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Dreimal Tote Tante - Backfischalarm - Pannfisch für den Paten von Koch, Krischan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.02.2019
  • Verlag: dtv Deutscher Taschenbuch Verlag
eBook (ePUB)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Dreimal Tote Tante - Backfischalarm - Pannfisch für den Paten

Band vier bis sechs der herrlich komischen Küsten-Krimi-Reihe - jetzt als eBundle Dreimal Tote Tante: Das Frühjahr bringt mordsmäßig Aufregung nach Fredenbüll: Im Jauchebecken von Schweinezüchter Schlotfeldt tauchen die Leichen zweier vermisster Frauen auf. Und Pensionswirtin Renate wird nach dem abendlichen Landfrauentreffen entführt und findet sich angekettet in einem dunklen Kellerverlies wieder. Das passt gerade gar nicht, wo doch die neuen Gäste anreisen. Was will dieser Verrückte überhaupt von ihr? Für Dorfpolizist Thies Detlefsen ist jedenfalls klar: Ein wahnsinniger Frauenmörder geht um in Fredenbüll und er muss ihn finden, bevor es noch mehr Opfer gibt! Backfischalarm : Thies Detlefsens Zwillinge Telje und Tadje setzen mit der 10a des Theodor-Storm-Gymnasiums zur herbstlichen Klassenfahrt nach Amrum über. Mit an Bord sind Junglehrerin Vanessa Loebell, der "voll süße" Referendar Manuel Scholz mit modischem Piratentuch um den Kopf und Klassenlehrer Dr. Niggemeier. Die Überfahrt ist äußerst stürmisch, doch die Schüler machen unzählige Selfies und wackelige Filmaufnahmen – bis einer von ihnen den Toten entdeckt: Jungreeder Bent Blankenhorn sitzt ermordet auf dem Oberdeck. Alarmstufe Rot für Thies und KHK Nicole Stappenbek, die umgehend die Ermittlungen auf der von Herbstnebel umwaberten Insel aufnehmen. Pannfisch für den Paten : In Fredenbüll herrscht Aufruhr: Auf dem Deichvorland werden mehrere Windräder installiert, was die Naturschützer im Dorf auf den Plan ruft. Sogar Oma Ahlbeck unterstützt die eilig gegründete Initiative "Sei (k)ein Frosch e.V.", die sich um die bedrohte Rotbauchunke sorgt. Eines Morgens steckt in dem noch feuchten Betonsockel eines Windrads ein Toter! Mischt da etwa der mysteriöse Unbekannte mit, der von lauter Männern in dunklen Anzügen bewacht wird? "Dat is BKA", weiß Polizeiobermeister Thies Detlefsen. Und wittert sofort einen ganz großen Fall. Krischan Koch wurde 1953 in Hamburg geboren. Die für einen Autor üblichen Karrierestationen als Seefahrer, Rockmusiker und Kneipenwirt hat er sich geschenkt. Stattdessen macht er Kabarett und Kurzfilme und schreibt seit vielen Jahren Filmkritiken u.a. für die 'Die Zeit' und den Norddeutschen Rundfunk. Koch lebt mit seiner Frau in Hamburg und auf der Nordseeinsel Amrum, wo er mit Blick aufs Watt seine Kriminalromane schreibt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 864
    Erscheinungsdatum: 28.02.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783423435987
    Verlag: dtv Deutscher Taschenbuch Verlag
    Größe: 2066 kBytes
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Dreimal Tote Tante - Backfischalarm - Pannfisch für den Paten

2

"Dreimal Tote Tante", ruft Postbote Klaas Imbisswirtin Antje unternehmungslustig über den Glastresen des Stehimbisses zu und reibt sich die Hände. "Immer noch frisch heute Morgen. Da können wir gut 'n Kleinen zum Aufwärmen vertragen, wat Piet?"

Piet Paulsen mustert ihn skeptisch über seine Gleitsichtbrille hinweg, dann nickt er Antje mürrisch zu. "Ja, ja, is ja gut, ich trink einen mit! Ich will mal nich so sein." Der Landmaschinenvertreter im Ruhestand schiebt sich die schwere Gleitsichtbrille auf die Nase zurück. Piet Paulsen kann die plötzliche Begeisterung für das nordfriesische Nationalgetränk nicht ganz nachvollziehen. Der Kakao mit Rum und Sahnehäubchen war in den letzten noch kühlen Frühjahrswochen der Renner in der "Hidden Kist". Und das liegt allein an Mandy.

