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Ein Fehler mit Vergangenheit Ein Oxford-Krimi. von Mylius, Katharina M. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.03.2016
  • Verlag: Goldfinch
eBook (ePUB)
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Ein Fehler mit Vergangenheit

Während eines Poloturniers in Kirtlington, einem wohlhabenden Vorort Oxfords, stirbt ein Spieler. Alles weist auf einen Unfall hin. Doch unten den Polospielern kursiert das Gerücht, dass ein Mädchen namens Cecilia Hillington etwas mit dem Vorfall zu tun hat. Die Inspectors Heidi Green und Frederick Collins ermitteln und stehen schon bald vor einem Rätsel. Denn Cecilia ist vor einigen Jahren spurlos von Blenheim Palace verschwunden ...

Katharina M. Mylius wurde 1981 geboren und wuchs in Gleisweiler an der Südlichen Weinstraße auf. Ihre Ausbildung absolvierte sie teilweise in den USA und in Italien. Nach Abschluss ihres Studiums in Köln lebte und arbeitete sie unter anderem in Oxford, wo die Idee für ihre Krimis entstand. Privat ist sie eine leidenschaftliche Sängerin und Saxophonistin. Mehr unter www.oxfordkrimis.de.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 250
    Erscheinungsdatum: 03.03.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783940258588
    Verlag: Goldfinch
    Serie: BritCrime Bd.3
    Größe: 3775kBytes
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Ein Fehler mit Vergangenheit

Sonntag, 2. November

Heidi biss genüsslich in ihr Hähnchen-Sandwich und lehnte sich an Richs Schulter, der sie daraufhin auf die Stirn küsste. Dann schaute sie zu ihren zweijährigen Zwillingen hinüber. Die beiden tollten quietschend mit ihrem Großvater auf der großen Picknickdecke herum, während ihre Großmutter verzweifelt versuchte, die gefüllten Pappbecher, die neben ihr standen, vor dem Umkippen zu bewahren. Heidi seufzte zufrieden. Es war der perfekte Sonntagnachmittag - recht mild, und es hatte in der letzten Woche kein einziges Mal geregnet, was für Oxfordshire im Spätherbst ungewöhnlich war. Ihr Blick wanderte zu ihrer Freundin Louise, die in einem bunten Wollkleid neben ihr saß und mit leicht geöffnetem Mund dem Polomatch folgte.

"So viele durchtrainierte Kerle in engen weißen Klamotten gibt es sonst nur auf Ibiza", freute sich Louise. "Ich würde mit jedem Einzelnen von ihnen in den Sonnenuntergang reiten."

"Dir ist schon klar, dass auch mein kleiner Bruder unter den Spielern ist?", fragte Heidi pikiert und schaute ihre Freundin vorwurfsvoll an.

Dass Louise das bemerkte, war jedoch eher unwahrscheinlich, denn sie konnte ihren Blick einfach nicht von den Polospielern lassen.

"So klein ist Tom nun auch nicht mehr", warf Rich amüsiert ein und trank einen Schluck Pimm's. "Er wird immerhin bald dreißig."

"Ja, du alte Glucke!", schob Louise hinterher. "Und du musst schon zugeben, dass er sich äußerst gut entwickelt hat", neckte sie Heidi.

"Hört auf! Ich will davon nichts hören!", verlangte Heidi lachend und biss erneut in ihr Sandwich.

Gerade, als Louise etwas erwidern wollte, rief Francis Stephenson: "Dritter Chukker!", und eröffnete damit die nächste Spielzeit. Siebeneinhalb Minuten dauerte ein Chukker normalerweise und bei einem Match gab es vier Spielzeiten.

Heidi war dankbar, dass die äußerst unangenehme Unterhaltung nun erst einmal beendet war. Für sie war Tom noch immer der kleine Tommy, auch wenn er seit ungefähr zehn Jahren darauf bestand, Tom genannt zu werden. Aber er war nun mal ihr kleiner Bruder, und das würde sich nicht ändern, ob er nun drei oder dreißig war.

Interessiert verfolgte sie, wie er sein Pony auf dem Spielfeld positionierte. Er war bereits seit seiner Jugend Mitglied im Poloclub hier in Kirtlington. Das kleine Dorf lag etwa fünfzehn Fahrminuten von Oxford entfernt inmitten von Wiesen und Wäldern. Obwohl Tom inzwischen in London bei einer Bank arbeitete, kam er - besonders zur Freude ihrer Mutter - während der Polosaison fast jedes Wochenende nach Hause, um hier zu trainieren.

Offiziell war die Saison nun zwar zu Ende, doch heute fanden die jährlichen Freundschaftsspiele unter den Clubmitgliedern statt. Hierzu waren die Familien und Freunde der Spieler eingeladen worden. Unter den alten Linden am Rand des Polofeldes hatten sie es sich mit ihren Picknickdecken, Klappstühlen und reichlich Proviant gemütlich gemacht. Außerdem brutzelten in einem Zelt in der Nähe des Parkplatzes drei Hog Roasts; die Schweine am Spieß hatte der Vorsitzende des Poloclubs gespendet. Und Blenheim Water gab als Sponsor des Poloteams Freigetränke aus. Heidi mochte die entspannte Atmosphäre. Man kannte sich und es war immer wieder nett, sich einmal im Jahr hier zu treffen.

Inzwischen galoppierten die Spieler auf ihren Ponys über das weitläufige Feld dem kleinen weißen Ball hinterher, während sie mit ihren langen Holzschlägern versuchten, ihn in das gegnerische Tor zu manövrieren. Heidi setzte sich gespannt auf, denn gerade platzierte sich Tom für den nächsten Schlag. Er drückte seine Lederstiefel fest in die Steigbügel und sah hoch konzentriert aus. Dann holte er mit seinem Stick in einer kreisenden Bewegung aus und versetzte dem Ball einen heftigen Stoß. Und tatsächlich - wenige Sekunden später landete er im Tor.

Die Menge klatschte und Heidi jubelte begeistert. Ihr entging nicht, wie Graham aus dem gegnerischen T

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