text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Die verborgene Signatur von Jäger, Cindy (eBook)

  • Verlag: neobooks Self-Publishing
eBook (ePUB)
2,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Die verborgene Signatur

Endlich hat Freya Maier den perfekten Job. Für die Großunternehmerin Sonja Ackermann soll sie eine Galerie aufbauen, in der die Kunstsammlung der Familie präsentiert wird. Ihre Freude währt jedoch nicht lange, denn ein Gemälde wird direkt unter ihrer Nase entwendet. Das Mysteriöse daran: Der Dieb hätte mit Leichtigkeit einen wertvollen Cézanne aus der Galerie mitnehmen können. Warum stiehlt er also ein Gemälde unbekannten Wertes und Ursprungs? Freya beschließt mit Hilfe ihrer Freundin, der Hobbydetektivin Sevim, und des Kunsthistorikers Professor Tran die Geschichte des Gemäldes zu erforschen. Aber finden sie so auch den Dieb? Guten Tag! Mein Name ist Cindy Jäger und in 37 Jahren hat mich das Schreiben schon immer begleitet. In jungen Jahren war mir jeder Anlass willkommen, einen Stift in die Hand zu nehmen. Später verlangten mir Werbetexte stilistisch alles ab und als Lehrerin erinnerten mich kreative Schreibformen daran, wie viel Spaß es macht, Geschichten zu erfinden. Und da die Geschichten mit der Zeit immer länger wurden, musste ja irgendwann ein Roman dabei herauskommen!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 344
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783742741998
    Verlag: neobooks Self-Publishing
    Größe: 793 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Die verborgene Signatur

Eins

Es war wieder einmal soweit - eine Entscheidung musste getroffen werden.

Toni, Antonia Klinger, 24, frischgebackene Master der Betriebswirtschaft, trat ihre erste Stelle an und hatte ihre WG mit Balkon und begrüntem Hinterhof in Innenstadtnähe endgültig verlassen.

Zurück blieben ihre Mitbewohnerinnen.

Sevim wurde leidlich von Abschiedsschmerz gepackt, schließlich hatte man drei Jahre zusammengelebt, Freya jedoch sah Tonis Auszug so kühl entgegen, wie sie ihr drei Jahre lang begegnet war. Das Unbehagen, das sie plagte, ergab sich eher aus der Nebenwirkung des Verlassenwerdens - eben jener Entscheidung. Und die konnte so ausgehen, dass man sich entweder an eine neue Person gewöhnen musste oder an einen neuen Ort, und beides konnte Freya nicht ertragen.

Das wusste Sevim seit ihren gemeinsamen Ferien auf dem Ponyhof Ende der 5. Klasse. Freya redete in solchen Situationen noch mehr und lauter als ohnehin schon, verzettelte sich in Nebensächlichkeiten und versteifte sich auf Details, die im Moment vielleicht von Bedeutung waren, aber eben nur im Moment.

Deshalb beschloss Sevim, es heute kurz und schmerzlos zu machen und zählte lediglich drei Varianten auf. Und für den Ausgang, den sie bevorzugte, hatte sie sich schon hieb- und stichfeste Argumente zurechtgelegt. Das hatte nichts mit Arroganz zu tun. Nur Außenstehende sahen das manchmal so. In Wahrheit kannten sich die beiden seit der Grundschule und Freya hätte ihrer Freundin nicht die Treue gehalten, wenn diese sie bevormunden würde.

Aber Argumente waren die eine Sache, Sushi die andere. Sevim hatte reichlich davon besorgt und ging davon aus, dass Freya begeistert zuschlagen würde, sich einigermaßen aufs Essen konzentrieren musste und auf diese Weise nicht dazwischenreden konnte.

"Wir haben drei Möglichkeiten", begann Sevim. "Entweder suchen wir uns eine neue Mitbewohnerin oder wir ziehen beide ebenfalls aus oder wir bleiben hier wohnen und nehmen uns Tonis Zimmer als gemeinsames Wohn- und Arbeitszimmer."

Freya knabberte halbherzig an einem Surimi-Happen und zappelte derart mit ihrem Fuß gegen das Tischbein, dass die Röllchen mächtig durchgerüttelt wurden.

"Jede Möglichkeit hat ihre Vor- und Nachteile und ich würde Variante drei bevorzugen, du und ich allein in unserer Dreizimmerwohnung. Um nur einige Vorteile zu nennen, müssen wir keine neue Wohnung suchen und keinen Umzug organisieren. Und da wir zu Hause auch arbeiten, können wir unsere Schreibtische und Regale auslagern und unsere Schlafzimmer wirklich einmal als solche benutzen."

"Wir könnten uns ein Haustier halten, ohne jemanden fragen zu müssen, das ist auch ein Vorteil", warf Freya unerwartet ein.

Bitte, jetzt nicht der Fuchs, dachte sich Sevim. Freyas Oma hatte da viel zu verantworten.

"Aber ein wirklich schönes Tier", fuhr Freya fort, "etwas Außergewöhnliches, vielleicht eine Art Fuchs, die sind ja nicht zwingend rot."

"Du willst doch bestimmt nicht in den Wald gehen und einen Fuchs aus seiner gewohnten Umgebung reißen, oder?", konterte Sevim. "Also, wenn wir hier weiter wohnen, dann bleibt außerdem unsere gesamte Infrastruktur konstant."

Freya vergaß eine prächtige California Roll im Soyasoßenbad und zückte ihr Smartphone. Sevim hoffte, dass sie nicht sämtliche Tierheime, Wildparks oder Aufzuchtstationen durchging, in der Hoffnung, vielleicht einen Fuchs zu finden, der für ein Leben in freier Wildbahn nicht geeignet war, und der lieber knapp 74 qm in Innenstadtnähe bewohnen würde.

"Zum Beispiel der Bio-Supermarkt und der normale Supermarkt, von dem aus wir den Wagen bis an die Wohnung rollen können. Das ist doch sehr praktisch, wenn wir kein Auto haben. Oder die Bus- und U-Bahn-Anbindung, es wäre schade, die aufzugeben. Oder das Fitness-Studio, wo wir im August erst Mitglied geworden sind."

"Aber da gehe ich sowieso nie hin!"

"Dann eben Wolfs Pizzeria, der kleine S

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen