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Drei Sekunden Thriller von Roslund, Anders (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.08.2018
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Drei Sekunden

Der internationale Thrillererfolg Three Seconds 2018 als große Blockbusterverfilmung im Kino!
Er lebt ein Doppelleben. Das eine mit seiner Frau und den beiden kleinen Söhnen, für die er alles tun würde. Und das andere als Undercover-Agent, eingeschleust bei der polnischen Mafia. Jeden Tag riskiert er sein Leben. Doch der neue Auftrag ist sein bisher gefährlichster: Er soll die Geschäfte der Drogenmafia in einem Hochsicherheitsgefängnis an sich reißen. Der Auftrag kommt von seinen polnischen Freunden, aber auch seine schwedischen Kollegen unterstützen dieses Vorhaben. Der Mann, der zwei Namen hat, weiß, dass er jetzt allein ist, dass er in nur drei Sekunden tot sein kann, wenn seine Deckung auffliegt. Deshalb macht er einen Plan, den nur er allein kennt.

Anders Roslund, der für seinen investigativen Journalismus mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurde, ist einer der erfolgreichsten und anerkanntesten skandinavischen Krimiautoren unserer Zeit. Roslund ist Teil des Autorenduos Roslund & Hellström, das viele wichtige Preise erhielt, u.a. den CWA International Dagger, den Skandinavischen Krimipreis und den Preis der schwedischen Krimiautoren. Die Romane von Roslund & Hellström werden gerade sowohl in Europa als auch in Hollywood verfilmt. 'Made in Sweden' ist Anders Roslunds siebter Roman und der erste, den er gemeinsam mit Stefan Thunberg verfasst hat.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 688
    Erscheinungsdatum: 20.08.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641231729
    Verlag: Blanvalet
    Serie: Piet Hoffmann .1
    Originaltitel: Tre Sekunder (Piet Hoffmann 1)
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Drei Sekunden

ER HATTE DIE Vasagata verlassen und steckte auf Söderleden auf der Höhe von Slussen im Stau. Es ging auf fünf Uhr zu, er hätte bereits vor einer Stunde in der Vorschule sein müssen.

Piet Hoffmann saß im Auto und versuchte, Stress und Schweiß und Ärger über den Nachmittagsverkehr, auf den er keinen Einfluss hatte, zu verdrängen. Drei Fahrspuren standen still, so weit, wie er überhaupt in den Tunnel schauen konnte. Um nicht mit der Großstadt kämpfen zu müssen, dachte er an Zofias Gesicht, das so weich war, wenn seine Finger es berührten, oder an Hugos Augen, wenn der ganz allein auf dem Rad fuhr, oder an Rasmus' Haare, die sich gelb wie Hagebuttensuppe und verdünnter Apfelsinensaft in alle Richtungen sträubten. Das ging nicht. Mit wem hast du gesessen? Bilder derer, die er liebte, glitten immer wieder in Bilder einer Lieferung über, die in einer Wohnung in der Västmannagata zum Tod eines anderen Menschen geführt hatte. Schonen. Mio. Josef Libanon. Virtanen. Der Graf. Wie viele willst du? Ein anderer Infiltrateur mit demselben Auftrag wie er selbst. Mit wem noch? Ein anderer Infiltrateur, der ihm gegenüber gesessen, aber schlechter gespielt hatte. Mit wem noch! Gerade er wusste doch, wie ein gefälschter Hintergrund aussah, wie der aufgebaut war, welche Fragen gestellt werden mussten, um ihn zu knacken. Sie hatten jeder für sich für die Polizei gearbeitet und waren am selben Ort gelandet, und er hatte keine verdammte Wahl gehabt, sonst wären sie beide ums Leben gekommen, es hatte einer gereicht, und dieser eine war er nicht gewesen.

Er hatte schon früher Menschen sterben sehen. Das war es nicht. Sein Alltag verlangte das, und seine Glaubwürdigkeit verlangte das, und er hatte gelernt, tote Menschen abzuschütteln, die ihm nicht nahestanden. Aber er hatte die Verantwortung für diese Operation getragen, ein Mord, er riskierte lebenslängliches Gefängnis.

Erik hatte von einem Flughafen in der Nähe von Jacksonville angerufen. Neun Jahre auf der inoffiziellen Gehaltsliste der schwedischen Polizeibehörden als geheimer Staatsangestellter hatten Piet Hoffmann klargemacht, dass er wertvoll war, und bisher hatten seine Vorgesetzten kleinere Vergehen, die privat und auch im Dienst geschehen waren, einfach weggezaubert. Erik Wilson würde auch das hier wegzaubern, das war die Stärke der Polizei, einige geheime Berichte auf dem richtigen Cheftisch reichten da meistens.

Es wurde heißer in dem stehenden Auto, und Piet Hoffmann wischte sich den Schweiß ab, der in seinen Kragen lief, während der verdammte Stau sich langsam lockerte. Er fixierte ein Nummernschild, das sich zwei Meter vor ihm langsam bewegte, und zwang die Bilder von Rasmus und Hugo und dem richtigen Leben wieder vor seine Augen und konnte zwanzig Minuten später auf dem Gästeparkplatz mitten im großen Wohngebiet von Enskededalen halten.

Er ging auf die Haustür zu und blieb plötzlich stehen, die Hand noch immer einige Zentimeter über der Türklinke. Er hörte die Stimmen von spielenden, lärmenden, lauten Kindern, und er lächelte, verharrte einige Sekunden im schönsten Augenblick des Tages. Er öffnete die Tür, hielt aber wieder inne, etwas über seinen Schultern schien zu spannen, und er schob hastig eine Hand unter das Sakko, atmete dann erleichtert auf, er hatte natürlich sein Waffenholster umgeschnallt.

Er öffnete die Tür. Es roch nach Frischgebackenem, eine späte Zwischenmahlzeit für die Kinder, die jetzt um einen Tisch im Speiseraum saßen. Der Lärm stammte vom Raum dahinter, dem großen Spielzimmer. Er setzte sich auf einen niedrigen Stuhl im Eingangsbereich, neben kleinen Schuhen und bunten Jacken an Haken, die mit den Namen der Kinder und selbstgemalten Elefanten verziert waren.

Er nickte einer jungen Frau zu, sie war erst seit kurzem hier angestellt.

"Hallo."

"Der Papa von Hugo und Rasmus?"

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