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Die Signatur des Mörders Roman von Kuhn, Krystyna (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.02.2009
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Die Signatur des Mörders

Drei grausame Todesfälle, ein bisher unbekanntes Kafka-Manuskript und ein verdächtiger Professor Staatsanwältin Myriam Singer und Kommissar Henri Liebler stehen vor einem Rätsel: Die aus Prag stammende Tänzerin Helena Baarova wurde zu Tode gepeitscht, der Student Justin Brandenburg in seiner Wohnung in einen Käfig gesperrt, wo er verhungerte. Nichts verbindet die Toten außer einem eingeritzten Kreuz im Nacken; außerdem kannten beide den Kafka-Spezialisten Milan Hus. Dann verschwindet der Assistent von Hus spurlos, und der Professor wird verhaftet. Aber Myriam glaubt nicht an seine Schuld. Sie hat vielmehr das ungute Gefühl, dass sie und Liebler auf der ganz falschen Fährte sind ... Der Krimi zum Kafka-Jahr 2008! Krystyna Kuhn, 1960 als siebtes von acht Kindern in Würzburg geboren, studierte Slawistik, Germanistik und Kunstgeschichte, zeitweise in Moskau und Krakau. Sie arbeitete als Redakteurin und Herausgeberin und schrieb Gedichte sowie Kurzgeschichten. Krystyna Kuhn lebt mit Mann und Tochter im Spessart.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 415
    Erscheinungsdatum: 02.02.2009
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641017941
    Verlag: Goldmann
    Größe: 526 kBytes
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Die Signatur des Mörders

20 (S. 215-216)

Filip Cerny setzte sich auf und legte die Zeitung beiseite. Er genoss die ruhe in der Wohnung, stellte sich vor, wie es wäre, allein zu leben. Vielleicht könnte er, wenn die alte Hodrova starb, in die Mansardenwohnung über dem Laden ziehen. Gelangweilt starrte er auf den Fernseher, in dem noch immer Pavels Lieblingssendung lief. Die Dinge verkomplizierten sich. Es gab zwei Interessenten, Lionel rosten berg und Milanhus, doch der Verkäufer schickte lediglich kurze Antworten: Die Zeit sei noch nicht reif, der Welt die Wahrheit zu verkünden. Wollte er nicht mehr verkaufen? Oder den Preis in die Höhe treiben?

Filip Cerny war verwirrt. Er hatte keine Ahnung, wie er reagieren sollte. Er hätte schon längst wieder seinen Vater besuchen müssen, doch wartete er ab, bis er diesem die Sensation verkünden konnte. Wenn alles unter Dach und Fach war und Milanhus wollte die Manuskripte unbedingt. Was konnte das an der es bedeuten, als dass die se echt waren? Bis her unbekannte Fassungen zweier Kafka Erzählungen sind in einem kleinen Antiquariat in der Beneditskagasse in Prag auf getaucht. Sie lagen jahre lang auf dem Dachboden des Hauses, in dem Max Brod gewohnt hat. na, Va ter, wie klingt das? und dein Sohn hat sie aufgespürt.

Für die Echtheit der Manuskripte bürgt der renommierte Professor Dr. Milan Hus von der Goethe Universität in Frankfurt, einer der größten Kafka Spezialisten, den die Literaturwissenschaft kennt. Wie sich Professor Hus gegenüber der Presse äußerte, handelt es sich bei den Fassungen auch inhaltlich um eine Sensation. Kafka müsse in Zukunft völlig neu interpretiert werden. Er könne nicht länger als der introvertierte, unter drückte Autor gesehen werden, sondern als ein Schriftsteller, der das neurotische Zeitalter, das Zeit alter der AggressioneA für die Feuilletons der großen Zeitungen, Aufsätze für die einschlägigen Wissenschaftlichen Zeitschriften.

Vielleicht wäre es wirklich nicht schlecht, wenn der Finder unbekannt bliebe. Es gäbe der Angelegenheit einen geheimnisvollen Touch. Geheimnisse waren gut. Zumindest eine Zeit lang. Warum besaß der unbekannte nicht den Mut, die Manuskripte selbst an die Öffentlichkeit zu geben? Nein, er war auf das ur teil von Fachleuten an gewiesen. Wenn Milanhus die Texte für echt hielt, würde niemand es wagen zu widersprechen.

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