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Die Zwillingsfalle von Eckert, Horst (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.05.2014
  • Verlag: Grafit Verlag
eBook (ePUB)
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Die Zwillingsfalle

Ausgezeichnet mit dem ?Friedrich-Glauser-Preis?! Ein sechsfacher Mord in der Sauna eines Fitnesscenters bringt nicht nur die ehrgeizige und umstrittene Sokoleiterin Ela Bach ins Schwitzen. Leo Köster, strafversetzter SEK-?Rambo?, der die Tat entdeckt, und Kommissar Martin Zander, dessen Partner unter den Opfern ist, verfolgen ihre eigenen Interessen, als sie den Hintergründen nachgehen. Horst Eckert, 1959 in Weiden/Oberpfalz geboren, lebt als hauptberuflicher Autor in Düsseldorf. Wie kaum ein Zweiter versteht er es, Spannung mit Tiefgang zu erzeugen, indem er Seelen in all ihren Schattierungen auslotet, und erweist sich als schonungsloser Chronist unserer Zeit. Davon zeugen zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt wurde ?Schwarzer Schwan? als bester deutschsprachiger Kriminalroman mit dem ?Krimi-Blitz? geehrt. Auch mit seinen - zum Teil ebenfalls preisgekrönten - Kurzgeschichten beweist Eckert immer wieder, dass er auch die ?Kleinkunst? des Krimischreibens perfekt beherrscht. Eckerts Romane sind ins Tschechische, Französische und Niederländische übersetzt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 351
    Erscheinungsdatum: 22.05.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783894251703
    Verlag: Grafit Verlag
    Größe: 364 kBytes
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Die Zwillingsfalle

Donnerstag, 27. Juli, Morgenpost , Lokalteil:

POLIZEI SUCHT GELBEN GELÄNDEWAGEN

Zwei Tage nach dem Brandanschlag auf eine Diskothek in der Düsseldorfer Altstadt konzentriert die Polizei ihre Ermittlungen auf einen Geländewagen, den ein Augenzeuge in der Nacht zum Dienstag in unmittelbarem Tatzusammenhang bemerkt haben will. Konkrete Hinweise auf die Täter gibt es bislang nicht. Vermutungen, die Tat stünde in Zusammenhang mit ähnlichen Anschlägen in den letzten Wochen, bezeichnete die zuständige Staatsanwältin gestern als Spekulation.

Seit seiner Eröffnung vor drei Monaten hatte sich das "Power House" auf der Bolker Straße zum beliebten Treffpunkt für Jugendliche entwickelt. Selbst wenn die Versicherung den Millionenschaden ersetzt, bedeutet der Anschlag für Inhaber Andreas Schalk (31) vermutlich das Aus. Einrichtung und Technik seien noch nicht abbezahlt. "Ein Monat Verdienstausfall genügt und die Zinsen drücken mir die Luft ab", so Schalk, der in der Altstadtszene auch als "Dr. House" bekannt ist und sich als Diskjockey einen Namen gemacht hat. Schalk hofft nun auf ein Entgegenkommen der Banken.

Eine Stunde nach Schließung der Diskothek in der Nacht zum Dienstag hatten Unbekannte die Eingangstür aufgebrochen und mehrere Brandbomben in das Lokal geworfen.

Ein Taxifahrer, der um diese Zeit unterwegs war, will beobachtet haben, wie ein gelber Geländewagen mit hoher Geschwindigkeit aus der Fußgängerzone in die Hunsrückenstraße bog und in südlicher Richtung davonraste. Zeugen, die dieses Fahrzeug ebenfalls bemerkt haben, werden gebeten, sich zu melden. Hinweise nimmt die Polizei unter der Nummer 8700 entgegen.

Im Juni war ebenfalls in der Altstadt das Restaurant "Zur Keule" (Ex-"Notorious") wenige Wochen nach der Eröffnung in Flammen aufgegangen. Sechs Wochen zuvor hatte es in einem Pempelforter Fitnesscenter gebrannt. Nach Informationen der Morgenpost sind die Täter in beiden Fällen noch immer nicht ermittelt. Personen kamen wie beim jüngsten Anschlag nicht zu Schaden.

1.

Die Welt hatte Löcher, in die er fiel, um an Orten aufzuschlagen, an die er nie und nimmer wollte. Eine erste Ahnung davon bekam Leo Köster am frühen Nachmittag des 27. Juli, einem Donnerstag.

Es war Routine, doch Leo hatte von Beginn an kein gutes Gefühl. Er stieg in das Klettergeschirr und zog die Maske über das Gesicht und sein kurz geschnittenes, rötliches Haar. Er schwitzte sofort – der Stoff war etwas Schwerentflammbares namens Nomex. Er setzte den Helm auf, fünf Kilo Stahl mit schussfestem Visier, Gehörschutz und eingebauten Kopfhörern.

Sein Kumpel Olli tat es ihm nach. Der Pilot zeigte den erhobenen Daumen, Leo und Olli schwangen sich hinaus auf die Kufen des Helikopters und klinkten sich mit dem Karabinerhaken an ihre Abseilgeräte. Der Kragen der schusssicheren Weste scheuerte gegen Leos Kinn.

Er hatte es tausend Mal zuvor getan. Es war Teil seines Lebens. Im Helmlautsprecher war die Stimme des Kollegen: "Du kommst zur Feier?"

Leo fiel ein, dass er noch kein Geschenk hatte. Die Hälfte seines Lebens sei am Sonntag vorüber, stöhnte Olli bei jeder Gelegenheit. Seinen eigenen Fünfunddreißigsten hatte Leo vor drei Monaten ohne Gejammer hinter sich gebracht. Er hoffte, älter als siebzig zu werden.

"Wird Brigitte da sein?", fragte Leo zurück.

Olli wandte ihm das Visier zu. "Wär's ein Grund für dich, nicht zu kommen?"

"Unsinn. Dein Gar

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