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Die siebte Plage Roman von Rollins, James (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.11.2018
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Die siebte Plage

Eine lebende Mumie, die ägyptischen Plagen und ein uraltes Geheimnis im Wüstensand: Die Sigma Force steht vor ihrer bislang größten Herausforderung.
Harold McCabe war ein renommierter Archäologe, bis er unter mysteriösen Umständen starb. McCabe erforschte die zehn biblischen Plagen, und seit seinem Tod häufen sich die Hinweise, dass sich die Geschichte wiederholt. Doch bevor Painter Crowe, Direktor der Sigma Force, nachforschen kann, vernichtet eine Gruppe von geheimnisvollen Attentätern alle Beweise. Was hat McCabe entdeckt? Und wieso hat er in seinen Notizen "Die siebte Plage" hervorgehoben? Die Suche nach Antworten führt die Agenten der Sigma Force in die Wüste des Sudan - zu einer Pyramide unter dem Sand ...

Neueste Technologiekenntnisse und fundierte wissenschaftliche Fakten, genial verknüpft mit historischen und mythologischen Themen - all das macht die Abenteuerthriller von James Rollins zum einzigartigen Leseerlebnis. Mit dem Auftakt zu seiner hoch spannenden Reihe um die Sigma Force feierte er international bereits riesige Erfolge. Der passionierte Höhlentaucher James Rollins betreibt eine Praxis für Veterinärmedizin in Sacramento, Kalifornien.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 592
    Erscheinungsdatum: 19.11.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641219352
    Verlag: Blanvalet
    Serie: SIGMA Force .12
    Originaltitel: The Seventh Plague (Sigma Force 12)
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Die siebte Plage

Frühling, 1324 v. Chr.
Nubische Wüste, Südägypten

Die Hohepriesterin kniete nackt im Sand und wusste, dass die Zeit gekommen war. Die Omen waren deutlich, wurden dringlicher, verwandelten sich in Gewissheit. Im Westen baute sich ein Sandsturm auf, der blaue Himmel dunkelte ein, durchzuckt von Blitzen.

Der Gegner hatte sie fast erreicht.

Zur Vorbereitung hatte Sabah sich am ganzen Leib rasiert, auch die Brauen über den geschminkten Augen. Sie hatte in den beiden Zuflüssen gebadet, die in nördlicher Richtung aus der Wüste kamen und sich an diesem heiligen Ort zu dem mächtigen Strom vereinigten, den die alten Könige der heqa khaseshet Nahal nannten . Sie vergegenwärtigte sich seinen gewundenen Lauf, der an Luxor, Theben und Memphis vorbeiströmte und schließlich jenseits des fruchtbaren Deltas ins große blaue Meer mündete.

Diese Gegend kannte sie nur vom Hörensagen.

Aus den Geschichten über unsere alte Heimat, diesen Ort der grünen Felder und Palmen, das Leben gegliedert von den Überschwemmungen des Nahal ...

Aus diesem Land war Sabahs Volk vor über hundert Jahren geflohen, hatte die Zeit der Plagen, des Hungers und des Todes hinter sich gelassen, gejagt von einem längst verstorbenen Pharao. Die meisten anderen Stämme im Delta hatten Zuflucht in der Wüste im Osten gesucht, hatten dort Land erobert und ein eigenes Königreich gegründet - ihr Stamm aber hatte weiter im Süden gelebt, am Fluss in der Nähe des Dorfs Djeba. Im oberägyptischen Distrikt Wetjes-Hor , Thron des Horus.

In jener Zeit der Dunkelheit und des Todes hatte ihr Stamm sich aufgerafft und war flussaufwärts geflohen, bis über die Grenze des ägyptischen Reiches hinaus in die Nubische Wüste. Ihrem Stamm hatten Gelehrte und Schreiber, Priester und Priesterinnen, Bewahrer des großen Wissens angehört. Sie hatten sich in die unbewohnte Weite Nubiens zurückgezogen, um ihr Wissen in den bewegten Zeiten nach den Plagen zu bewahren, als Ägypten von Fremden aus dem Osten besetzt gewesen war, einem wilden Volk mit schnelleren Streitwagen und stärkeren Bronzewaffen, mit denen sie die geschwächten ägyptischen Städte eroberten, wobei kaum ein Pfeil abgefeuert wurde.

Doch die Zeit der Dunkelheit hatte geendet.

Ägypten erstarkte erneut, verjagte die Invasoren, feierte seine zahlreichen Siege mit der Errichtung von Monumenten und breitete sich in alle Richtungen aus.

" Hemet netjer ... ", flüsterte hinter ihr Tabor, ihr nubischer Diener.

Vielleicht spürte er ihre Beklommenheit, oder aber er wollte sie an ihre Rolle als hemet netjer erinnern ... als Gottesdienerin. "Wir müssen aufbrechen."

Sie verstand und erhob sich.

Tabor blickte zum Sturm im Westen hinüber, offenbar der Ursprung ihrer Besorgnis, doch Sabah bemerkte eine Rauchfahne genau im Norden, wo am fünften Katarakt des Nahal eine Stadt zerstört wurde, die neueste Eroberung des ägyptischen Heeres. Schon bald würden die Soldaten auch diesen mächtigen Zusammenfluss erreichen.

Zuvor mussten Sabah und die anderen Angehörigen ihres Ordens das verstecken, was sie über hundert Jahre lang bewahrt hatten, ein Wunder wie kein anderes: eine Gabe Gottes, ein Heilmittel, verborgen in einem Fluch.

Während sie beobachteten, wie die Ägypter am Fluss entlang vorrückten und Stadt um Stadt zerstörten, hatten sie tausend Tage lang Vorbereitungen getroffen, darunter rituelle Reinigungen, die sie und ihren Orden zu vollkommenen Gefäßen für den Segen Gottes machen sollten.

Sabah war die Letzte, der die Umwandlung gestattet werden sollte, nachdem sie bereits viele ihrer Brüder und Schwestern auf diesem Weg beaufsichtigt und angeleitet hatte. Wie die anderen hatte sie der Hirse und dem Korn ein Jahr lang entsagt und sich allein von Nüssen, Beeren, Baumrinde und einem Tee aus einem fremdländischen Harz ernährt. Im Lauf der Zeit war ihr Fleisc

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