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Du kannst uns nicht entkommen Roman von White, Gillian (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.07.2018
  • Verlag: dotbooks
eBook (ePUB)
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Du kannst uns nicht entkommen

Eine zerrüttete Familie - ein eiskalter Plan: Der psychologische Spannungsroman 'Du kannst uns nicht entkommen' von Gillian White als eBook bei dotbooks. Weihnachten steht vor der Tür und die zwölfjährige Vanessa und ihre jüngeren Geschwister haben nur einen Wunsch für dieses Jahr: Es soll festlich werden! Ihre Mutter lässt sich zwischen ihren Affären jedoch selten zu Hause blicken und wenn, hat sie nur harte Worte für ihre Kinder übrig. Um das Weihnachtsfest zu retten, sperren Vanessa und ihre Geschwister die Mutter kurzerhand im Keller ein - zum Ausnüchtern und um sie an ihre Familie zu erinnern. Doch aus dem kurzen Experiment werden Tage, aus Tagen werden Wochen. Und plötzlich stellt sich den Kindern die grauenhafte Frage: Wozu brauchen sie überhaupt noch eine Mutter? 'Gillian White setzt die schaurigen Zutaten ihrer Geschichten kontrolliert und intelligent ein.' Independent on Sunday Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Du kannst uns nicht entkommen' von Erfolgsautorin Gillian White - der britischen 'Lady of Suspense'. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Gillian White stammt aus Liverpool und arbeitete mehrere Jahre als Journalistin, bevor sie sich ganz dem Schreiben von Romanen widmete. Mit ihrem Mann und zwei Hunden lebt sie in Totnes, Devon. Vier ihrer Romane wurden vom britischen Fernsehen erfolgreich verfilmt. Bei dotbooks erscheinen ihre Romane 'Das Ginsterhaus', 'Denn du bist mein', 'Hexenwiege', 'Ein unheimlicher Gast', 'Der Peststein', 'Das Familiengrab' und 'Das Hotel bei den Klippen'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 391
    Erscheinungsdatum: 01.07.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783961484157
    Verlag: dotbooks
    Größe: 1134 kBytes
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Du kannst uns nicht entkommen

1

Um halb drei Uhr am Weihnachtsmorgen nahmen sie ihre Mutter gefangen.

Es ging nicht anders. Es war eine gute Tat - oder zumindest notwendiger Selbstschutz. Eine traurige, kluge Entscheidung, wie sie normalerweise von Staatsbeamten getroffen wird, die ungefährdet hinter dicken Glasscheiben sitzen.

Tiefer Winter.

Mitternacht.

Trostlos und eiskalt, aber kein Wind stöhnt.

"Und noch etwas, himmlischer Vater, manchmal wache ich auf und habe schreckliche Angst vor all den Dingen, die mir tagsüber passieren könnten. Warum hast du uns Menschen so geschaffen, daß wir verstehen können, was Qualen sind ...?"

Durch das helle Viereck des Vorhangs, durch den sicheren verschleierten Abstand fremder Leute können wir beobachten, wie Vanessa Townsend ihr Gespräch mit Gott beendet. Soeben hat sie "Das Schweigen der Lämmer" beiseite gelegt. Winternebel umgibt die antiquierte Straßenlampe vor ihrem Fenster, schweigend festgehalten von nächtlicher Stille. Das hellwache Mädchen duftet schwach nach Johnson's Powder, in makelloses Weiß gekleidet, wartet auf die Heimkehr der Mutter, zwingt sich, gut achtzugeben.

Sobald es ruhig im Haus geworden ist und die Mutter sich nach oben ins Bett geschleppt hat, wird Vanessa mit den Kissenbezügen umherschleichen, die sie hinten in ihrem Schrank versteckt, dann kann sie das Licht abschalten und ihr Gehirn. Der Morgenmantel liegt auf der Bettkante bereit. Innerhalb der Hausmauern scheint nichts zu geschehen, die Stille ist vollkommen.

Letztes Jahr erlebten sie kein richtiges Weihnachtsfest, und Vanessa schwor auf ihre heilige Bibel, sie würde so etwas nie wieder geschehen lassen. Sie trägt die Verantwortung, sonst gibt es niemanden, der sie übernehmen könnte. Nur von ihr hängt es ab, und sie glaubt, sie hätte sich an alles erinnert - genauso, wie es früher war. Der Kühlschrank ist gefüllt, und in der Speisekammer steht ein Marks&Spencer-Weihnachtskuchen. Auch an die Cracker hat sie gedacht, sogar an eine Packung Feuerwerkskörper.

Dominic, "der Mann im Haus", Camilla und die Zwillinge, Sacha und Amber - nun, die schlafen jetzt, mit der strengen Anweisung ins Bett gebracht, sie sollten es bloß nicht wagen, vor sieben Uhr aufzuwachen. Aber das muß Vanessa ohnehin nicht befürchten. Alle sind erschöpft. Sie schleppten die Kiste mit dem Weihnachtsschmuck vom Dachboden herunter, dann verbrachten sie den Abend damit, die Halle zu schmücken, den Salon, den süß duftenden Baum, den sie nach dem Tee bei Mr. Gribble abgeholt hatten. Es dauerte eine halbe Ewigkeit, alles herzurichten, denn es ist ein großes Haus, sehr elegant, in georgianischem Stil, mit hohen Zimmerdecken und breiten Treppenfluchten. Die beiden erleuchteten Ananasfrüchte von Tiffany, die auf ihren schmiedeeisernen Pfosten neben der grandiosen marineblauen Eingangstür Wache halten, gehören zu Mutters Protest gegen alles, was sie "die Mittelmäßigkeit dieser verdammten Welt von Boots, Barratts und Bradford & Bingley" nennt. Das ganze Haus ist jetzt nach ihrem Geschmack eingerichtet - bonbonfarben, mit wattierten Vorhängen und Schleifen, mit bohnengrünen Jadevasen in Alkoven, von Spots angestrahlt, und Teppichen, so dick, daß man überall unbemerkt umhergehen kann.

Unter dem Baum liegen die Geschenke für Mutter - eins mit einem Band, das teuer aussieht und von Daddy stammen muß. Es blieb den Kindern vorbehalten, die Weihnachtspost zu öffnen, die von der Mutter ignoriert wurde. Oder sie riß die Kuverts achtlos und gleichgültig auf. Sie verteilten die Karten auf dem Kaminsims, in Bücherregalen, auf Wattestreifen entlang der Wände, um alle ordentlich zur Schau zu stellen.

Hundertsiebenundvierzig Karten. Irgendwo müssen also irgendwelche Leute leben, die Mutter früher einmal gemocht haben. Sie behauptet immer, sie sei sehr beliebt.

Am Abend, als Dominic gerade auf der Trittleiter balancierte und Silberfäden über den Baum mit dem Weihnachtsengel drapierte,

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