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Die Sünden der Gerechten Historischer Kriminalroman von Tremayne, Peter (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.11.2020
  • Verlag: Aufbau Verlag
eBook (ePUB)
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Die Sünden der Gerechten

Ein Mord im Paradies. Irland 671: Als Fidelma und Eadulf in dem Dorf Cloichin eintreffen, das den Ruf hat, ein äußerst idyllischer Ort zu sein, wollen die aufgebrachten Bewohner dort gerade einen Mann hängen. Der Wanderarbeiter soll einen wohlhabenden Bauern und dessen gesamte Familie ermordet haben. Fidelma kann ihn gerade noch rechtzeitig vor dem grausamen Tod retten. Bei den Ermittlungen stellt sich heraus, dass die Bewohner viele dunkle Geheimnisse haben. Bevor Fidelma herausfinden kann, ob der Wanderarbeiter wirklich schuldig ist, wird ein neuer Mordanschlag auf ihn verübt. 'Peter Tremayne gehört auf den Krimithron Großbritanniens.' Literaturmarkt

Peter Tremayne ist das Pseudonym eines anerkannten Historikers, der sich auf die versunkene Kultur der Kelten spezialisiert hat. Seine im 7. Jahrhundert spielenden Romane mit Schwester Fidelma sind zurzeit die älteste und erfolgreichste historische Krimiserie auf dem deutschen Markt. Fidelma, eine mutige Frau von königlichem Geblüt und Anwältin bei Gericht, löst darin auf kluge und selbstbewusste Art die schwierigsten Fälle. Wegen des großen internationalen Erfolgs der Serie wurde Peter Tremayne 2002 zum Ehrenmitglied der Irish Literary Society auf Lebenszeit ernannt.

Bisher bei Aufbau erschienen: Die Tote im Klosterbrunnen (2000), Tod im Skriptorium (2001), Der Tote am Steinkreuz (2001), Tod in der Königsburg (2002) und Tod auf dem Pilgerschiff (2002), Nur der Tod bringt Vergebung (2002), Ein Totenhemd für Den Erzbischof (2003), Vor dem Tod sind alle gleich ( 2003), Das Kloster der toten Seelen( 2004) ,Verneig dich vor dem Tod (2005) ,Tod bei Vollmond (2005), Tod im Tal der Heiden (2006), Der Tod soll auf euch kommen (2006) und Ein Gebet für die Verdammten (2007), Das Flüstern der verlorenen Seelen (2007), Tod den alten Göttern (2008), Das Konzil der Verdammten (2008), Der falsche Apostel (2009) , Eine Taube bringt den Tod (2010), Der Blutkelch (2010), Die Todesfee (2011), Und die Hölle folgte ihm nach (2012), Die Pforten des Todes (2012), Das Sühneopfer (2013), Sendboten des Teufels (2014), Der Lohn der Sünde (2015); Der Tod wird euch verschlingen (2016) Tod in der Königsburg - Illustrierte Ausgabe (2016), Die Wahrheit ist der Lüge Tod (2018), Ihr Los ist Finsternis (2018), Wer Lügen sät (2019). Die Sünden der Gerechten (2020).

Mehr Informationen unter www.sisterfidelma.com

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 432
    Erscheinungsdatum: 10.11.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783841225641
    Verlag: Aufbau Verlag
    Serie: Fidelma 31
    Originaltitel: Blood in Eden
    Größe: 2809 kBytes
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Die Sünden der Gerechten

Kapitel 1

Die Menschenansammlung war überschaubar, schien jedoch nicht mehr aus einzelnen Individuen zu bestehen, aus Männern, Frauen und ein paar kleinen weinenden Kindern dazwischen. Die Versammelten waren zu einem bedrohlichen Mob verschmolzen, der sich die Dorfstraße entlangschob wie ein einziger Körper, der von einem einzigen Ziel besessen war. Das Lärmen der Leute steigerte sich zu einem ohrenbetäubenden Brüllen - und war eine Beleidigung für die Sinne. Sogar die erhobenen Arme, mit denen sie Knüppel und Stöcke schwenkten, wirkten wie die Gliedmaßen eines einzigen Wesens. Ein scharfsichtiger Beobachter mochte vielleicht erkennen, dass sie in ihrer Mitte etwas oder jemanden mit sich zerrten. Schließlich sah man, dass es sich um den Körper eines Menschen handelte; eines Mannes, der sich gegen das Seil stemmte, mit dem man ihn vorwärtszog. Auch wenn er verdreckt und von Schlamm bedeckt war, unterschied er sich in einer Hinsicht von dem Mob, der ihn umzingelte, nämlich in der Farbe seiner Haut. Sie war schwarz.

