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Die Stunde des Mörders Thriller - von MacBride, Stuart (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.07.2013
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Die Stunde des Mörders

Der zweite Fall für den schottischen Detective Logan McRae.
Es ist Sommer im schottischen Aberdeen, aber selbst die Sonne kann die dunklen Schatten, die sich über die Stadt legen, nicht vertreiben: Sechs Menschen sind bei einem Brand umgekommen, eingeschlossen von einem Killer, der seinen Opfern jede Überlebenschance nehmen wollte. Und das ist nicht der einzige Fall für Detective Logan McRae: Ein brutaler Mörder scheint es auf Prostituierte im Hafenviertel abgesehen zu haben, und McRae setzt alles daran, den Täter zu finden, bevor er sich das nächste Opfer sucht ...

Stuart MacBride hatte in zahlreichen Berufen gearbeitet, bevor er sich dem Schreiben zuwandte. "Die dunklen Wasser von Aberdeen", sein erster Roman um den Ermittler Logan McRae, wurde als bestes Krimidebüt des Jahres ausgezeichnet. Seither sind die brillanten Spannungsromane des Schotten aus den internationalen Bestsellerlisten nicht mehr wegzudenken. Stuart MacBride lebt mit seiner Frau im Nordosten Schottlands.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 480
    Erscheinungsdatum: 15.07.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641122393
    Verlag: Goldmann
    Originaltitel: Dying Light
    Größe: 584 kBytes
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Die Stunde des Mörders

2

Rosie Williams starb, wie sie gelebt hatte: hässlich. Sie lag auf dem Rücken auf dem Kopfsteinpflaster der Gasse und starrte in den orangegrauen Nachthimmel hinauf. Der Nieselregen glitzerte auf ihrer Haut und wusch ihr sanft das dunkelrote Blut vom Gesicht. Sie war nackt wie am Tag ihrer Geburt.

PC Jacobs und seine Kollegin WPC Buchan waren als Erste am Tatort. Auf dem glitschigen Pflaster trat Jacobs nervös von einem Fuß auf den anderen, während Buchan einfach nur fluchte. "Scheiße." Sie blickte auf den bleichen, kaputten Körper hinab. "Das war's dann wohl mit der ruhigen Schicht." Leichen bedeuteten immer Papierkram. Ein kleines Lächeln stahl sich auf ihr Gesicht. Leichen bedeuteten auch Überstunden, und die konnte sie weiß Gott gebrauchen.

"Ich hole Verstärkung, ja?" PC Jacobs griff mit klammen Fingern nach seinem Funkgerät und rief die Leitstelle an, um Bescheid zu sagen, dass der anonyme Hinweis kein Scherz gewesen war.

"Augenblick mal" , antwortete der diensthabende Sergeant mit breitem Aberdeener Akzent. Eine Pause, angefüllt mit statischem Rauschen, und dann: "Ihr werdet die Stellung noch 'n Weilchen halten müssen. Die sind alle bei diesem verdammten Feuer. Ich besorg euch 'nen DI, sobald einer abkömmlich ist."

"Was?" Buchan riss Jacobs das Funkgerät aus der Hand. Da es noch an seinem Schultergurt hing, verlor er fast das Gleichgewicht. "Was soll das heißen - 'sobald einer abkömmlich ist'? Wir haben hier einen Mord! Nicht bloß so ein popeliges Feuer! Seit wann ist ein Feuer wichtiger als -"

Die Stimme des Diensthabenden unterbrach sie. "Nu hören Sie man zu", sagte er. "Ich weiß ja nich', was für Probleme Sie zu Hause haben, aber die lassen Sie gefälligst da, wo sie hingehören. Sie tun jetzt verdammt noch mal, was ich Ihnen sage, und sichern den Tatort, bis ich Ihnen einen DI schicken kann. Und wenn es die ganze Nacht dauert, dann warten Sie eben die ganze Nacht. Verstanden?"

Buchan lief feuerrot an, ehe sie die Worte hervorspie: "Jawohl, Sergeant."

"Gut." Und dann war das Funkgerät still.

Buchan verlegte sich wieder aufs Fluchen. Wie zum Teufel sollten sie ohne ein Team von der Spurensicherung einen Tatort sichern? Es regnete, zum Donnerwetter, sämtliche Spuren würden weggeschwemmt werden! Und wo blieb eigentlich die Kripo? Es ging hier um eine Mordermittlung, und sie hatten noch nicht mal einen Leitenden Ermittlungsbeamten!

Sie schnappte sich PC Jacobs. "Willst du dir ein bisschen die Beine vertreten?"

Er beäugte sie argwöhnisch. "Worum geht's?"

"Wir brauchen einen Leitenden Ermittlungsbeamten. Dein 'Kumpel' wohnt doch hier in der Nähe, nicht wahr? Unser strahlender Polizeiheld?"

Jacobs gab zu, dass dem tatsächlich so war.

"Also, dann zisch ab und hol den Typ aus den Federn. Soll der sich doch darum kümmern."

WPC Watson hatte die unmöglichste Sammlung von BHs und Unterhosen, die Logan je zu Gesicht bekommen hatte. Ihre Unterwäsche sah durch die Bank aus, als wäre sie im Ersten Weltkrieg von unterbeschäftigten Zeppelinkonstrukteuren entworfen worden - sackartig und uniformgrau. Nicht dass er in letzter Zeit viel von Jackies Dessous zu sehen bekommen hätte, aber wenigstens für kurze Zeit stimmten ihre Dienstzeiten überein. Mit einem schläfrigen Grinsen drehte Logan sich auf die andere Seite. Das Licht vom Flur fiel durch die offene Tür auf das zerwühlte Bett.

Er schielte nach dem Wecker: kurz vor zwei. Noch fünf Stunden, bis er sich zum Dienst melden und den nächsten Anschiss abholen musste. Fünf volle Stunden.

Klick. Das Flurlicht erlosch. Eine weiche Silhouette erschien in der Tür und kratzte sich ausgiebig, während sie zum Bett zurückschlappte. WPC Jackie Watson schlang ihren nicht gebrochenen Arm um Logans Brust und kuschelte den Kopf an seine Schulter, wobei leider die Spit

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