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Dunkle Ufer Thriller von Dawkins, Sage (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.01.2019
  • Verlag: beTHRILLED
eBook (ePUB)
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Dunkle Ufer

Ein Serienkiller treibt in London sein Unwesen. Blutleere Frauenkörper werden Marmorstatuen gleich im Flussbett gefunden. Die junge Kunsthistorikerin Julia macht eine verblüffende Entdeckung: Der Täter stellt mit den Leichen Szenen aus antiken Kunstwerken nach. Inspector Stephen Lang verpflichtet die junge Frau daraufhin, ihn und sein Team auf der Suche nach dem Serienmörder weiter zu beraten. Schon bald hat Julia einen schrecklichen Verdacht, wer hinter den Morden stecken könnte. Zunächst ist sie unsicher, ob sie dem Inspector von ihrem Verdacht erzählen soll - doch dann bringt der Killer ihre Freundin in seine Gewalt ... Dunkel, faszinierend und ungeheuer spannend - ein Buch, das Sie den Atem anhalten lässt! 'Es passiert sehr selten in meinem Leben, dass mich eine Geschichte so packt, dass ich nichts anderes tun kann, als zu lesen.' (Rhiannon, Amazon.de) 'Für mich ein absolutes MUSS für jeden Thriller Fan und klare 5 Sterne' (Alexandra B., Netgalley.de) 'Düster, cool und sexy!' (RezensentIn 533771, Netgalley.de) eBooks von beTHRILLED - mörderisch gute Unterhaltung.

Sage Dawkins machte sich gleich zu Beginn ihrer Autorenkarriere einen Namen als Spezialistin für die dunklen Seiten der menschlichen Natur. Als Studentin der deutschen und englischen Literatur und mit viel Berufserfahrung im internationalen Management war sie geradezu prädestiniert dafür, düstere Thriller und Krimis zu erschaffen. Folgerichtig kündigte sie ihren sicheren und gut bezahlten Job, um ein Studium zur Drehbuchautorin zu absolvieren. Seither ängstigt sie mit großer Freude und einer unverwechselbaren Autorenstimme alle, die es wagen, ihre Filme zu sehen oder ihre Geschichten zu lesen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 447
    Erscheinungsdatum: 01.01.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732559763
    Verlag: beTHRILLED
    Größe: 1530 kBytes
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Dunkle Ufer

2

Im Besprechungsraum der in die Jahre gekommenen Polizeistation im Herzen der Stadt rumorte es. Beamte der Sonderkommission und Uniformierte standen dicht gedrängt, lehnten an den Wänden um die besetzten Sitzplätze in der Mitte. Nachmittagssonne schien golden durch die hohen Fenster auf glanzlose Augen, erschöpfte Gesichter. Stephen stand vorne, wartete darauf, dass der Letzte den Raum betrat. Arme verschränkt, die Schultern hängend, schien er von seinen 1,83 Metern zehn Zentimeter eingebüßt zu haben. Hinter ihm leuchtete ein breites Whiteboard, dahinter ein weiteres, komplett beschriftet mit Notizen in allen Farben. Seine dunkelblauen Augen blickten ernst. Er befestigte das Foto eines neuen Opfers am Board, direkt neben drei älteren. Sie zeigten verschiedene Typen von Frauen, junge und weniger junge, wunderschön hergerichtet, in unterschiedlichen Posen, kunstvoll, wie Marmorskulpturen im Flussschlamm positioniert.

Schwerfällig drehte er sich zu seinen Leuten um, sein Kopf dröhnte von zu wenig Schlaf und zu viel Kaffee. Die choreografierte Pressekonferenz hatte ihm den Rest gegeben. Coopers politische Ambitionen hatten schon früher Ermittlungen erschwert, doch in diesem Fall konnte ihnen sein Ehrgeiz allen den Hals brechen. Müde ergriff er eine der vielen Tageszeitungen, die auf dem Tisch ausgebreitet lagen, hob sie herausfordernd.

»Sie haben jetzt nicht nur Fotos, sie haben ihm sogar einen Namen gegeben. Sie nennen ihn den Themse-Vampir!«

Seine Stimme war matt, unterdrückte Wut im Ausdruck. Er nahm sich Zeit, ließ den Blick über die Gesichter seines Teams schweifen.

»Kann mir bitte jemand - irgendjemand - sagen, wie zum Teufel die herausgefunden haben, dass die Körper der Opfer ausgeblutet wurden?«

Er schleuderte die Zeitung über den Schreibtisch vor sich, sodass sie Unterlagen mit sich zu Boden riss. Im selben Moment bereute er es. Die Stille im Raum hallte hinter seiner Stirn wider. Keiner im Raum wagte zu atmen. Solche unkontrollierten Handlungen sahen ihm gar nicht ähnlich. Er war der Ruhepol der Abteilung. Besonnenes, analytisches Vorgehen unter Druck, so hatte er Karriere gemacht. Die entsetzten, teils verlegenen Blicke einiger jüngerer Kollegen machten ihm deutlich, wie sehr er nicht mehr er selbst war. Die Älteren blickten ähnlich grimmig und frustriert wie er, wussten, was in ihm vorging. Es half nichts, jemand hatte die Information an die Presse verkauft. Jemand aus dem inneren Kreis, doch das war nun nicht mehr von Belang. Es gab Wichtigeres.

»Wenn ihr dachtet, dass wir bisher unter Druck von oben gestanden haben, dann freut euch: Dem war nicht so.« Seine Worte wurden bedrohlicher, als er weitersprach. »Der Bürgermeister hängt uns jetzt auch im Nacken. Das letzte Opfer, das nun nackt die Titelseiten aller Zeitungen ziert, war die Ehefrau seines Chefbankers. Die beste Freundin seiner Frau.«

Er atmete volltönig ein.

»Sollte das die Presse erfahren, werden Köpfe rollen, darauf könnt ihr euch verlassen!« Stephen beugte sich über den Tisch, fischte ein Dokument aus den Unterlagen und legte es obenauf: »Ach ja, keine freien Tage mehr, kein Urlaub, bis der Killer gefasst ist. Anweisung von ganz oben, bedankt euch dort.«

Die fassungslosen Gesichter der Anwesenden sprachen Bände, die Einstimmung hatte gesessen. Stephen war zufrieden. Nun konnte das Meeting beginnen.

22:35 Uhr. Julia zog die schwere Bürotür hinter sich zu. Dem Quietschen folgte ein dumpfer Knall, als sie ins Schloss fiel. Zeitgleich flackerten die Neonröhren des Ganges auf. Die Lichter gingen bei Bewegung an, schalteten sich wieder ab, sobald man den nächsten Bewegungsmelder aktivierte. Sie schnürte den Mantel enger, machte sich auf den Weg durch das leere Museum. Der Steinboden des langen Korridors warf ihre Schritte in die Tiefen der Archive im Kellergewölbe, diese antworteten verzögert. Sie war die Letzte, doch das störte sie nicht. Di

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