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Die Stimme des Zorns Thriller von Cross, Ethan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.12.2019
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Die Stimme des Zorns

Den Geschmack an Schmerzen und Qual hat Francis Ackerman jr. nicht verloren. Aber er lebt seine Lust an Gewalt nur noch an grausamen Verbrechern und Mördern aus. In seinem ersten Fall als Sonderermittler des FBI trifft Ackerman auf einen Täter, der seinesgleichen sucht: Das sogenannte 'Alien' hinterlässt sezierte Leichen in Kornkreisen und hat gerade eine Expertin für Außerirdische entführt. Ackermann gibt alles, um das Alien zu fangen, bevor auch dieses Opfer tot in einem Kornkreis endet. Aber das ist leichter gesagt, als getan. Hat Ackerman endlich einen würdigen Gegner gefunden? Band 1 einer neuen Serie rund um Francis Ackerman jr. Ethan Cross ist das Pseudonym eines amerikanischen Thriller-Autors. Er hat die Welt fiktiver Serienkiller um ein besonderes Exemplar bereichert: Francis Ackerman junior. Der gnadenlose Serienkiller erfreut sich seitdem großer Beliebtheit: Jeder Band der Reihe stand wochenlang auf der 'SPIEGEL'-Bestsellerliste. Der Autor lebt mit seiner Frau und drei Kindern in Illinois.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 20.12.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732578016
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Originaltitel: The Man Without Fear
    Größe: 2029 kBytes
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Die Stimme des Zorns

PROLOG

Francis Ackerman jr. schlenderte durch das gut besuchte Restaurant wie ein Mann, der keine Sorgen kennt - trotz der Splitterhandgranate in seiner Jackentasche, die bei jedem Schritt mit leisem Klicken gegen das Springmesser schlug.

Er war froh, dass seine Zielperson des heutigen Abends zu der geschlossenen Gesellschaft im hinteren Teil des Restaurants gehörte, statt vorn im großen Speisesaal zu sitzen. Im Gianni's Pizza & Italian Ristorante wimmelte es vor Kellnern, die Fettuccine und Spaghetti servierten, Steaks und einen undefinierbaren Weißfisch, bei dem Ackerman den Verdacht hatte, er stamme aus einem Pappkarton. In der Luft hing der Geruch nach Knoblauch, Parmesan und frischem Brot. Ackerman fragte sich, ob sich bald der metallische Geruch von Blut in diese Melange mischen würde.

Er trat auf einen der Ober zu, ein junger Mann mit langen braunen Haaren, die zu einem Dutt hochgesteckt waren, legte ihm eine Visitenkarte aufs Tablett und raunte ihm zu: "Sie oder Ihr Manager müssen den Detective anrufen, dessen Nummer auf der Karte hier steht."

Der junge Mann machte ein verdutztes Gesicht. "Und was sollen wir ihm sagen?"

"Dass sich der gesuchte Killer im Gesellschaftsraum Ihres Restaurants aufhält."

Der junge Ober musterte Ackerman verwirrt. "Weiß dieser Detective denn, von wem Sie reden?"

Ackerman zuckte mit den Schultern. "Sagen Sie ihm, es geht um den Kerl, der seinen Opfern bei lebendigem Leib die Augen herausschneidet und als Trophäen aufbewahrt."

Der junge Ober wechselte die Farbe. "Mein Gott."

"Oh nein, mein Freund." Ackerman schüttelte den Kopf. "Gott hat nichts damit zu tun, eher schon die Gegenseite."

"Also ... also gut." Der Ober schluckte schwer. "Was soll ich tun?"

"Nachdem Sie oder Ihr Chef mit dem Detective gesprochen haben, sollten Sie Ihre Gäste aus dem Lokal schaffen - so schnell wie möglich. Und bringen Sie auch die Belegschaft in Sicherheit."

Der Kellner schürzte die Lippen. Seine Gesichtsmuskeln zuckten. Er kniff die Augen zusammen und musterte Ackerman, als wollte er ergründen, wie ernst es dem hart aussehenden Fremden war.

Ackerman wies mit einer Kopfbewegung auf die Tür zur Küche. "Da lang. Ich würde mich beeilen."

Der Ober riss sich aus seiner Erstarrung und rannte in die Restaurantküche, wo er direkt auf den Manager zuhielt.

"Na also", murmelte Ackerman und ging langsam weiter in einen anderen Teil des Restaurants, an einem Billardtisch und einer Reihe einarmiger Banditen vorbei. Dabei zog er mit links sein Bowiemesser mit dem Knochengriff aus der Scheide, die er im Kreuz trug, verbarg die Klinge hinter seinem Unterarm und schob das schwere Messer in die tiefe Tasche der schwarzen Lederjacke, die ihm sein Bruder Marcus vermacht hatte. Die andere Hand steckte er in die rechte Tasche der Jacke und schloss die Finger um die Splitterhandgranate.

Irgendwo im Hintergrund, vermischt mit den Geräuschen aus der Küche, dem Lärm der Kellner und dem Stimmengewirr der Gäste, hörte Ackerman die Stimme Patsy Clines:

I'm crazy for feeling so lonely

I'm crazy

Crazy for feeling so blue

Verrückt? Ackerman schmunzelte. Er war nie verrückt gewesen. Einsam? Vielleicht. Deprimiert? Ja, schon. Aber verrückt? Nein. Verrücktheit war eine Illusion. Im Grunde ging es nur um den Unterschied zwischen jenen Menschen, die sich an soziale Regeln hielten, und denen, die es nicht taten - so wie er, Francis Ackerman junior. Und so wie er wurden Menschen, die sich nicht regelkonform verhielten, von der Gesellschaft zu einer oft gnadenlosen Neuausrichtung gezwungen. Ackerman hatte diese Art der Umerziehung aus erster Hand erlebt, sowohl von der Geber- als auch der Nehmerseite. Er bevorzugte es, auf der Geberseite zu stehen.

Speziell bei einer Bestie wie Joseph Lowery, seiner Zielperson an diesem Abend.

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