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Die Spur Roman von Mills, Kyle (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.04.2016
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Die Spur

FBI-Agent Mark Beamon soll in Arizona nach einem entführten Mädchen suchen, dessen Eltern kaltblütig ermordert wurden. Bald steckt Beamon Hals über Kopf in Schwierigkeiten, denn hinter den Drahtziehern der Entführung steckt eine international operierende Sekte, deren Macht bis in die höchsten politischen Zirkel reicht. Der zweite Thriller mit Mark Beamon als FBI-Ermittler bietet Hochspannung auf höchstem Niveau. Kyle Mills ist in seiner Heimat längst Dauergast in den Bestsellerlisten. Kyle Mills, Jahrgang 1966, lebt in Jackson Hole, Wyoming, wo er sich neben dem Schreiben von Thrillern dem Skifahren und Bergsteigen widmet. In den USA ist Kyle Mills mit seinen Romanen regelmäßig in den Bestsellerlisten zu finden und gilt neben Tom Clancy, Frederick Forsyth oder David Baldacci als Erneuerer des intelligenten Politthrillers.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 100
    Erscheinungsdatum: 28.04.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641198626
    Verlag: Heyne
    Größe: 3491 kBytes
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Die Spur

EINS

Tragischer Herzanfall im zarten Alter von fünfzehneinhalb , dachte Jennifer Davis. So würde es morgen in der Zeitung heißen.

Sie stellte sich in die Pedale, musste sich aber wieder setzen, als das Hinterrad ihres Mountainbikes die Bodenhaftung verlor. Über die Hälfte der letzten Steigung hatte sie zwar geschafft, doch langsam hatte sie das Gefühl, ihre Lungen seien mit heißem Teer gefüllt, und noch schlimmer war, dass das unverkennbare Knirschen von Reifen immer näher kam.

Jennifer blickte über die Schulter, ohne den prachtvollen Sonnenuntergang zu beachten, der selbst den Smog über Phoenix durchdrang, und schaute nur auf das Gesicht ihres Verfolgers.

Erfreulich, dass er in schlechter Form zu sein schien. Sein Mund stand weit offen, und trotz der trockenen Kälte in der Wüste strömte ihm der Schweiß buchstäblich die Nase hinunter.

Weniger erfreulich war, dass sie sich so fühlte, wie er aussah.

Der Anstieg wurde etwas flacher, und Jennifer stand wieder auf. Diesmal blieb der Reifen am Boden, und sie schaffte es mit letzter Kraft, ein wenig zu beschleunigen und die Führung zu halten.

Das Keuchen hinter ihr wurde lauter, was bedeutete, dass es ihrem Verfolger gelungen war, die Distanz zwischen ihnen zu verringern. Jennifer lenkte widerwillig etwas nach rechts, um ihm Platz zu machen, senkte dann den Kopf und trat entschlossen in die Pedale.

Ungefähr fünfundzwanzig Meter vor dem Gipfel war er nur noch wenige Zentimeter hinter ihr - und gab plötzlich auf! Sie hörte einen erstickten Fluch und das unverkennbare Klicken, als er in einen niedrigeren Gang schaltete.

Jennifer blieb in den Pedalen stehen für den Fall, dass es nur ein Trick war oder er sich noch mal fing, aber bei einem raschen Blick über die Schulter sah sie, dass er vom Rad gestiegen war und es langsam bergauf schob.

Endlich hatte sie den Gipfel erreicht. Sie stützte ihre Arme auf den Lenker und sauste vorsichtig den schmalen Weg hinab, den rechts und links eine kleine, aber begeisterte Zuschauermenge säumte.

Ihre Eltern kamen zu ihr gelaufen, als sie unter dem karierten Zielbanner hindurchfuhr. Jennifer schlang einen Arm um die Schultern ihres Vaters und glitt vom Rad. Völlig erschöpft sank sie zu Boden.

"Prima gemacht, Jen! Ich dachte schon, dieser Kerl würde dich beim Anstieg noch erwischen!" Sie schloss die Augen und hörte, wie ihr Vater das Rad aufhob und es von der Bahn schob.

"Schatz? Alles in Ordnung?"

Jennifer blinzelte in das rundliche Gesicht ihrer Mutter, die sich über sie beugte. "Bestens, Mom, alles klar. Was hab ich geschafft, Dad?"

"Vierter Platz, wie mir scheint. Ganz knapp an einem Preisgeld vorbei."

Mit einem leisen Stöhnen stand Jennifer auf und drängte sich durch die Menge, schüttelte etliche Hände, wechselte ein paar Worte mit einigen Freunden und scherzte mit anderen Rennteilnehmern.

"Wir haben eine Überraschung für dich, Schatz", sagte ihr Vater, als sie schließlich weiter zum Parkplatz gingen. Jennifer blieb misstrauisch stehen. Ihr Vater war nicht der Typ, der ohne besonderen Anlass etwas schenkte. Überraschungen verhießen gewöhnlich nichts Gutes. Ihr Blick fiel auf einen weißen Ford Explorer. Daneben standen drei Leute. Zwei davon winkten.

"O nein, Dad. Das ist nicht wahr!"

"Wieso? Die Taylors haben sich wirklich darauf gefreut, dich mal fahren zu sehen."

"Ja, das stimmt, Schatz." Ihre Mutter nickte lächelnd.

Die Taylors lebten schon, solange sich Jennifer erinnern konnte, zwei Häuser weiter, und solange sie sich erinnern konnte, versuchten die beiden Familien, sie mit Billy zu verkuppeln, dem Sohn der Taylors, einem ausgemachten Idioten, der nichts anderes als Football spielen im Kopf hatte, hinter Cheerleadern her zu sein und Budweiser zu kippen.

Mrs. Taylor eilte mit weit geöffneten Armen auf Jennifer zu, überlegte es sich allerdings no

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