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Die Rückkehr des Bösen Kriminalthriller von Kava, Alex (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.07.2006
  • Verlag: MIRA Taschenbuch
eBook (ePUB)
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Die Rückkehr des Bösen

Wieder ist ein Priester ermordet worden. Zunächst glaubt die FBI-Profilerin Maggie O'Dell an einen Serienkiller, muss aber einsehen, dass mehr als ein Täter hinter den heimtückischen Ritualmorden steckt. Bei ihren Nachforschungen taucht sie in eine Welt voller Lügen, Missbrauch und Scheinheiligkeit ein. Um den Fall zu lösen, muss sie ausgerechnet mit dem Mann, der für sie das Grauen schlechthin verkörpert, einen Pakt schließen ... Ein neuer, großartig recherchierter Thriller von Top-Autorin Alex Kava, der mit seiner psychologischer Raffinesse atemberaubende Spannung garantiert! Alex Kava wuchs in einem kleinen Ort mit weniger als 500 Einwohnern im ländlichen Nebraska auf. Sie machte ihren Universitätsabschluss in Kunst und Englisch und verfügt zudem über mehr als 15 Jahre Erfahrung in der Werbe- und Grafikdesignbranche. Ihr Debütroman 'Das Böse' konnte sich auf Anhieb auf der New York Times Bestsellerliste platzieren.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 460
    Erscheinungsdatum: 01.07.2006
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862781867
    Verlag: MIRA Taschenbuch
    Serie: Maggie O'Dell 5
    Originaltitel: A Neccessary Evil
    Größe: 1022 kBytes
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Die Rückkehr des Bösen

2. KAPITEL

Washington, D.C.

Mit einem menschlichen Kopf zu hantieren war alles andere als ein Vergnügen. Jedenfalls war Special Agent Maggie O'Dell dieser Ansicht.

Sie stand an der Uferböschung und sah voller Mitgefühl für den jungen Kriminaltechniker der Spurensicherung auf den unterhalb ihrer Füße liegenden Fundort hinab. Was dem wohl durch den Sinn gehen mochte, während er da im Schlamm kauerte und den Schädel sorgfältig von allen Seiten inspizierte, dachte sie. Sogar Detective Julia Racine, die neben ihm stand, blieb stumm und sparte sich ihre üblichen Kommentare. So still hatte Maggie sie noch nie erlebt.

Stan Wenhoff, der Leiter der Bezirkspathologie, rief zwar die eine oder andere Anweisung hinunter, blieb aber bei Maggie auf der Böschung und machte keinerlei Anstalten, sich nach unten zu begeben. Maggie wunderte sich, dass Stan sich an einem Freitagnachmittag herbemüht hatte, obendrein an einem Feiertagswochenende. Normalerweise hätte er einen seiner Stellvertreter geschickt, aber er musste wohl instinktiv die Chance gewittert haben, in die Schlagzeilen zu kommen. Und Schlagzeilen würde dieser Fall mit Sicherheit machen, daran gab es gar keinen Zweifel.

Maggie ließ ihren Blick über das Wasser auf die Stadt jenseits des Flusses gleiten. Ungeachtet der üblichen Terrorwarnungen bereitete sich Washington auf die Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag vor, zumal bestes Wetter erwartet wurde. Nicht, dass sie irgendwas Großartiges vorgehabt hätte, außer es sich mit Harvey im Garten bequem zu machen. Sie würde, so hatte sie sich gedacht, ein paar Steaks auf den Grill werfen und sich in den neuen Thriller von Jeffery Deaver vertiefen.

Sie strich sich eine Strähne hinters Ohr, obschon die Brise sogleich an einer anderen zupfte. Ja, es hätte ein ausgesprochen angenehmer Sommertag werden können - wäre da nicht dieser abgetrennte Kopf, den jemand hier am sumpfigen Flussufer deponiert hatte. Welchen Grad von Bösartigkeit und Verachtung musste man erreicht haben, um einem Menschen kaltblütig den Schädel abzutrennen und diesen dann wie Abfall einfach irgendwo in die Landschaft zu schmeißen? Ihre Freundin Gwen warf ihr zuweilen vor, sie sei vom Bösen geradezu besessen. Maggie hingegen sah es weniger als Besessenheit denn vielmehr als einen uralten Kreuzzug. Nicht umsonst hatte sie sich für einen Beruf entschieden, dessen Sinn und Zweck die Bekämpfung und Vernichtung des Bösen war.

"Untersuchen Sie auch die Umgebung der Fundstelle!" rief Stan nach unten. "Und dann in den Sack mit dem Ding!"

Maggie warf Stan einen verächtlichen Blick zu. Er hatte leicht reden - hier oben, wo seine auf Hochglanz polierten Schuhe nicht in Gefahr waren und man den Pesthauch des Todes nicht aushalten musste. Doch Maggie wusste, was der arme Kerl da unten vor sich hatte. Zudem war das Flussufer übersät mit Dosen und Fastfood-Verpackungen. Hier, unter der Autobahnbrücke, kamen noch Zigarettenkippen, Kondome sowie sicherlich die eine oder andere Spritze hinzu. Der Mörder war ein Risiko eingegangen, den Kopf ausgerechnet hier abzulegen.

Unter normalen Umständen hätte sie angenommen, dass der Täter planlos gehandelt hatte. Eine derartige Unvorsichtigkeit ließ auf simple Panik schließen. Da es sich hier jedoch bereits um den dritten Kopf handelte, der binnen drei Wochen innerhalb ihres Zuständigkeitsbereiches aufgetaucht war, war Maggie klar, dass von Unbesonnenheit keine Rede sein konnte. Der Täter verfolgte vielmehr eine abartige Strategie.

"Was dagegen, wenn ich runter komme und mir das mal ansehe?" rief Maggie nach unten.

Detective Racine zuckte die Achseln. "Von mir aus", erwiderte sie ohne große Begeisterung, bequemte sich allerdings zum Fuß der Böschung und bot Maggie ihren Arm als Stütze. Maggie winkte ab und hielt stattdessen Ausschau nach irgendetwas, an dem man sich festhalten konnte. Fehlanzeige, es gab weder Wurzeln, noch einen Felsvorsprung, nur Schlick und Gr

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