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DUNKLER FLUSS Roman von Bennett, Nicholas (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.05.2017
  • Verlag: Luzifer Verlag
eBook (ePUB)
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DUNKLER FLUSS

'Eine spannende und nervenaufreibende Geschichte' [Lesermeinung] 'Die detaillierten, schon fast epischen Beschreibungen lassen gleich einen Film im Kopf ablaufen.' [Lesermeinung] 'Die Grundgeschichte, die Nicholas Bennett da erzählt, ist, ganz pur und rein für sich genommen, großartig!' [Lesermeinung] Inhalt: Der Fluss vergisst nicht ... Ein Leben wird gerettet, ein anderes verflucht. David Weaver wird von Träumen und Geistern heimgesucht, als der Fluss ihn ruft, wie er es bereits früher getan hat ... im August 1976, dem heißesten Sommer aller Zeiten. Die dunkle Historie einer ländlichen Kleinstadt Englands liegt verborgen in den finsteren Katakomben mittelalterlicher Ruinen. Eine Energie aus altertümlicher Zeit schlummert dort und wartet darauf, sich an den Bedürfnissen der Menschen, Böses zu tun, zu laben. DUNKLER FLUSS ist ein Mystery-Thriller über die düstere Psychologie eines beschaulichen kleinen Ortes, den scheinbar selten ein Wässerchen trübt. Die älteren Bewohner jedoch wissen es besser. Sie kennen die heimtückische Unterströmung, die dem Leben am Fluss Meas zu eigen ist ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 500
    Erscheinungsdatum: 11.05.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958350373
    Verlag: Luzifer Verlag
    Originaltitel: River Dark
    Größe: 1431 kBytes
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DUNKLER FLUSS

Prolog

- 1 -

August 1976, Measton

Es war der heißeste Tag aller Zeiten. Das wusste jeder. Davey dachte das Gleiche, während er zum schmalen Schattenstreifen an der Mauer trabte. Es war auch viel zu heiß zum Laufen, doch er legte sich trotzdem ins Zeug, um mit Grant Moran, diesem üblen Typen, schrittzuhalten.

Davey wusste, dass er einen Fehler machte. Einen schweren Fehler.

Er hatte die unsichtbare Linie am Ende seiner Straße bereits weit hinter sich gelassen - eine Grenze, die nie und nimmer überquert werden durfte, egal wer behauptete, es gehe schon in Ordnung. Und nicht nur das: Er war außerdem hinter dem allerschlimmsten Jungen überhaupt her.

Grant Moran!

Er fand das alles nicht gerecht. Nur weil Grants Daddy als böser Mann galt, meinte jeder automatisch, der Junge müsse genauso sein. Wie der Vater, so der Sohn hatte seine Mama zu Carol, ihrer Nachbarin von nebenan, gesagt. Denn Grants Daddy war ein Krimineller. Er klaute aus den Häusern anderer Leute Dinge, wie ein Einbrecher aus Der Sechs-Millionen-Dollar-Mann und saß deshalb andauernd im Gefängnis, sodass Grant ihn nie zu Gesicht bekam, nicht einmal an seinem Geburtstag oder zu Weihnachten. Daveys Daddy war ebenfalls fort und würde ihn weder zu Weihnachten noch an seinem Geburtstag oder überhaupt irgendwann sehen. Er saß aber nicht im Gefängnis, sondern war im Himmel. Grant gab vor, es sei ihm egal, ob er seinen Daddy treffen könnte oder nicht, aber dann wurde er wütend und warf Steine auf die Gewächshäuser im Garten des alten Mr. Andrews. So etwas tat Grant ständig. Dies war das Problem und der Grund dafür, dass sich Davey in der Hitze abmühte und seine kurzen Beine im gleißenden Licht der Sonne am frühen Nachmittag vor Anstrengung zitterten. Andererseits hatte Grant stets die besten Ideen.

"Komm schon, das wird bestimmt lustig!" Grant kehrte wieder diese ganz spezielle Art hervor, die darauf hindeutete, dass gleich das Fenster von jemandem dran glauben musste. Er grinste breit. Einschüchternd, lustig und frech zugleich.

"Ich darf nicht", erwiderte Davey. "Meine Mama hat gesagt ..."

Grant verhöhnte ihn auf übertriebene Art und Weise: "Hilfe, Mama hat gesagt, Mama hat gesagt! Ich mach mir in die Windel, wenn ich auf die Straße gehe."

Davey boxte gegen Grants Schulter. Er trug nicht einmal eine Windel, er war schließlich schon fünf.

Grant tanzte vergnügt um ihn herum. "Mama hat gesagt, Mama hat gesagt, Mama hat gesagt ..."

Zehn Minuten später schleppte sich Davey auf dem schmalsten aller Schattenstreifen weiter und bemühte sich vergeblich, Grant nicht aus den Augen zu verlieren, während immer mehr Übelkeit und Panik in ihm aufstiegen. Er hätte am liebsten losgeheult. Nie zuvor war er so weit weg von zu Hause gewesen, ohne dass ihn seine Mutter an der Hand hielt, und das geschah sowieso nur, wenn er in die Vorschule ging.

Wir wagen ein Abenteuer , redete er sich tapfer ein und unterdrückte seine Tränen. Dann setzte er zum vollen Sprint an, trotz der Warnung seiner Mama, in dieser Hitze nicht zu rennen. Er wollte sich schließlich nicht verirren, und Grant preschte voran, ohne auch nur einmal stehenzubleiben oder sich nach ihm umzudrehen - kein einziges Mal. Die Häuser hier sahen nicht vertraut für ihn aus; er hatte sie noch nie zuvor gesehen. Er fand, sie waren schmutzig , und er wusste, dass seiner Mama die kaputten Fahrräder in den Vorgärten, die voller Unkraut waren, oder die Tore, die offenstanden, weil die Riegel abgebrochen waren, nicht gefallen würden. Er lief weiter, wich Hundehaufen aus und sprang auf dem glühend heißen Asphalt über verb

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