text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Drachenrad Kriminalroman von Egarezzo, Lupus (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.07.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
7,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Drachenrad

Fred Unkel hat seine Frau getötet. Und es tut ihm leid. Er sucht einen Weg, seine schreckliche Tat ungeschehen zu machen. Dabei glaubt er, ein geheimnisvolles Projekt aufzudecken. von dem nur er Kenntnis erhält. Gleichzeitig beginnt eine Mordserie an deutschen Forschungseinrichtungen, die sich mit den kleinsten Teilchen der Materie beschäftigen. Die blutige Spur führt von Bonn im Rheinland bis an die Haffküste in Mecklenburg-Vorpommern. Lange tappen die Ermittler im Dunkeln, bis sich der Kreis schließt in einem dramatischen Wettlauf quer durch Deutschland, um einen weiteren Mord zu verhindern. Lupus Egarrezzo ist ein Pseudonym. Der Autor ist ein international anerkannter Publizist im naturwissenschaftlich-technischen Bereich. Als Kriminalromane sind von ihm bisher erschienen: "Bernsteinhändler" und "Vogelinsel".

Lupus Egarrezzo ist ein Pseudonym. Der Autor ist freier Publizist und wohnt im Rheinland. Er veröffentlicht kontinuierlich technisch-wissenschaftliche Fachbücher bei namhaften Verlagen und hat das Pseudonym gewählt, um seine Kriminalromane von seinem sonstigen Werk abzusetzen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 368
    Erscheinungsdatum: 21.07.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783741258336
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 410 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Drachenrad

Dietrich-Bonnhoeffer-Haus

Verena Gärtner war leicht angesäuselt, als sie die Parkallee von der Bahnhofsunterführung Richtung Poppelsdorfer Schloss hinter sich ließ und in den Venusbergweg einbog. Sie war noch fröhlich, aber fror jetzt, denn nachts war es zu dieser Jahreszeit zum Frühlingsanfang noch recht frisch. Das hatte auch ein wenig geholfen, ihren Geist etwas zu klären. Es war jetzt 02:00 Uhr nachts, und sie hatte sich bei einer Kommilitonin, die in der Altstadt wohnte, verquatscht, nachdem beide vorher bis zur Schließungszeit mit anderen Freunden im Salvator einen Geburtstag gefeiert hatten. Das Starkbier und die Enzian-Schnäpse hauten ganz schön rein.

Sie wollte die vordere Eingangstür zum Dietrich-Bonnhoeffer-Haus aufschließen und stutzte. Das war seltsam. Um diese Zeit - das war verpflichtend in diesem Wohnheim der Evangelischen Studierendengemeinde - hatte die Tür verschlossen zu sein. Sie schloss hinter sich ab und trat in den dunklen Flur. Es war mucksmäuschenstill. Jetzt war wohl niemand mehr aktiv, und selbst die größten Nachteulen lagen längst in den Betten. Julia, ihre Zimmergefährtin wohl auch.

Verena schlich die Treppe hoch in den zweiten Stock. Auf den Aufzug verzichtete sie, um niemanden zu wecken. Oben nahm sie den linken Flur bis Nummer 20. Sie stutzte noch einmal, als sie die Wohnungstür aufschließen wollte. Auch die war unverschlossen. So leichtsinnig war ihre Kollegin doch wohl nicht? Sie trat ein und betätigte den Lichtschalter in dem kurzen Eingangsflur und schloss hinter sich ab. Nichts zu hören. Dann öffnete sie die Glastür zur gemeinsamen Wohnung. In der Küche war, wie zu erwarten, niemand, aber die Tür zu Julias Zimmer stand einen Spalt breit offen. Dahinter war es dunkel.

Vielleicht ist sie ausgeflogen? Vielleicht hatte sie etwas Dringendes zu erledigen? War in Hast fortgegangen? Hatte dabei vergessen, die Wohnungstür und den Haupteingang abzuschließen? Sie zögerte, in die Privatsphäre ihrer Wohnungspartnerin einzudringen. Wenn die jetzt nicht allein wäre? Aber die Unruhe war größer. Sie vergrößerte vorsichtig den Spalt zu Julias Zimmer, und bei dem Licht aus dem Eingangsbereich, das durch die trübe Glasscheibe drang, konnte sie nur erkennen, dass ihre Gefährtin anscheinend im Bett lag und schlief. Sie schloss vorsichtig die Tür und ging dann leise in ihr Zimmer.

Als Verena Gärtner am anderen Morgen aufwachte, war es bereits 10:00 Uhr vorbei. Es dauerte ein paar Minuten, bis sie zu sich fand. Ach ja, gestern war Party gewesen, aber sie fühlte sich ganz gut, hatte etwas Durst. Und heute würde sie nichts Großes verpassen. Die erste Vorlesung, die sie interessierte, begann erst um 14:00 Uhr c.t.: "Inklusion in Grundschulen". Von der anderen Seite war auch noch nichts zu hören. Oder war Julia schon weg? Die war normalerweise sehr pflichtbewusst und wahrscheinlich schon im Institut in der Nussbaumallee. Jetzt fiel es ihr wieder ein: sie musste sie zur Rede stellen wegen der unverschlossenen Wohnungstüre letzte Nacht. Die Haustüre - das konnte auch jemand anders gewesen sein.

Als sie in die kleine gemeinsame Küche trat, war noch alles so picobello aufgeräumt wie am Abend zuvor. Julia hatte gestern Küchendienst gehabt, und sie hatte in ihrer Gründlichkeit sämtliches Geschirr in die Spülmaschine geräumt. Nichts stand herum. Die Kaffeemaschine war heute Morgen auch noch nicht benutzt worden, keine schmutzigen Tassen, keine Teller mit Brötchenkrümel. Dabei war es jetzt bereits fast 10:30 Uhr. Verena machte sich ernstlich Sorgen. An diesem Morgen musste ihre Mitbewohnerin längst in der Mathematik-Vorlesung sein. Sie ließ nie eine aus. Etwas stimmte hier nicht. Vielleicht war sie krank und hatte deshalb vergessen, abzuschließen. Weil ihr Kopf nicht so ganz klar gewesen war gestern Abend.

Die Zimmertüre gegenüber war geschlossen. Verena klopfte an:

"Julia!?"

Keine Antwort. Noch mal.

"Julia!?"

Sie drückt

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen