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Die verlorene Stadt Ein Fargo-Roman von Cussler, Clive (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.12.2016
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Die verlorene Stadt

Indiana Jones der Neuzeit: rasante Action und unglaubliche Abenteuer Die Salomon-Inseln sind berüchtigt. Immer wieder wird von Gräueltaten wie Entführungen durch Riesenkannibalen berichtet. Zahlreiche Reisende sind spurlos verschwunden. Die Salomonen sind verflucht, so heißt es. Doch andere sagen, der Schatz des König Salomo sei hier begraben. Da zieht eine versunkene Stadt die Schatzjäger Sam und Remi Fargo in ihren Bann. Die Suche der Fargos führt sie von den Salomonen über Australien bis nach Japan, und was sie schließlich entdecken ist wundervoll - und voller tödlichem Schrecken. Seit er 1973 seinen ersten Helden Dirk Pitt erfand, ist jeder Roman von Clive Cussler ein New-York-Times-Bestseller. Auch auf der deutschen Spiegel-Bestsellerliste ist jeder seiner Romane vertreten. 1979 gründete er die reale NUMA, um das maritime Erbe durch die Entdeckung, Erforschung und Konservierung von Schiffswracks zu bewahren. Er lebt in der Wüste von Arizona und in den Bergen Colorados.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 544
    Erscheinungsdatum: 19.12.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641194864
    Verlag: Blanvalet
    Serie: Fargo Adventure Bd.7
    Originaltitel: The Solomon Curse (Fargo 7)
    Größe: 1111 kBytes
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Die verlorene Stadt

1

Guadalcanal, Salomon-Inseln, 1170 n. Chr.

Das Morgenrot verlieh dem nahezu spiegelglatten Ozean einen unwirklichen Schimmer, während eine Gruppe von Inselbewohnern auf einem Dschungelpfad zur Küste wanderte. Ihr Ziel war die neue Stadt, die, wie man ihnen versichert hatte, auf dem Meer errichtet worden war.

Angeführt wurde die Gruppe von dem Oberpriester, der trotz der allgegenwärtigen Hitze mit einem farbenprächtigen Mantel bekleidet war. Seine Haut hatte die rötliche Farbe von Dörrfleisch, und ein glänzender Schweißfilm bedeckte sein Gesicht. Als einer der wenigen, die die Pilgerfahrt zu dem soeben erst fertig gestellten Palast an der westlichen Spitze von Guadalcanal bereits unternommen hatten, führte er seine Schutzbefohlenen dorthin. Er drehte sich um und ließ einen zufriedenen Blick über die Prozession schweifen - sie bestand aus den wichtigsten Männern des Königreichs, die er zu dieser Reise zusammengerufen hatte. Viele von ihnen stammten von den Inseln in der Umgebung und hatten sich erst vor kurzem anlässlich der Zeremonie und der anschließenden Festlichkeiten, die noch den ganzen Rest der Woche andauerten, eingefunden.

Vereinzelte Sonnenstrahlen drangen durch das dichte Laubdach der Urwaldbäume, während die Gruppe dem Wildpfad folgte, der nur undeutlich zu erkennen war und auf beiden Seiten von dichtem Unterholz gesäumt wurde. Obgleich von den Nachkommen melanesischer Seefahrer bewohnt, die bereits lange vor Christus den Archipel entdeckt und betreten hatten, waren die Inseln so gut wie unerschlossen geblieben. Die meisten auf Guadalcanal ansässigen Stämme lebten in Dörfern, die zumeist kaum einhundert Meter von den Stränden entfernt waren, und mieden die weiter landeinwärts gelegenen Gebiete, in denen es von wirklichen wie eingebildeten Raubtieren wimmelte. Legenden berichteten von riesigen, wilden Kreaturen, mehr als doppelt so groß wie jene Menschen, die in unterirdischen Höhlen und Tunneln hausten und ihre Gier nach menschlichem Blut stillten, indem sie die Unachtsamen und Sorglosen angriffen. Außerdem gab es keinen Grund, sich in unbekannte Gefilde im Innern der Insel vorzuwagen, solange man sich jederzeit ausgiebig von dem bedienen konnte, was der Ozean an Nahrung lieferte, und zwar im Übermaß.

Der Schamane blieb auf dem Gipfel einer Anhöhe stehen. Das Wunder in der Bucht war für alle zu sehen - Bauwerke, die aus dem Wasser ragten und von Wellen umspült wurden. Er deutete mit einer ausholenden Geste auf das unglaubliche Spektakel, das mit kunstvollen Reliefdarstellungen zahlreicher Gottheiten verziert war, und murmelte den Namen des Königs in einem Tonfall, der sonst nur für andächtige Gebete zu den Göttern reserviert war. Tatsächlich erschien der König auch wie ein vom Himmel herabgestiegenes Wesen und war den gewöhnlichen Menschen so weit entrückt, dass sich bereits zu Lebzeiten Sagen und Legenden um seinen Namen und sein Wirken rankten.

Dieses Bauwerk - König Locs bislang prächtigste Errungenschaft - stellte seine sämtlichen bisherigen Werke in den Schatten. Locs Vision von einem System künstlich angelegter Inseln war in der halbmondförmigen Bucht verwirklicht worden. Nach dem Abschluss der Feierlichkeiten sollten die Gebäude als königliche Residenz Verwendung finden.

In Anerkennung von König Locs göttlicher Erhabenheit betrachteten die Priester der Insel die Anlage als heilig. Ihre Erbauer hatten zehn Jahre gebraucht, um sie zu errichten. Zu Tausenden hatten Arbeiter in einem eigens zu diesem Zweck im Landesinnern angelegten Steinbruch geschuftet und das benötigte Baumaterial zur Küste transportiert. Nichts dergleichen war jemals geschaffen worden, nie hatte eines Menschen Auge auch nur etwas Ähnliches erblickt, und der König hatte seinen Beratern versichert, dass mit seiner Vollendung ein neues Zeitalter anbräche.

Niemand bezweifelte seine Worte - schließlich war Loc ein Herrscher, der seine Insel von einer bescheidenen Hand

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