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Ein Mörder aus Kurpfalz Palzkis 17. Fall von Schneider, Harald (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.02.2019
  • Verlag: Gmeiner-Verlag
eBook (ePUB)
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Ein Mörder aus Kurpfalz

Bei einer ¯Tour de Kurpfalz® lassen sich die Mitglieder der Touristikgemeinschaft neue Vermarktungsideen f r die Region vorf hren. Bereits am ersten Abend wird beim ¯Dinner im Dunkeln® in einem Speyerer Hotel ein Mann ermordet. Kommissar Palzki ist berzeugt, dass einer der Touristiker f r die Tat verantwortlich ist. Er begibt sich auf eine gef"hrliche Reise durch die Region, ber Haáloch, Mosbach, Schriesheim und Weinheim bis nach Heidelberg, um den M"rder zu entlarven. Doch dieser scheint ihm immer einen Schritt voraus zu sein. Harald Schneider, 1962 in Speyer geboren, wohnt in Schifferstadt und arbeitet als Betriebswirt in einem Medienkonzern. Seine Schriftstellerkarriere begann w"hrend des Studiums mit Kurzkrimis f r die Regenbogenpresse. Der Vater von vier Kindern ver"ffentlichte mehrere Kinderbuchserien. Seit 2008 hat er in der Metropolregion Rhein-Neckar-Pfalz den skurrilen Kommissar Reiner Palzki etabliert, der neben seinem mittlerweile siebzehnten Fall ¯Ein M"rder aus Kurpfalz® in zahlreichen Ratekrimis in der Tageszeitung Rheinpfalz und verschiedenen Kundenmagazinen ermittelt. Im Jahr 2017 erreichte Schneider bei der Wahl zum Lieblingsautor der Pf"lzer den 3. Platz nach Sebastian Fitzek und Rafik Schami.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 314
    Erscheinungsdatum: 13.02.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783839259962
    Verlag: Gmeiner-Verlag
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Ein Mörder aus Kurpfalz

Kapitel 1
Die Beförderung

Es hätte so ein schöner Tag werden können.

"Beförderung? Ich?"

Es war Montagmorgen, kurz nach 10 Uhr, und ich erhielt die zweite unglaubliche Nachricht des Tages. Während des Frühstücks hatte mir meine Frau Stefanie gebeichtet, dass ihre Mutter für ein paar Tage zu Besuch kommen würde. Meine Schwiegermutter und ich - kein noch so geläufiges Klischee konnte unser Verhältnis auch nur annähernd korrekt beschreiben - waren nicht gerade das, was man ein Herz und eine Seele bezeichnete. Da sie in Frankfurt wohnte, waren unsere Berührungspunkte während des Jahres erfreulicherweise nicht sehr zahlreich. Kürzlich musste sie für ein paar Tage ins Krankenhaus, daher konnte ich ihren Wunsch verstehen, in der Genesungsphase Erholung bei ihrer einzigen Tochter zu suchen. Nach dieser Hiobsbotschaft beschloss ich aus Deeskalationsgründen, diese Woche eifrig Überstunden zu schieben, um den Arbeitsberg, den ich vor mir herschob, etwas abzubauen. Gerade die vielen Pizzakartons müssten dringend zum Altpapiercontainer gebracht werden, und auch die Bleistifte in der Schublade könnten mal wieder gespitzt werden. In dem Zusammenhang würde ich gleich das Konfetti im Locher entsorgen. Je mehr ich nachdachte, desto mehr wichtige Arbeiten fielen mir ein. Vielleicht hatte ich Glück und ein kleines nettes Kapitalverbrechen kam hinzu? Für die Ermittlungen würde ich jedenfalls genügend Zeit einplanen, ohne ständig auf die Uhr zu schauen.

Mein Chef riss mich aus den Gedanken.

"Ja!"

KPDs minimalistische Antwort half mir zunächst nicht weiter. Ich hatte Unheil gewittert, als mich eine Beamtin beim Betreten der Dienststelle abgefangen hatte und mich zu meinem Vorgesetzten Klaus P. Diefenbach, wie KPD mit richtigem Namen heißt, schickte. Die Dienstwoche begann montags gegen 11 Uhr im Sozialraum mit dem berüchtigten Monolog KPDs zur Lage unserer Kriminalinspektion. Er sprach meist eine knappe Stunde ausschließlich über sich und seine Erfolge als Dienststellenleiter, indem er selbstentworfene Statistiken präsentierte, die jeden Mathematiker in den Suizid treiben würde. Meist verschlief ich diese unwichtigen Lagebesprechungen, sodass meine Dienstwoche faktisch regelmäßig um die Mittagszeit mit dem Eintreffen des Pizzaboten begann. Noch nie hatte mich KPD vor seiner Besprechung in sein Büro zitiert. Ich rechnete mit dem Schlimmsten.

Als Kriminalhauptkommissar war ich der Besoldungsgruppe A 11 zugeordnet. Die nächsthöhere Amtsbezeichnung war Erster Kriminalhauptkommissar, die mit A 13 vergütet wurde. Meine Freude über das zusätzliche Einkommen wurde durch die Konsequenz, die die Beförderung versprach, mehr als verdoppelt.

"Sie lassen sich an eine andere Dienststelle versetzen, Herr KP, äh, Diefenbach? Oder gehen Sie sogar vorzeitig in Pension?" Letzteres konnte ich mir nicht vorstellen, auch wenn es theoretisch im Rahmen der Möglichkeiten lag. Doch KPD würde niemals freiwillig die Segel streichen. Er war seiner Meinung nach unersetzlich. Worte wie Pension hatte er aus seinem Wortschatz gestrichen.

Er schaute mich mit debilem, also normalem Gesichtsausdruck an. "Wie kommen Sie auf diesen Schmarrn, Palzki?"

Bevor mir seine Rückfrage hätte spanisch vorkommen können, hatte ich bereits geantwortet. "Wenn ich nun Erster Kriminalhauptkommissar werde, bin ich Dienststellenleiter der hiesigen Kriminalinspektion. Daher gehe ich davon aus, dass Sie an eine andere Dienststelle wechseln. Oder werden Sie sogar zum Polizeirat befördert?"

KPD stutzte einen Moment, dann fiel er in schallendes Gelächter, das nicht enden wollte.

Ich stand daneben wie ein Depp und wusste immer noch nicht, was los war. Für mich war die Situation klar: Zwei Erste Kriminalhauptkommissare an einer Dienststelle konnte es nicht geben. Ich war zwar vor wenigen Jahren eine Zeit lang Interimsleiter dieser Dienststelle, aber nur bis

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