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Durch die Hölle Wahre Kriminalfälle von Hesse, Bernd (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.03.2019
  • Verlag: Das Neue Berlin
eBook (ePUB)
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Durch die Hölle

Drogenschmuggel, Menschenhandel und brutaler Mord - wahre Kriminalfälle Selbst einem Strafverteidiger kann das Blut in den Adern gefrieren, wenn grausame Taten verhandelt werden und, mehr noch, die erschütternden Schicksale der Opfer ans Licht kommen. Was sich im Gerichtssaal abspielt, ist - bestenfalls - das verdiente Ende der Täter. Strafverteidiger Bernd Hesse kennt und erzählt die Geschichten von ihrem Ausgangspunkt an und in allen Verästelungen, wahre Kriminalfälle aus dem Bereich der 'Organisierten Kriminalität', Mädchenhandel, Drogenschmuggel; Taten auch, die aus tragischen Verwicklungen 'ganz normaler Bürger' resultierten. Ein geständiger Mörder - aber hat er wirklich seine reiche Cousine erschlagen, die Geld verlieh, das Letzte aus ihren Gläubigern herauspresste und vor der eigenen Familie nicht haltmachte? Schützt der Geständige seine Familie? Ohne Sensationslust und versiert von allen Seiten beleuchtet, erzählt Hesse in 'Durch die Hölle' wahre Kriminalgeschichten und lässt seine Leser dabei an der packenden Recherche und den teils grausigen Einzelheiten der Verbrechen teilhaben. So auch in dem Fall eines Jurastudenten, der seine Eltern ermordete, sie mit der Kettensäge zerteilte und abschließend verbrannte. Ungeschönt erläutert Hesse in seinem Buch Hergänge brutaler Taten, Täterprofile und deren Verhandlungen vor Gericht. Bernd Hesse wurde 1962 in Bad Saarow geboren. Nach Schulzeit, Abitur und Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenmonteur arbeitete er als Rohrleitungsmonteur für Erdölanlagen. Später studierte er Jura an der Freien Universität Berlin und promovierte zum Dr. iur. Nach seiner Zulassung als Rechtsanwalt in Frankfurt (Oder) studierte er Kulturwissenschaften mit den Schwerpunkten Literaturwissenschaft und Linguistik an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) und promovierte zum Dr. phil. Er betreibt eine Rechtsanwaltskanzlei in Frankfurt (Oder). Bei seiner anwaltlichen Tätigkeit ist er auf Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht und Strafrecht spezialisiert und als Strafverteidiger tätig. Das Brandenburgische Oberlandesgericht bestellt ihn regelmäßig zum Ausbilder. Neben einer Vielzahl juristischer Publikationen veröffentlichte er die Kriminalromane 'Rubel, Rotlicht und Raketenwerfer' und 'Wodka, Weiber, Wasserleiche'. Im Verlag Das Neue Berlin erschien die Sammlung authentischer Kriminalfälle 'Die Hinrichtung'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 240
    Erscheinungsdatum: 12.03.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783360501592
    Verlag: Das Neue Berlin
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Durch die Hölle

Der Jurastudent,
der seine Eltern zerstückelte

Der "Bratpfannen-Fall"

Wenn man schon keine Zeit hat, sollte man auch nicht "nur mal schnell" die Nachrichten auf dem Smartphone checken. Ich tat es auf dem Wege zu einer Gerichtsverhandlung dennoch.

"Lieber Bernd,

ich habe eine Frage. Kannst Du Dir Steffen Dietrichs Fall anschauen? Der Junge tut mir so leid. Jetzt sitzt er schon fünf Jahre im Gefängnis. Verurteilt als Mörder. Er hatte nie eine Chance im Leben. Bezahlen wird er Dich nicht können.

