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Die zweite Sintflut Ein Kurt-Austin-Roman von Cussler, Clive (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.03.2020
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Die zweite Sintflut

Mit dem Wissen der Vergangenheit will er die Zukunft beherrschen.
Der Großindustrielle Walter Han ist der führende Produzent von Robotern weltweit. Nun hat er einen Plan gefasst, wie er die von ihm gefertigten Kampfroboter nahezu unzerstörbar machen kann. Er will das legendäre Golden Adamant verwenden, dass der Sage nach bereits die japanischen Schwertschmiede für ihre berühmtesten Arbeiten verwendet hatten. Doch Golden Adamant ist in großen Mengen schwer abzubauen. Für die Förderung riskiert Walter Han nicht nur einen Krieg zwischen Japan und China, er löst auch eine globale Umweltkatastrophe aus. Nur ein Mann kann ihn noch stoppen: Kurt Austin von der NUMA.

Seit er 1973 seinen ersten Helden Dirk Pitt erfand, ist jeder Roman von Clive Cussler ein "New York Times"-Bestseller. Auch auf der deutschen SPIEGEL-Bestsellerliste ist jeder seiner Romane vertreten. 1979 gründete er die reale NUMA, um das maritime Erbe durch die Entdeckung, Erforschung und Konservierung von Schiffswracks zu bewahren. Er lebte bis zu seinem Tod im Jahr 2020 in der Wüste von Arizona und in den Bergen Colorados.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 592
    Erscheinungsdatum: 16.03.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641242336
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: The Rising Sea (Kurt Austin 15)
    Größe: 1998 kBytes
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Die zweite Sintflut

BLUT UND STAHL

ZENTRALJAPAN

WINTER 1573

Als zwei Armeen auf einem weiten Feld im japanischen Hochland aufeinandertrafen, mischte sich das helle Klirren gezückter Schwerter in den dumpfen Donner der heranstürmenden Pferde.

Als wäre er mit dem Sattel seines Pferdes verwachsen, kämpfte Yoshiro Shimezu mit einer sorgfältig ausgewogenen Kombination aus Kraft und Eleganz. Während er das Kampfgetümmel ringsum wachsam im Auge behielt, lenkte er sein Reittier mit sparsamem Schenkeldruck, ohne seine hakusha einzusetzen - wie die Sporen genannt wurden, die zu einer traditionellen Rüstung gehörten. Gewöhnlich benutzte der Samurai sie nicht.

Auffällig an Yoshiros bunt lackierter Rüstung waren die breiten Schulterplatten, die schweren Handschuhe und ein Helm, der mit einem Hirschgeweih verziert war. Seine Waffe, die er ausgezeichnet beherrschte, war ein glänzendes katana, dessen Klinge jeden Lichtstrahl reflektierte, wenn sie mit weit ausholenden Schwüngen durch die Luft schnitt.

Mit einer fließenden Handbewegung entwaffnete er den Gegner, der sich als Erster in die Reichweite seines Schwerts gewagt hatte. Mit einem Schwerthieb, der mit der Rückhand ausgeführt wurde, halbierte er die Klinge eines anderen Widersachers. Während dieser Soldat sein Heil in der Flucht suchte, griff ein dritter Yoshiro mit einer Lanze an. Ihre Spitze streifte klirrend seine Rippenregion, aber die Schuppen seines Brustpanzers bewahrten ihn vor einer tödlichen Verletzung. Yoshiro wirbelte herum und tötete den Mann mit einem mächtigen Schwerthieb, den er von oben nach unten ausführte.

Für einen kurzen Augenblick von seinen Gegnern unbehelligt, vollführte er mit seinem Pferd auf der Stelle eine Pirouette. Das Pferd, durch eine Rüstung in den gleichen Farben wie Yoshiros geschützt, bäumte sich auf, schlug mit den Vorderhufen aus und machte einen Satz vorwärts.

Seine mit Eisenplatten umhüllten Hufe krachten zwei Angreifern ins Gesicht und warfen sie blutend und bewusstlos zu Boden. Den Kopf eines dritten Mannes zertrümmerte das Pferd, aber nun drängten sich feindliche Soldaten von allen Seiten heran.

Auf der Suche nach weiteren Gegnern ließ Yoshiro den Blick über die Köpfe der feindlichen Soldaten schweifen, seien sie beritten oder zu Fuß. Er war auf dem Schlachtfeld gegen den Shogun in Stellung gegangen, dessen Armee nun in überwältigender Anzahl anrückte. Die Schlacht war wie erwartet verlaufen, und Yoshiros Niederlage schien unabwendbar.

Entschlossen, so viele Gegner wie möglich mit in den Tod zu nehmen, attackierte Yoshiro den Soldatentrupp, der sich am weitesten vorgewagt hatte. Aber die Männer wichen in geordneter Verteidigungsformation zurück und hoben abwehrbereit ihre Schilde und langen Lanzen. Er machte kehrt und galoppierte auf eine andere Truppenformation zu. Doch auch diese Krieger hielten unerschütterlich ihre Position und suchten hinter einem Wald von Speeren Schutz.

Vielleicht wollten sie ihn lebend gefangen nehmen. Könnte dies der Grund dafür sein, dass der Shogun von ihm verlangte, vor den Augen seines Hofstaats seppuku zu begehen? Ein solches Ende würde Yoshiro niemals hinnehmen.

Er trieb sein Pferd erst in die eine Richtung, dann in die andere. Doch bei jedem Vorrücken seines Reittiers wichen die Fußsoldaten zurück. Yoshiro zügelte sein Pferd und richtete sich im Sattel auf. Er wollte nicht, dass sein Reittier sinnlos geopfert wurde. Es war ein bildschönes Tier und sein einziger Vorteil gegenüber den Fußtruppen.

»Wehrt euch!«, verlangte er und musterte seine Gegner mit verächtlichen Blicken. »Stellt euch zum Kampf, wenn ihr noch einen Funken Ehre im Leib habt!«

Ein raubtierhaftes Knurren erregte seine Aufmerksamkeit, und dann wurde ein Speer in seine Richtung geschleudert. Mit blitzschnellen Reflexen parierte Yoshiro das Wurfgeschoss, durchtrennte seinen hölzernen Schaft mit

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