ungewöhnlichen Zimmer wieder.

Renate Gatzemeier wurde am 30. April 1951 in Herzberg am Harz geboren. Seit Anfang der achtziger Jahre lebt sie mit ihrem Ehemann in Duderstadt, einer beschaulichen mittelalterlichen Kleinstadt in Südniedersachsen. In ihrer Freizeit schreibt sie leidenschaftlich gern Thriller, aber manchmal auch Geschichten für Groß und Klein.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 191
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783738043976
    Verlag: neobooks Self-Publishing
    Größe: 849 kBytes
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Die Plünderer

Dienstag, 25. August 2015, 00:40 Uhr, die Übergabe

Mit schnellen Schritten marschierte der 45-Jährige Michael Schuster durch die parkähnliche Anlage, die durch vereinzelte am Wegesrand stehende Solarlampen nur spärlich erhellt wurde. Obwohl er erst zum zweiten Mal hier war, fand er sich in der Dunkelheit gut zurecht. Der weiße Kies knirschte unüberhörbar unter seinen Schuhsohlen und erinnerte ihn an einen frostigen Wintertag, wenn der gefrorene Schnee beim Laufen ähnliche Geräusche verursachte. Je näher er seinem Ziel kam, umso euphorischer wurde er. Die Aussicht auf eine Menge Geld verlieh ihm eine nie gekannte Beschwingtheit mit der er auf das Ende des Anwesens zustrebte, wo sich eine von Bäumen und Büschen eingerahmte Villa befand. Schon von Weitem konnte er durch das dichte Buschwerk einige beleuchtete Fenster ausmachen, die ihm signalisierten, dass sein Auftraggeber zu Hause sein musste. Erleichterung machte sich breit und führte dazu, dass er sein Tempo noch beschleunigte und in einen leichten Trab verfiel. Er kam sich vor wie bei einem seiner morgendlichen Waldläufe, die er drei Mal in der Woche absolvierte und die ihn körperlich einigermaßen fit hielten. Das war auch unbedingt nötig, da er einen Großteil des Tages sitzend in seinem Taxi verbrachte. Von irgendwoher drang Hundegebell an sein Ohr, das ihm Unbehagen einflößte. Er wusste, dass sein Auftraggeber einen Hund besaß, aber gesehen hatte er ihn noch nicht. Hoffentlich bewachte der nicht ohne sein Herrchen das Gelände und hatte etwas gegen Eindringlinge im Allgemeinen. Das erneute Bellen trieb ihn zur Eile an, zumal er die Angelegenheit mit den Mädchen schnell erledigen wollte, um anschließend nach Hause zu fahren. Dort wartete zwar niemand auf ihn, aber nach der langen Spätschicht freute er sich auf sein Bett und auf das eine oder andere Bier, das er nebenbei trinken würde, wenn der Fernseher erst lief. Für morgen hatte er sich vorgenommen von dem leicht verdienten Geld einen Single-Urlaub nach Thailand zu buchen, um sich dort für zehn Tage zu amüsieren. Es kotzte ihn an, dass sein Nachbar ständig von den demütigen Asiatinnen schwärmte und so tat, als würde seine Frau nichts dagegen haben, wenn er allein dorthin reiste. Dabei hatte die Alte Haare auf den Zähnen und passte wie ein Schießhund auf ihren Norbert auf, dass dem bloß kein fremdes weibliches Wesen zu nahe kam.

Der dunkelhaarige Michael Schuster hingegen war seit zwei Jahren Single und bewohnte ein kleines Haus am Ende der Straße in einer abgelegenen Siedlung, wohin sich nur selten jemand verirrte. Er liebte seinen Job als Taxifahrer, auch wenn er sich damit finanziell gerade so über Wasser halten konnte. Seitdem ein Taxigroßunternehmen aus der benachbarten Kreisstadt die Regentschaft über die Kleinstadt und die umliegenden Ortschaften übernommen hatte, mussten die selbstständigen Taxifahrer zusehen, wie sie über die Runden kamen. Früher fuhr er den ganzen Tag über Taxi und nutzte den morgendlichen Trubel der ankommenden Hotel- und Kurgäste aus, um sie zu ihren Unterkünften zu kutschieren. Inzwischen lohnten sich diese Fahrten aber nicht mehr, weil der Vorplatz des Bahnhofs immer von drei schicken Limousinen des Taxi-Großunternehmens Grünewald belagert wurde, dessen Fahrzeuge wesentlich neuer und moderner ausgestattet waren, als das alte Modell von Michael Schuster. Das war auch der Hauptgrund, weshalb sich Schuster unlängst mehr auf die nachmittäglichen und abendlichen Fahrten spezialisiert hatte, wenn die Touristen und Kurgäste die Bequemlichkeit nutzten, um sich für einen angemessenen Preis durch die Gegend gondeln zu lassen. Unter der Woche lohnte es sich ohnehin nicht, länger als bis 24:00 Uhr zu fahren, weil die meisten Besucher von Bars und Clubs am nächsten Morgen aus den unterschiedlichsten Gründen wieder früh aus den Federn mussten.

Heute war eine Ausnahme und Schuster hatte den beiden Mädchen ganz bewusst aufgelauert, die ihm ein

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