LG Charlotte"

Ui! Die Nachricht würde ich in Ruhe noch einmal lesen müssen. Zwei Stunden später saß ich im Auto, atmete nach der Verhandlung kurz durch und las die Nachricht auf dem Facebook-Messenger noch einmal.

Dann ging ich auf das Profil: Charlotte Flug, gut aussehende Mittsechzigerin mit einem offenen, freundlichen, aber auch entschlossenen Gesicht. Wie können Frauen um die fünfundsechzig Jahre heute noch wie fünfzig aussehen? Vielleicht hat das mit dem ganzen Beauty-Kram doch etwas für sich! Wohnt in Berlin, wir sind seit zwei Jahren auf Facebook miteinander befreundet.

Alles klar! Sie war es! Ich hatte sie bei einer Lesung kennengelernt, sie hatte mich in der Pause angesprochen, dass sie einen interessanten Fall kenne, in den sie involviert sei, und mich mal um meinen Rat bitten würde; zwar nicht heute, bei der Lesung, da passe das wohl nicht, aber später, da würde sie sich melden. Die meisten solcher Ankündigungen werden nicht wahr gemacht. Aber diese energische Frau schien umzusetzen, was sie sich einmal in ihren hübschen Kopf gesetzt hatte.

Nach ein paar Minuten meldete ich mich zurück.

"So einfach ist das leider nicht, liebe Charlotte. Bevor ich da ein Mandat annehme, müsste ich wissen, worauf eine Wiederaufnahme des Verfahrens gestützt werden soll, also welche neuen Umstände bekannt geworden sind, aufgrund derer von einer Änderung der ursprünglichen rechtskräftigen Entscheidung ausgegangen werden könnte. Derartige Wiederaufnahmeverfahren gehören zu den kompliziertesten und aussichtslosesten Verfahren überhaupt. Das bedeutet nicht, dass die Sache völlig hoffnungslos ist.

Derzeit sind sowohl die Kanzlei als auch ich persönlich mit der Bearbeitung von Mandaten so gut beschäftigt, dass derart aufwendige Sachen eigentlich nicht angenommen werden. Da ich nur einer der Sozien der Kanzlei bin, müsste ich das zuvor mit den Kollegen besprechen. Bestätige mir bitte, dass ich das so tun darf.

Dann bräuchten wir auch weitere Informationen zum Gang des Verfahrens damals und gerne weitere Hintergrundinformationen, die den Ermittlungs- und Gerichtsakten nicht zu entnehmen sind. Auch möchten wir wissen, welches Dein Motiv ist, Steffen helfen zu wollen, und ob Du schon während des ersten Strafverfahrens von den Umständen Kenntnis hattest, die jetzt eine andere rechtliche Beurteilung begründen sollen.

Bevor wir in dieser Sache in der Kanzlei eine Entscheidung treffen, würden wir Akteneinsicht in die Gerichtsakten nehmen. Dazu bräuchten wir eine von Steffen unterzeichnete Vollmacht. Wir würden ihn dann auch in der Justizvollzugsanstalt besuchen und mit ihm die Angelegenheit besprechen. Denn letztlich wäre er es, der uns in dieser Sache beauftragen müsste."

Charlottes Antwort ließ nicht lange auf sich warten.

"Oje, so ein großes Fass wollte ich gar nicht öffnen!!! Den Jungen würde ich mit Vollmachten und so noch nicht beunruhigen wollen. Nicht, dass er am Ende noch Hoffnung schöpft und denkt, dass sein Gefängnisaufenthalt ein vorzeitiges Ende finden könnte. Wenn das dann nicht einträfe, würde es Steffen gänzlich zerstören.

Gerne werde ich Dir all die Unterlagen und meine Notizen von den Verhandlungen übersenden. Nein. Ich werde sie Dir lieber in einem Gespräch übergeben.

Hintergrundinformationen, die nicht im Fall Erwähnung fanden? Davon habe ich mehr als genug. Steffen hat seine Eltern umgebracht. Monika, sein

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