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Die Schule der Spielleute Historischer Roman von Bonn, Susanne (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.07.2010
  • Verlag: Gmeiner-Verlag
eBook (PDF)
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Die Schule der Spielleute

Worms, im Jahre 1339. In einer Spielmannsschule treffen Fahrende aus allen Teilen Europas zusammen, um Wissen und Erfahrungen auszutauschen, aber auch, um sich für die großen Fürstenhöfe zu empfehlen. Ein begehrtes Ziel ist die Residenz des Grafen von Geldern. Auch die jungen Musiker Elbelin und Gottfrid sind dorthin unterwegs. Was sie nicht ahnen: Das spielerische Kräftemessen soll sich schon bald zu einer tödlichen Tragödie auswachsen ... Susanne Bonn, geboren 1967 in Bensheim, studierte Geschichte und lebt nach längeren Abstechern in die Niederlande und in die Pfalz wieder im Odenwald. Seit 1998 arbeitet sie als freiberufliche Übersetzerin und Lektorin. Mit dem historischen Krimi 'Der Jahrmarkt zu Jakobi' gab sie im Herbst 2008 ihr erfolgreiches Debüt als Romanautorin.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 12.07.2010
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783839235096
    Verlag: Gmeiner-Verlag
    Größe: 897 kBytes
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Die Schule der Spielleute

Laetare (S. 272-273)

Alheit hätte nicht sagen können, auf welchem Weg sie nach Frankfurt gekommen waren oder ob sie unterwegs gerastet hatten. Gegessen, getrunken, geschlafen. Baldwin hatte sie mit immer neuen Fragen und Überlegungen traktiert, wohl, um sie wach zu halten auf ihrem Eilmarsch. Um ihre Gedanken von Franz abzulenken. Doch das gelang ihm nicht. Jede Erinnerung an die Ereignisse in Worms führte schließlich in das Verließ des Stadthauses.

Mochte Herr Heinrich auch einen Wächter abstellen, der dafür sorgen sollte, dass es den Gefangenen nicht allzu schlecht erging, eine angenehme Herberge konnte er aus dem Loch nicht machen. Daran dachte sie, als sie nun in einem heruntergekommenen und voll belegten Gasthof ein Lager für sich und Baldwin bereitete. Ihr Körper wäre am liebsten nicht mehr aufgestanden aus dem Stroh, aber sie durfte den halben Tag nicht verschlafen, der ihnen noch blieb.

Bei Wein und Bohnen stärkten sie sich, und als ihre Lebensgeister langsam wiederkehrten, begannen sie zu überlegen, wie sie den Rest des Tages nutzen konnten. Sie mussten die Köpfe sehr eng zusammenstecken, um einander im Tumult der Gaststube verstehen zu können. "Wie, glaubst du, können wir in diesem Gewimmel Robert finden?"

Baldwin starrte besorgt in das bunte Gedränge vor ihm. Alheit antwortete: "Gottfrid werden wir leichter finden. Wir wissen ja, wo er hinwollte. Und vielleicht kann uns jemand von diesen vielen sagen, wo der Erzbischof von Trier und der Graf von Geldern Hof halten." Baldwin nickte. "Was ist mit dem Boten des Platzmeisters? Glaubst du, er ist schon hier?" "Bestimmt." Alheit rechnete nach. "Er ist fast einen ganzen Tag vor uns aufgebrochen. Wenn er auch noch ein Pferd hatte ..." Ihr Körper sackte in sich zusammen. "Dann müssen wir zusehen, dass wir ein Geständnis des Mörders bekommen und ein Pferd dazu."

"Wie willst du das anfangen?" "Genau weiß ich es auch noch nicht. Als Erstes müssen wir Gottfrid finden und erfahren, was der Erzbischof oder seine Leute zu der Sache sagen. Vielleicht hat es gar keine so große Eile." Alheit schnaubte. Wenn man gerade einen dünnen, aber halbwegs schmackhaften Bohneneintopf gegessen hatte, sagte sich das leicht. Franz dagegen würde jede Stunde doppelt zählen. Auf Baldwins Frage wies ein Händler aus Regensburg sie zum Karmeliterkloster. "Der Erzbischof und sein Gefolge sind gestern erst eingetroffen. Ich glaube nicht, dass ihr da heute schon mit Amtshändeln ankommen könnt." Grinsend fuhr er fort: "Ein Dispens? Ist der so eilig?"

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