An der Spitze der blindwütigen Menge schritt eine stämmige Gestalt, die sich ab und zu umdrehte, um die Leute durch Zurufe und Gesten zu ermutigen, wobei die Stimme des Anführers immer wieder von ihren Schreien und hasserfüllten Parolen übertönt wurde. Er trug eine wollene schwarze Mönchskutte und um den Hals an einem Lederband ein silbernes Kreuz. In einer Hand hielt er einen eigentümlich geschnitzten Schwarzdorn-Stecken.

Der Mob trieb seinen Gefangenen mit unsanften Stößen die Hauptstraße des Dorfes entlang, die gesäumt war von armseligen dunklen Häusern, wie sie für viele ländliche Siedlungen in dieser Gegend typisch waren. Vor manchen Haustüren standen schweigende Gaffer. Als die aufgebrachte Menge sich einem der Häuser näherte, flog die Tür auf; eine junge Frau, die sich offensichtlich aus dem festen Griff mehrerer Frauen losgerissen hatte, stürmte ins Freie und eilte auf einen gut aussehenden jungen Mann zu, der gerade vom Pferd gesprungen war und sich dem stämmigen Mönch in den Weg stellte. Zwei muskulöse Kerle packten ihn an den Armen. Er versuchte verzweifelt, die beiden abzuschütteln, doch sie hielten ihn fest umklammert.

»Bruder Gadra!«, schrie er. »Ich befehle dir, dem ein Ende zu setzen. Hör auf mit diesem Wahnsinn!«

Der Mönch blieb abrupt stehen, so dass der Mob hinter ihm unfreiwillig anhalten musste und sein wütendes Gejohle allmählich verebbte.

Bruder Gadra wandte sich mit zusammengekniffenen Augen zu dem jungen Mann um und zischte: »Ich tue hier Gottes Werk und sorge für Gerechtigkeit; eigentlich wärst du dafür zuständig, Fethmac von Cloichín.«

»Ich bin der bó-aire, der Schultheiß dieses Dorfes. Ich bin hier der Vertreter des Gesetzes.«

Bruder Gadra warf den Kopf zurück und lachte spöttisch.

»Der Schultheiß, was du nicht sagst«, höhnte er. »Du bist ja fast noch zu jung, um dich zu rasieren. Was weißt du denn schon von Gerechtigkeit? Du kennst nicht mal das einheimische Gesetz und bist völlig ungeeignet, als Brehon aufzutreten und von deinen Mitmenschen Respekt einzufordern. Jedenfalls hast du keine Ahnung von den Gesetzen der Kirche, nach denen wir alle leben sollten; wir können allein auf unseren höchsten Richter und Schöpfer vertrauen.«

Der junge Mann namens Fethmac ging nicht auf Bruder Gadras herablassenden Tonfall ein.

»Ich kenne meine Pflichten, Bruder. Und ich sage es noch einmal: Als euer Schultheiß bin ich der Einzige hier, der im Namen von Recht und Gerechtigkeit sprechen darf. Was ihr da tut, ist falsch. Lasst diesen Mann frei.«

Er deutete auf den Gefangenen, der jetzt mit Schlamm bedeckt am Boden lag, während seine Peiniger ein Ende des Seils in Händen hielten.

Angesichts der Autorität in den Worten des jungen Schultheiß' machte sich in der Menge Unruhe bemerkbar.

»Du glaubst also, diese ... diese Bestie ... ist ein Mensch?«, höhnte Bruder Gadr

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