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Drecksarbeit Spionage-Krimi von Allbeury, Ted (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.08.2014
  • Verlag: Edel Elements
eBook (ePUB)
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Drecksarbeit

1945: In den Trümmern Deutschlands nimmt der britische Geheimdienst deutsche Kriegsverbrecher in seine Dienste. Fünfzig Jahre später, am Ende des kalten Krieges, enthüllt ein Sensationsblatt den Skandal. Der junge Agent Charles Mallory erhält den Auftrag, der Geschichte nachzugehen. Ein schwieriges Unterfangen, wie sich schnell zeigen wird. Bald hat Mallory den Eindruck, seine Gewährsleute erzählten ihm nur die halbe Wahrheit. Sie machen Anspielungen, die er nicht versteht, und warnen ihn vor Gegnern, die er nicht kennt. Als er feststellt, dass seine Chefs kein Interesse an seinen Resultaten haben, beschließt er, auf eigene Faust weiterzumachen... Ein hochklassiger Spionagekrimi - spannendes Lesevergnügen für alle Fans von John Le Carré!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 314
    Erscheinungsdatum: 29.08.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955305581
    Verlag: Edel Elements
    Größe: 2261kBytes
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Drecksarbeit

1. KAPITEL

Auf dem langen Eichentisch waren die neuesten Ausgaben sämtlicher Tageszeitungen verstreut. Toby Young stand am Fenster und schaute hinaus. Es war ein langer, aber milder Winter gewesen, und die Pessimisten, die geunkt hatten, dafür werde man später noch büßen, konnten jetzt behaupten, recht behalten zu haben. Es war Mitte April und es schneite. Große Flocken sanken träge auf die Fensterbänke. Die Dächer der Gebäude gegenüber vom Century House sahen aus wie auf einer altmodischen Weihnachtskarte. Young drehte sich zu Mike Daley um und sagte: "Sie haben Fogarty getroffen - glauben Sie, der weiß etwas, oder klopft er nur auf den Busch?"

Daley zuckte die Achseln. "Vermutlich ein bißchen von beidem."

"In seinem Artikel steht keine einzige Tatsache. Kein Name, nicht einmal ein Hinweis - nur der immer gleiche alte Unsinn über Exnazis, die noch frei herumlaufen. In den Staaten, in Südamerika, in Europa - und hier. Warum kommen die jetzt damit an - über vierzig Jahre später? Die meisten dieser Mistkerle sind längst tot."

"Und warum reden wir dann überhaupt darüber?"

Young runzelte die Stirn. "Spielen Sie nicht den Klugscheißer, Michael. Sie wissen verdammt genau, warum."

"Uns sind nur drei Leute bekannt, die dem SIS etwas anhängen könnten, und wie Sie selbst sagten: Das ist alles lange her."

"Sie könnten dennoch eine Geschichte daraus machen - ohne Fakten natürlich, und jede Unterstellung sorgfältig mit einem 'wie behauptet wird' abgesichert. Im Moment gibt es keinen anderen Skandal, auf den sie sich stürzen könnten. Die anderen Blätter werden es aufgreifen, und die Opposition wird sofort Stellungnahmen oder gerichtliche Untersuchungen fordern - sie werden alles tun, um die Sache hochzukochen."

"Was wäre das Schlimmste, was sie sagen könnten, Toby? Was könnte uns wirklich Ärger machen?"

"Daß der SIS nach der Kapitulation der Deutschen ehemalige Kriegsverbrecher zu geheimdienstlicher Arbeit heranzog, ihnen Schutz gewährte und dafür sorgte, daß sie nicht vor Gericht gestellt werden konnten."

"Das haben doch alle gemacht, nicht nur wir. Die Russen auch. Und die Amerikaner haben Gehlen und seine ganze Organisation übernommen. Mit Mann und Maus."

Young schüttelte den Kopf. "Gehlen ist niemals eines Kriegsverbrechens bezichtigt worden."

"Das CIC hat viele andere benutzt, die welche waren."

"Mit dem Unterschied, daß die amerikanische Öffentlichkeit hinter ihnen steht. Das sind Patrioten, keine Beckmesser wie unser Pack."

"Haben Sie das beim Alten angesprochen?"

"Ganz kurz."

"Und seine Reaktion?"

"Ganz vorsichtig."

Daley lächelte. "Wahrscheinlich fürchtet er um seinen 'Schlag'."

Young machte keinen Hehl aus seinem Unmut über Daleys vorlauten Kommentar. Noch mehr ärgerte es ihn, daß ihm der gleiche Gedanke auch schon gekommen war. Es war üblich, daß jeder neue Direktor so rasch wie möglich in den Adelsstand erhoben wurde. Er seufzte bedeutungsvoll und sagte: "Ihr Kopf könnte genauso rollen wie jeder andere."

Daley grinste. "Das ist Wunschdenken, Toby. Warum meiner?"

"Weil der Chef will, daß einer von Ihren Leuten die drei Jungs aufspürt, die uns Sorgen machen."

Daley zuckte die Achseln. "Und wo ist das Problem?"

"Das Problem dabei ist, daß wir Ärger bekommen, falls einer von ihnen noch lebt - was sollen wir mit ihm machen, zum Beispiel?"

"Und warum sollte ich Ärger bekommen?"

"Weil es, wie Sie sehr wohl wissen, bei uns Leute gibt, die es nach wie vor für gut halten, dem Boten die Augen auszukratzen, wenn er schlechte Nachricht überbringt."

Daley schüttelte langsam den Kopf. "Nicht diesem Boten, alter Freund." Aber er lächelte nicht mehr.

"Wen gedenken Sie darauf anzusetzen?"

"Ich werde es mir überlegen. Wahrscheinlich Mallory."

"Warum Mallory?"

"Er ist schlau, und er ist zu jung, um sich für de

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