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Ein Teil von ihr Thriller Neuerscheinung von Slaughter, Karin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.08.2018
  • Verlag: HarperCollins
eBook (ePUB)
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Online verfügbar

Ein Teil von ihr

Nach "Die gute Tochter" begeistert Spiegel-Bestseller-Autorin Karin Slaughter mit ihrem neuen Thriller "Ein Teil von ihr". Provokanter und raffinierter als alles, was sie zuvor geschrieben hat.

Wir alle kennen unsere Mütter.
Oder etwa nicht?

Wieder und wieder sieht Andrea Oliver das Gesicht ihrer Mutter Laura vor sich: gelöst, gutmütig, beherrscht – während sie einem Menschen das Leben nimmt. Nur knapp konnten sie beide einer grauenvollen Schießerei entkommen. Andrea will Antworten, doch stattdessen zwingt ihre Mutter sie in eine riskante Flucht. Weil sie verfolgt wird. Weil sie ein dunkles Geheimnis hat. Andrea folgt dem Befehl ihrer Mutter. Doch je weiter sich ihr die wahre Identität dieser Frau enthüllt, desto mehr entpuppt sich ihr Leben als eine Lüge. Wer ist ihre Mutter wirklich?

"Dieser Thriller wird Sie um den Schlaf bringen. Für Slaughter-Fans ist "Ein Teil von ihr" ein absolutes Lese-Muss." ok!

"Wie immer hat Slaughter ... keine Scheu, Verbrechen in all ihrer Brutalität und Grausamkeit zu schildern. [...] Daneben aber beweist sie ebenso viel Gespür für die Zerrissenheit, für Sehnsüchte und Ängste, für starke Gefühle und damit verbundene innerliche Eruption, kurz: für die Komplexität ihrer Charaktere." dpa

"Karin Slaughters "Ein Teil von ihr" liest sich als moderne Geschichte über komplizierte Vereinigte Staaten von Amerika, in der charakteristische Merkmale des American Way of Life ebenso aufscheinen wie der Mythos vom Grenzland." krimi-couch.de

"Provokanter und raffinierter als alles, was sie zuvor geschrieben hat." vol.at

"Eine spannende Lektüre bis zum Schluss." SpotOnNews

"Fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite." Magazin-frankfurt.com

"Karin Slaughter gilt völlig zu Recht als eine der besten Krimi-Autoren der USA. Ihre Geschichten fesseln von Anfang bis Ende." IN

"Karin Slaughter zählt zu den talentiertesten und stärksten Spannungsautoren der Welt."
Yrsa Sigurðardó;ttir

"Jeder neue Thriller von Karin Slaughter ist ein Anlass zum Feiern!" Kathy Reichs

"Karin Slaughter bietet weit mehr als unterhaltsamen Thrill."
SPIEGEL ONLINE über "Pretty Girls"

Karin Slaughter ist international mit mehr als einem Dutzend Romanen an die Spitze der Bestsellerlisten gestürmt, unter anderem mit der Will-Trent- und der Grant-County-Serie. Weltweit werden mehr als 30 Millionen Exemplare ihrer Bücher verkauft.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 544
    Erscheinungsdatum: 01.08.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959677790
    Verlag: HarperCollins
    Originaltitel: Pieces Of Her
    Größe: 5403 kBytes
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Ein Teil von ihr

1

"Andrea", sagte ihre Mutter. Dann, als Zugeständnis an eine tausendmal geäußerte Bitte: "Andy."

"Mom ..."

"Lass mich ausreden, Schatz." Laura hielt inne. "Bitte."

Andy nickte und machte sich auf eine lang erwartete Standpauke gefasst. Mit dem heutigen Tag war sie offiziell einunddreißig. Ihr Leben kam nicht vom Fleck. Sie musste endlich selbst Entscheidungen treffen, statt sie vom Schicksal für sich treffen zu lassen.

"Es ist meine Schuld", sagte Laura.

Andy spürte, wie sich ihre rissigen Lippen unwillkürlich öffneten. "Was ist deine Schuld?"

