text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Ein dunkles Geschenk Roman von Roberts, Nora (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.04.2015
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
9,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Ein dunkles Geschenk

Je größer die Gefahr, desto heißer die Leidenschaft ... Lila Emerson liebt ihren Job als Homesitterin über alles. Doch als sie eines Tages vom Fenster ihres aktuellen Apartments einen Mord mit anschließendem Suizid beobachtet, verändert sich ihr Leben auf einen Schlag, denn Ashton Archer, der Bruder des potenziellen Mörders, bittet sie um Hilfe. Lila fühlt sich von dem attraktiven Künstler mehr als angezogen, und auch Ash weiß sofort: Die Frau mit den dunklen, tiefen Augen muss er zeichnen! Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach der Wahrheit, und bald wird klar: Unschätzbar teure Kunstgegenstände scheinen im Zentrum dieses Verbrechens zu stehen - und ein Sammler, der für seine Obsession über Leichen geht ... Nora Roberts wurde 1950 in Maryland geboren. Ihren ersten Roman veröffentlichte sie 1981. Inzwischen zählt sie zu den meistgelesenen Autorinnen der Welt: Ihre Bücher haben eine weltweite Gesamtauflage von über 500 Millionen Exemplaren. Auch in Deutschland erobern ihre Bücher und Hörbücher regelmäßig die Bestsellerlisten. Nora Roberts hat zwei erwachsene Söhne und lebt mit ihrem Ehemann in Maryland. Unter dem Namen J. D. Robb veröffentlicht Nora Roberts seit Jahren ebenso erfolgreich Kriminalromane.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 608
    Erscheinungsdatum: 27.04.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641158590
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: The Collector
    Größe: 3277 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Ein dunkles Geschenk

1

Sie hatte schon gedacht, sie würden nie gehen. Kunden - vor allem neue - neigten dazu, keine Ruhe zu geben, den Abschied hinauszuzögern und in einer Endlosschleife immer wieder dieselben Anweisungen, Kontakte und Hinweise zu wiederholen, bis sie irgendwann endlich zur Tür hinaus waren. Sie konnte sie gut verstehen. Wenn sie gingen, ließen sie schließlich ihr Heim, ihren Besitz und in diesem speziellen Fall sogar ihr Haustier in den Händen einer fremden Person zurück.

Lila Emerson tat ihr Bestes, damit sie entspannt und in der Überzeugung abreisen konnten, alles in die kompetenten Hände ihres Homesitters übergeben zu haben.

Während Jason und Macey Kilderbrand sich in den kommenden drei Wochen mitsamt Familie und Freunden in Südfrankreich aufhalten würden, wohnte Lila in deren wunderschöner Wohnung in Chelsea, goss die Blumen, passte auf, dass der Kater nicht verhungerte oder verdurstete, spielte mit ihm, nahm die Post der Familie entgegen und schickte ihnen alles Wichtige nach. Sie würde Maceys hübschen Terrassengarten pflegen, das Telefon beantworten, den Kater verwöhnen und allein durch ihre Anwesenheit abschreckend auf potenzielle Einbrecher wirken.

Es würde ihr gefallen, in dem noblen Stadthaus in New York zu leben, genau wie es ihr in jener reizenden Wohnung in Rom gefallen hatte - wo sie für ein zusätzliches Honorar sogar die Küche gestrichen hatte -, und in dem weitläufigen Haus in Brooklyn mit dem verspielten Golden Retriever, dem süßen alten Boston-Terrier und einem Aquarium voller bunter Tropenfische.

In den sechs Jahren als professioneller Homesitter hatte sie New York gut kennengelernt. In den vergangenen vier Jahren hatte sie ihren Wirkungskreis sogar erweitern können, sodass sie mittlerweile auch ein bisschen von der Welt sah. Ein wirklich guter Job, sofern man Aufträge hat, dachte sie - und sie hatte Aufträge.

"Na los, Thomas!" Sie strich dem Kater vom Kopf über den langen, geschmeidigen Körper bis zur Schwanzspitze. "Dann wollen wir mal auspacken."

Sie liebte es, sich einzurichten, und da die geräumige Wohnung über ein zweites Schlafzimmer verfügte, packte sie den ersten ihrer beiden Koffer vollständig aus, legte ihre Kleidung teils in die Spiegelkommode, teils hängte sie sie in den aufgeräumten begehbaren Kleiderschrank. Man hatte sie gewarnt: Thomas würde wahrscheinlich bei ihr im Bett schlafen wollen, aber damit hatte sie keine Schwierigkeiten. Und wie nett, dass die Kunden - vermutlich Macey - einen hübschen Strauß Freesien für sie auf den Nachttisch gestellt hatten! Lila mochte solche persönlichen Gesten - ganz gleich, ob sie ihr galten oder sie selbst sie anderen entgegenbrachte.

Sie hatte bereits beschlossen, später das große Badezimmer mit der geräumigen Dampfdusche und dem tiefen Whirlpool aufzusuchen. "Man darf mit solchen Annehmlichkeiten weder verschwenderisch noch missbräuchlich umgehen", erklärte sie dem Kater, während sie ihre Toilettenartikel verstaute.

Da sich in ihren beiden Koffern fast ihr gesamter Besitz befand, überlegte sie sich sorgfältig, wo sie ihre Habseligkeiten am besten platzierte. Nachdem sie kurz nachgedacht hatte, richtete sie ihr Büro im Esszimmer ein, wobei sie ihren Laptop so hinstellte, dass sie New York im Blick hatte, wenn sie den Kopf hob. In einer kleineren Wohnung hätte es ihr nichts ausgemacht, dort zu arbeiten, wo sie auch schlief, aber nachdem hier reichlich Platz war, machte sie eben auch Gebrauch davon.

Sämtliche Küchengeräte, die Fernbedienungen, die Alarmanlage waren ihr erklärt worden - die Wohnung verfügte über eine technische Ausstattung, die dem Nerd in ihr regelrecht in die Karten spielte.

In der Küche fand sie eine Flasche Wein vor, eine hübsche Schale mit frischem Obst und eine gut sortierte Käseplatte. Auf Maceys Briefpapier mit Monogramm stand handschriftlich:

Viel Spaß bei uns zu Hause!

Jason, Macey und Thomas

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen