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Die Suche Thriller von Louth, Nick (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.05.2015
  • Verlag: Ullstein
eBook (ePUB)
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Die Suche

Platz 1 der E-Book-Bestsellerliste in England Eine Wissenschaftlerin verschwindet spurlos. Ihr Freund sucht sie fieberhaft. Die Katastrophe steht kurz bevor. In Amsterdam sterben Menschen. Jeden Tag werden es mehr. Malaria breitet sich in der Stadt aus, übertragen von gezielt ausgesetzten Mücken. Eine könnte helfen: Die Wissenschaftlerin Erica Stroud-Jones steht kurz vor dem Durchbruch in der Malaria-Forschung. Doch sie ist spurlos verschwunden - alles deutet auf eine Entführung hin. Ihr Freund Max Carver sucht in der Amsterdamer Unterwelt nach ihr. Max muss wissen, woran Erica zuletzt gearbeitet hat, nur so lässt sich die Katastrophe aufhalten. Seine Suche führt ihn immer tiefer in Ericas Vergangenheit. Was hat sie in den 90er Jahren in Afrika gemacht? Und was hat das mit der Malaria-Epidemie zu tun? Max muss feststellen, dass er Erica kaum gekannt hat, denn was er über sie herausfindet, ist lebensgefährlich ... Spannend, raffiniert und hochexplosiv - die Thriller-Sensation aus England! Nick Louth ist Wirtschaftsjournalist und ehemaliger Auslandskorrespondent der Nachrichtenagentur Reuters. Während seiner Zeit bei Reuters lebte er unter anderem in Amsterdam. Dort wurde er bei einem Mediziner-Kongress auf das Thema Malaria und das mangelnde Interesse der Pharmakonzerne aufmerksam. Nick Louth ist verheiratet und lebt in Lincolnshire, England.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 08.05.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783843711395
    Verlag: Ullstein
    Größe: 1571 kBytes
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Die Suche

3

Don Quiggan und Bob Mazzio saßen mittags im Restaurant des Krasnapolsky-Hotels am Dam-Platz in Amsterdam, sahen den hübschen Mädchen auf ihren Fahrrädern nach und beobachteten, wie Drogendealer sich an die Touristen heranmachten.

Mazzio gähnte demonstrativ. "Ich bekomme immer Jetlag, wenn ich von West nach Ost fliege, egal, was ich mache. Hier drin ist es noch mitten in der Nacht." Er tippte sich mit einem behaarten Finger an den Kopf. Dann sah er auf die Uhr und stöhnte. "Ach du Scheiße. Ist das das Datum von heute?"

"Der Jetlag muss ja ziemlich schlimm sein, wenn Sie nicht einmal wissen, welcher Tag gerade ist", grinste Quiggan und nippte an seinem Kaffee. "Sie sollten sich ein bisschen bewegen und echtes Sonnenlicht tanken."

"Nein, ich meine, ich habe den Geburtstag meines Sohns vergessen." Mazzio brachte einen Notebook-Computer zum Vorschein und stöpselte sein Mobiltelefon an. "Besser, ich schicke ihm eine E-Mail."

"Ich dachte, er wäre erst sechs oder sieben."

"Sechs. Aber er kann ziemlich gut mit einem PC umgehen."

"Dann sollten wir ihn anheuern, Bob. Wir können immer clevere junge Leute brauchen."

Mazzio verzog das Gesicht, während er auf die Tastatur eintippte. Das Letzte, was er gewollt hätte, war, dass sein Sohn Pharmstar seine Seele verkaufte. Einer in der Familie reichte völlig. Vor drei Monaten, an Mazzios erstem Tag bei Pharmstar , hatte er Iron Jack vor den frisch von der Wirtschaftsschule angeheuerten Angestellten über Strategie dozieren hören.

"Ich will von Ihnen das nächste Prozac oder Valium, das nächste Lipitor oder Zantac", hatte Jack gesagt, während er auf und ab schritt und seine tiefe Stimme durch den Saal dröhnen ließ. "Ich will, dass Sie die Welt nach Blockbustern abklappern, die eine Milliarde pro Jahr einbringen. Und unter uns gesagt, ein Heilmittel gegen Krebs können Sie sich abschminken. Was wir brauchen, sind keine Heilmittel, sondern Behandlungsmethoden. Arzneien, die die Patienten tagein, tagaus über Jahre hinweg einnehmen müssen. Die klinischen Anwendungsgebiete liegen auf der Hand: Depressionen, Migräne, Rückenschmerzen, Arthritis, Cholesterinprobleme, Übergewicht. Und es gibt nur einen einzigen Zielmarkt: die Industrienationen mit ihrer wohlhabenden Bevölkerung."

Mazzio war verblüfft gewesen von den Fakten und Zahlen, die Jack aus dem Gedächtnis zitierte. Es kostete achthundert Millionen und dauerte bis zu zwölf Jahre, um ein Medikament aus dem Reagenzglas auf den Markt zu bringen. Ein typischer Antrag auf Zulassung eines Arzneimittels bei der amerikanischen Zulassungsbehörde bestand aus zwei Lastwagenladungen voll Papierkram. Wenn das Medikament endlich alle administrativen Hürden genommen hatte, musste es daher in den verbleibenden acht Jahren, in denen das Patent gültig blieb, riesige Erträge erbringen. Nicht nur, um die eigenen Entwicklungskosten wieder einzufahren, sondern auch um die neunundneunzig Prozent von Arzneimitteln zu finanzieren, die es nicht so weit schafften. Ein Stoff, der wie ein aussichtsreicher Kandidat aussah, konnte aus allen möglichen Gründen scheitern. Vielleicht wirkte er nur im Reagenzglas, nicht jedoch an Versuchstieren, oder er überstand den Tierversuch, schlug jedoch beim Menschen nicht an, oder es kam zu starken Nebenwirkungen. Im frustrierendsten Fall hatte man ein perfekt wirkendes Medikament, und dann wies irgendein Klugscheißer von Student in seiner Doktorarbeit nach, dass Aspirin genauso gut funktionierte.

"Wissen Sie was?", hatte Jack den versammelten Angestellten zugerufen. "Ich würde diese beiden Mistkerle von der Uni am liebsten abknallen, die den Markt für Mittel gegen Magengeschwüre komplett zusammenbrechen ließen, indem sie nachwiesen, dass billige Antibiotika genauso gut wirken."

Das folgende Gelächter hatte Mazzio ein wenig angewidert. Doch er brauchte das Geld, und niemand in der Branche zahlte so

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