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Die Sünden unserer Väter Roman von Goddard, Robert (eBook)

  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
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Die Sünden unserer Väter

Familienehre, Verrat und Mord - verwoben zu einem mitreißenden Drama: "Die Sünden unserer Väter" von Robert Goddard jetzt als eBook bei dotbooks. Ein malerisches französisches Dorf an der Somme birgt ein erschütterndes Geheimnis ... Gemeinsam mit ihrer Mutter Leonora besucht die junge Penelope Galloway die Gedenkstätte Thiepval. Hier wird an die britischen Gefallenen erinnert, die im Ersten Weltkrieg ihr Leben gaben - so wie Leonoras Vater, den sie nie kennengelernt hat. Doch als Penelopes Blick auf das Todesdatum ihres Großvaters fällt, ist sie erschüttert: Er fiel ein ganzes Jahr vor Leonoras Geburt ... Und dies ist nur Penelopes erster Schritt auf einer Reise in die geheimnisvolle Vergangenheit ihrer Familie, bei der sie auf eine Geschichte stößt, die von Verlust, Täuschung, Liebe und Hass erzählt - und von einem Mord auf dem Anwesen ihrer vorgeblichen Großeltern, der nie aufgeklärt wurde ... "Der beste Roman, den ich seit langer Zeit gelesen habe!" Philippa Carr "Eine 600-seitige Bombe!" Daily Mirror Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der abgründige Kriminalroman "Die Sünden unserer Väter" von Robert Goddard. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Robert William Goddard, geboren 1954 in Fareham, ist ein vielfach preisgekrönter britischer Schriftsteller. Nach einem Geschichtsstudium in Cambridge begann Goddard zunächst als Journalist zu arbeiten, bevor er sich ausschließlich dem Schreiben von Spannungsromanen widmete. Robert Goddard wurde 2019 für sein Lebenswerk mit dem renommierten Preis der Crime Writer's Association geehrt. Er lebt mit seiner Frau in Cornwall. Robert Goddard veröffentlichte bei dotbooks auch die folgenden Kriminalromane: "Im Netz der Lügen" "Der Preis des Verrats" "Eine tödliche Sünde" "Ein dunkler Schatten" "Denn ewig währt die Schuld" "Das Geheimnis von Trennor Manor" "Und Friede den Toten" "Das Geheimnis der Lady Paxton" "Das Haus der dunklen Träume" Robert Goddard veröffentlichte bei dotbooks weiterhin die historischen Kriminalromane: "Die Sünden unserer Väter" "Die Schatten der Toten" "Jäger und Gejagte" "Die Klage der Toten" "Der Kartograf von London" Robert Goddard veröffentlichte außerdem bei dotbooks seine drei Kriminalromane mit dem Ermittler Harry Barnett: "Dunkles Blut" "Dunkle Sonne" "Dunkle Erinnerung"

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 440
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783961489183
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 947 kBytes
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Die Sünden unserer Väter

PROLOG

Wenn durch deine Träume
Millionen sprachloser Toter
In bleichen Bataillonen ziehn,
Sprich keine Worte voller Mitleid
Wie andere Männer es getan haben,
Denn es ist nicht nötig.

Dies ist der Tag und dies ist der Ort, wo ein Traum eine plötzliche Wendung nimmt und ein altes Geheimnis gelüftet wird. Dies ist Thiepval, wo der beklemmende Nebel eines Herbstmorgens das Mahnmal unseres kollektiven Gewissens, ein mächtiges, geschwungenes Gebilde aus Backstein, kaum mehr verbergen kann: das Soldatendenkmal der Schlacht an der Somme. Und dies ist der Ort, wohin Leonora Galloway ihre Tochter gebracht hat, um ihr das zu erzählen, was sie ein Leben lang beschäftigt hat.

Für Monsieur Lefebvre, Taxifahrer aus Amiens, ist es lediglich eine weitere Fahrt, wenn auch eine einträglichere als die meisten anderen. Mutter und Tochter, beide elegant gekleidet, die ihre Eisenbahnfahrt von Calais nach Paris unterbrachen und ihn in stockendem Französisch mit englischem Akzent baten, sie die achtundzwanzig Kilometer in nordöstlicher Richtung über die schnurgerade Straße nach Albert zu fahren und dann weiter in die Hügel über dem Ancretal zum "Memorial Britannique de Thiepval". Natürlich lehnte er nicht ab, obwohl für ihn die Erinnerung an einen derart lang zurückliegenden Krieg keinerlei Reiz hat. Für Monsieur Lefebvre existiert die Vergangenheit so gut wie nicht, und er fühlt sich so auch wohl. Gehorsam ist er zu dem Ort gefahren - der Nebel hat sein Tempo nicht im geringsten beeinflußt -, und nun sitzt er im Taxi, raucht eine Zigarette und beobachtet, wie die Uhr seines Taxameters tickt. Gelegentlich schnippt er Asche zu den Platanen, die den Parkplatz säumen, und sinniert der müßigen Frage nach, wie lange seine Fahrgäste wohl an diesem gottverlassenen Fleckchen Erde verweilen wollen.

Sie sind schon vor einiger Zeit aufgebrochen und den Kiesweg zum Mahnmal hinaufgegangen, das vom Nebel verhüllt und von Tannen umrahmt wird. Oben ragt es aus seinem Leichentuch: riesig, unproportioniert, merkwürdig fremd in der schweigenden Demut der Landschaft. Die beiden Besucherinnen breiten Anoraks auf die lange geschweifte Steinbank dem Mahnmal gegenüber und setzen sich. Sie schauen zu, wie es allmählich aus dem Nebel auftaucht, der von der Sonne weggebrannt wird.

Leonora Galloway ist eine siebzigjährige Dame von feiner Herkunft, groß, schlank und grauhaarig. Ihre Tochter Penelope, fünfunddreißig Jahre jünger, sieht ihr verblüffend ähnlich: die gleiche Größe, das gleiche offene Gesicht mit den hohen Backenknochen, strohblonde, bis auf die Schultern fallende Haare, die eines Tages genauso grau und kurz geschnitten sein werden wie die ihrer Mutter. Vielleicht ist sie nicht so entschlossen, nicht so energisch, möglicherweise aber geduldiger, sanfter, vielleicht auch zuverlässiger. Ein Teil von Penelopes Charme liegt darin, daß sie frühzeitig die Tugenden älterer Menschen angenommen hat, Leonoras Charme beruht hingegen darauf, daß sie sich ihnen widersetzt.

Leonoras Ehemann war zu Beginn des Jahres völlig überraschend in ihrem Cottage in Somerset gestorben. Sie trug es mit der Kraft und Fassung, die man von ihr erwartete. Sechs Monate später ist sie nun zu einem Urlaub nach Paris aufgebrochen, der ihr helfen soll, sich an das einsame Leben zu gewöhnen. Von ihren beiden Kindern wählte sie Penelope als Begleitung, da diese schon lange an ein ebenso einsames Leben gewöhnt ist und im Gegensatz zu ihrem verheirateten und gutsituierten Bruder eine Eigenschaft besitzt, auf die Leonora großen Wert legt: die Fähigkeit zu denken.

Aus Penelopes Sicht sprach ebenfalls nichts gegen dieses Abenteuer. Während der dreißig Jahre, an die sie sich recht gut erinnern kann, hat sie ihre Mutter nie durchschaut. über ihre eigene Vergangenheit hat sie sich stets merkwürdig zurückhaltend und ausweichend geäußert. Neugierde nagt an Penelope, was diese seltsam distanzierte Frau anbelangt, die ihr

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