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Die schwarze Fledermaus 02: Der Sarg von Jones, G. W. (eBook)

  • Erschienen: 08.12.2014
  • Verlag: BLITZ-Verlag
eBook (ePUB)
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Die schwarze Fledermaus 02: Der Sarg

Neue Bearbeitung!!!! Die Kult-Reihe aus den USA! Eine merkwürdige Serie von Diamantendiebstählen im großen Stil erschüttert Chicago. Als ein Freund von Tony Quinn den ehemaligen Staatsanwalt um Hilfe bittet und kurz darauf offenbar Selbstmord begeht, greift die Schwarze Fledermaus ein. Doch der dunkle Jäger bekommt es mit einer unerbittlichen Verbrecherbande zu tun. Carol Baldwin wird entführt und Tony Quinn findet sich in einem Steinsarg wieder, aus dem eine Flucht unmöglich erscheint. DEUTSCHE ERSTVERÖFFENTLICHUNG!

Produktinformationen

    Größe: 1439kBytes
    Herausgeber: BLITZ-Verlag
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 176
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    ISBN: 9783957190024
    Erschienen: 08.12.2014
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Die schwarze Fledermaus 02: Der Sarg

Kapitel II - Die Pflicht ruft

Der noble Sportwagen hielt vor einem gepflegten, beschaulich gelegenen Anwesen in einem der vornehmeren Viertel der Stadt. Uralte Eichen und Ulmen umgaben das Haus, sorgfältig geschnittene Hecken und vielfarbige Blumenbeete machten das Grundstück zu einer Augenweide, was aber nur derjenige sehen konnte, der es betreten durfte. Auf einem Schild aus unbehandeltem Eichenholz an der hohen Grundstücksmauer stand der Name des Besitzers: TONY QUINN. Ein Mann stieg aus dem Flitzer und hastete den Weg hinauf zum Haus. Philip Harriman hatte allen Grund, sich zu beeilen. Sein ansonsten gepflegtes, weltmännisches Äußeres, für das seine treuesten Kunden ihn achteten, ging ihm gerade völlig ab. Schwerlich wäre man darauf gekommen, es mit einem wohlhabenden, allseits bewunderten Mann zu tun zu haben, dem eines der drei größten Edelsteingeschäfte des Landes gehörte, denn er sah eher aus wie ein grämlicher Makler voller Verzweiflung nach einem Börsensturz. Auf sein Läuten hin ging die Tür fast sofort auf, als habe der Bedienstete ihn kommen sehen. Harriman kannte Tony Quinns Butler Norton Silk Kirby, der ihm vertraulich zunickte. Silk entsprach vom Aussehen her kaum den gängigen Vorstellungen von einem Diener im Haus eines reichen Mannes. Dazu wirkte er zu verschlagen, sein Blick zu aufgeweckt, der Mund zu schmal unter seiner spitzen, dünnen Nase und der fliehenden Stirn. "Ich werde Sie als Gast ankündigen", sagte er.

"Lassen Sie mich sofort zu ihm", bat Harriman. "Es ist furchtbar dringend."

Silk hielt den Juwelier mit der Hand zurück. "Tut mir leid, Sir, aber Mister Quinn empfängt selten Gäste, seit er ... sein Augenlicht verloren hat. Er ist sehr empfindlich geworden, müssen Sie wissen."

"Aber es handelt sich um ein ungeheuer wichtiges Anliegen. Es geht um Millionen!", platzte Harriman heraus. "Tony ist nach wie vor mein Anwalt. Blindheit hin oder her: Ich brauche seine Hilfe."

Obwohl Silk nicht von seiner Entscheidung abrückte, übersah er Harrimans Beklemmung keineswegs. Also gewährte er ihm mit einer Geste Einlass und führte ihn ins geräumige Wohnzimmer. In einem großen Ledersessel vor dem Kamin saß ein schlanker, stattlicher Mann. Er hatte sich aufgerichtet und den Kopf leicht zur Seite geneigt, als sei ihm das Gespräch im Empfangssalon nicht entgangen. Seine Augen schauten jedoch geradeaus, leer und glasig, wie es bei Blinden üblich ist. Sein Gesicht bot keinen schönen Anblick, denn vor allem die Augenpartie war von tiefen, hässlichen Narben gezeichnet, was Quinn zu einer unheilvollen Erscheinung machte.

Der Besucher trat vor. "Tony Quinn, ich bin es, Phil Harri man. Ich muss mit Ihnen sprechen."

"Treten Sie ein, Phil, und setzen Sie sich in den grünen Sessel. Dort verstehe ich Sie sehr gut." In ihrer Ausdrucks losigkeit war die Stimme des Anwalts nur ein schwaches Aufbäumen im Vergleich zu der Urgewalt, mit welcher er früher Geschworene mitgerissen und Verbrecher das Fürchten gelehrt hatte. Mit seiner Sehkraft schien Tony Quinn auch andere Eigenschaften verloren zu haben. Enttäuschung und Verlassenheit schwangen in seinem Tonfall mit.

Als Harriman Platz genommen hatte, zog sich Silk unauffällig zurück. Der Juwelier steckte sich eine Zigarette an. "Sie sind ein Wunder, Tony", bemerkte er. "Jedes Mal, wenn ich Sie besuche, beschreiben Sie mir exakt, wo ich mich hinsetzen soll und wie der jeweilige Stuhl aussieht."

Quinn lächelte müde. "Ich behalte stets in meinem Kopf, wo die Möbel stehen", erklärte er. "Bewegt ein Blinder sich, muss er genau wissen, wo sich Hindernisse auftun, über die er stolpern könnte. Nun aber zu Ihnen, Phil: Was bedrückt Sie? Ich höre Ihnen an, dass Sie Kummer haben."

"Ich benötige Ihren Rat", erwiderte Harriman rasch. "Bevor Sie zum besten Bezirksstaatsanwalt beordert wurden, den wir jemals hatten, arbeiteten Sie für Privatklienten, zu denen auch ich gehörte. Ich betrachte S

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