"Dass du hier bist, hier festsitzt."

Andy wies mit dem ausgestreckten Arm auf das Restaurant. "Im Rise-n-Dine ?"

Ihre Mutter ließ den Blick von Andys Scheitel bis zu ihren Händen wandern, die sich unruhig auf der Tischplatte bewegten. Schmutzig braunes Haar, zu einem schlampigen Pferdeschwanz gebunden. Dunkle Ringe unter den müden Augen. Bis aufs Fleisch abgebissene Fingernägel. Die Knochen ihres Handgelenks standen hervor. Die blasse Haut war hellgrau wie das Wasser, in dem die Würstchen für die Hotdogs warm gehalten wurden.

Und in diesem Mängelkatalog war ihre Arbeitskleidung noch nicht einmal enthalten. Die marineblaue Uniform hing wie ein Sack an Andy. Auf der Brusttasche war das steife silberne Abzeichen aufgenäht, das Palmenlogo von Belle Isle, darum herum standen die Worte Police Dispatch Division . Wie eine Polizistin, aber nur fast. Wie eine Erwachsene, aber nicht wirklich. Fünf Nächte in der Woche saß Andy zusammen mit vier anderen Frauen in einem dunklen, stickigen Raum, nahm Notrufe entgegen, überprüfte Autokennzeichen und Führerscheine und teilte Aktennummern zu. Gegen sechs Uhr morgens schlich sie dann zum Haus ihrer Mutter zurück und verschlief den größten Teil des Tages.

"Ich hätte niemals zulassen dürfen, dass du hierher zurückkommst", sagte Laura.

Andy presste die Lippen zusammen und starrte auf die letzten Rühreireste auf ihrem Teller.

"Mein liebes Mädchen." Laura fasste über den Tisch nach der Hand ihrer Tochter und wartete darauf, dass sie aufblickte. "Ich habe dich aus deinem Leben gerissen. Ich hatte Angst und habe mich egoistisch benommen." Tränen standen in Lauras Augen. "Ich hätte dich nicht so sehr brauchen dürfen. Ich hätte nicht so viel verlangen dürfen."

Andy schüttelte den Kopf und sah wieder auf ihren Teller.

"Schatz."

Andy schüttelte weiter den Kopf, denn sonst hätte sie reden müssen, und dann müsste sie auch die Wahrheit sagen.

Ihre Mutter hatte sie um nichts gebeten.

Vor drei Jahren war Andy gerade auf dem Weg in ihre Bruchbude auf der Lower East Side gewesen, einer Zweizimmerwohnung im vierten Stock ohne Aufzug, die sie mit drei anderen Mädchen teilte, von denen sie keines besonders mochte und die alle jünger, hübscher und fähiger waren als sie. Da hatte Laura angerufen.

"Brustkrebs", hatte sie gesagt. Sie hatte nicht geflüstert oder mit der Wahrheit hinterm Berg gehalten, sondern war in ihrer üblichen ruhigen Art unumwunden zur Sache gekommen. "Drittes Stadium. Der Chirurg wird den Tumor entfernen und gleich auch noch eine Gewebeprobe der Lymphknoten entnehmen, um festzustellen ..."

Laura hatte noch mehr gesagt, sie war in einem Ausmaß an distanzierter, wissenschaftlicher Genauigkeit ins Detail gegangen, die an Andy verschwendet war, da sich ihre Fähigkeit zur Sprachverarbeitung vorübergehend in Luft aufgelöst hatte. Sie hatte sich mehr auf das Wort "Brust" als auf "Krebs" konzentriert und sofort an den üppigen Busen ihrer Mutter gedacht, am Strand, wo sie ihn in ihrem schlichten einteiligen Badeanzug versteckt hielt. Wie ihre Brüste bei dem Fest zu Andys sechzehntem Geburtstag (das Jane Austens Stolz und Vorurteil als Motto gehabt hatte) aus dem Ausschnitt ihres Empirekleids lugten. Wie sie in den gepolsterten Körbchen ihres BH s festgezurrt waren,

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