Für Paulsen war es ein regelrechter Schock, als eines Tages neben dem Postboten eine fremde Frau an Stehtisch Zwei stand.

"Moin, moin, wat machen Sie denn hier?", hatte der Rentner gebrummt und wollte die auswärtige Dame gerade von seinem Stammplatz verscheuchen, als Klaas verlegen herumdruckste und in seiner Postjacke mächtig ins Schwitzen kam.

"Ja, also ... dat ist Mandy", platzte es schließlich aus ihm heraus. "Die kommt hier jetzt öfter."

Klaas hat also neuerdings eine "Bekannte". "Aus 'm Internet, angeblich", behauptet Antje hinter vorgehaltener Hand. Seitdem ist in der "Hidden Kist" die Welt aus den Fugen. Statt Jägermeister gehen reihenweise Tote Tanten über den Tresen, und statt Fußball flimmerte kürzlich die WM im Eiskunstlauf über den Großbildschirm, der gegenüber der Dunstabzugshaube hängt. Die flotte Mandy aus dem Erzgebirge war in den Achtzigern schließlich viermal sächsische Meisterin im Eistanz.

Mandy ist erst seit wenigen Wochen in Nordfriesland. Aber sie hat sich schon bestens akklimatisiert. Die Frisur mit Strähnchen und geföhnter Außenwelle im Farrah-Fawcett-Look und die Fingernägel mit der kunstvollen Schilfstruktur stammen unverkennbar aus dem "Salon Alexandra". "Guudn Mohrschn" hat sie längst aus ihren Sprachgebrauch gestrichen. Das "Moin, moin" geht ihr schon erstaunlich flüssig und fast ohne sächsischen Akzent über die Lippen. Seit zwei Wochen kellnert Mandy im "Café Wattblick" in Neutönninger Siel, für die Hauptsaison hat sie einen Job in einem Sylter Eiscafé in Aussicht. Dabei hat die Erzgebirglerin ein paar schwierige Jahre hinter sich. Nach ihrer aktiven Zeit im Eissportzentrum Karl-Marx-Stadt hatte sie es nach der Wende im Showgeschäft versucht. Als "Dornröschen on Ice" war sie allerdings nach mehreren rollengerecht verschlafenen Wurfsalchows recht unsanft in den Kulissen gelandet und prompt aus der Showtruppe geflogen. Auch das folgende Engagement als Eislauf-Kokommentatorin der MDR-Sendung "Sport im Osten" war, nachdem der eigentliche Moderator kaum mehr zu Wort kam, gleich wieder eingestellt worden. Doch diese kleinen Rückschläge hatten Mandys Optimismus nichts anhaben können.

Ihr sächsisches Temperament hatte den nordfriesischen Postboten gleich bei ihrem ersten Treffen regelrecht umgehauen. Das Rendezvous hatte im Erlebnismuseum "Sturmflutenwelt Blanker Hans" in Büsum stattgefunden. Und ehe Klaas sich versah, stand die ehemalige Eisprinzessin mit drei Riesenkoffern bei ihm vor der Tür und war in seine kleine Junggesellenwohnung über dem ehemaligen Fredenbüller Postamt eingezogen.

In der "Hidden Kist" tönt seitdem Barry Manilows "Mandy" aus dem verölten Radiorecorder auf Antjes Gewürzbord. Stones-Fan Klaas und selbst "Stormy Weather"-Gitarrist Bounty schluchzen die Schnulze inzwischen sogar mit. In dem Stehimbiss hat sich Mandy bereits bestens eingeführt. Mit ihrer Begeisterung für den Eiskunstlauf konnte sie die Fredenbüller Imbissrunde zwar noch nicht anstecken, aber ihre Trinkfestigkeit hat nicht nur Klaas, sondern auch der restlichen Stammbesetzung schwer imponiert. Zur Kür im Paarlaufen hatte Antje vier Runden Tote Tante serviert und zwisch

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