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Ein wundersch_n t_dliches Ende von Hutzulak, Clint (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.02.2015
  • Verlag: Septime
eBook (ePUB)
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Ein wundersch_n t_dliches Ende

Stace ist der geborene Verlierer. Einst spurlos aus seiner Heimatstadt verschwunden, kehrt er zurück, um sich mit seiner Ex auszusprechen. Doch es kommt ganz anders: Gleich am ersten Abend landet er mit ihrer besten Freundin Tanya in einem schäbigen Motel. Nach einer irren Nacht voll Sex und Drogen findet sie ihn am Morgen tot im Badezimmer auf. Für Tanya ist klar: Sie muss die Leiche so schnell wie möglich loswerden. Doch ihr Plan, den Toten in einem Stausee zu versenken, scheitert und plötzlich wimmelt es überall von Polizisten.?Während Tanya panisch nach einem neuen Weg sucht, seine Leiche zu beseitigen, hat der ganz andere Sorgen: Sein hellwacher Geist kommt in einem leblosen Körper zu sich. Noch ehe er das Geschehene verstehen kann, muss er seinen Körper hinter sich lassen und findet sich in einer Zwischenwelt wieder. An diesem bizarren, düsteren Ort, der von verschrobenen Charakteren und gescheiterten Existenzen bevölkert ist, wird Stace mit den dunklen Geheimnissen seiner Vergangenheit konfrontiert. Schnell wird ihm bewusst, dass sein rücksichtsloser Lebensstil ohne jegliche Moral nicht ohne Konsequenzen bleibt. Doch es gibt noch Hoffnung für Stace. Auf einem surrealen, dreitägigen Trip nutzt er die ihm gegebene Chance, seine verlassene Liebe aufzusuchen und so dem Sinn seines Lebens auf die Spur zu kommen. Ein wunderschön tödliches Ende ist ein eingängiger Thriller, der den Leser zu einer existentialistischen Reise auf die "andere Seite' - und beinahe wieder zurück - mitnimmt. Wunderschön. Verstörend. Unvorhersehbar. Erbarmungslos. Clint Hutzulak, geboren 1967 in Ottawa, Kanada lebt und arbeitet heute in Victoria. Der ausgebildete Grafikdesigner legte mit Ein wunderschön tödliches Ende 2002 seinen Debütroman vor. Neben seinem erlernten Beruf arbeitet er in den Bereichen Musik, Theater und Literatur, und schrieb zahlreiche Theaterstücke. Zu seinem Roman 'Ein wunderschön tödliches Ende' gibt es auch einen Soundtrack, an dem Clint Hutzulak ebenfalls mitwirkte.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 23.02.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783903061132
    Verlag: Septime
    Originaltitel: The Beautiful Deadend
    Größe: 786 kBytes
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Ein wundersch_n t_dliches Ende

TEQUILA

Draußen merkt er, dass er nicht betrunken genug ist. Er setzt sich auf die Ecke eines Betonpflanzkübels am äußersten Ende des Parkplatzes und dreht sich mit seinem letzten Blättchen eine Zigarette, schnippt das leere Papierpäckchen unter ein Auto. Er raucht die Zigarette bis zum Stummel und sieht zu, wie die Gasfackeln auf der Veranda in der Dunkelheit flackern wie kleine Flammenfähnchen. Jenseits der Rufe und Pfiffe aus der Bar kann er schwach den neuen Highway hören wie einen fernen Fluss. Er zwickt sorgsam die Kippe ab, steckt sie zu dem Tabak in den Beutel, schlägt den Kragen seiner gefütterten Jeansjacke hoch gegen den Wind.

Vorher, im Radio des Lastwagens, haben sie für das Wochenende Schnee gemeldet, und tatsächlich fühlt es sich an, als würde das Wetter sich ändern und von Norden eine Kaltfront herunterziehen, deren Spitze schon da ist. Die Aufhängung des beleuchteten Kneipenschilds ist beidseitig mit Kabeln an großen Zementblöcken festgemacht, damit es nicht herunterfällt. Das ist neu. Hier scheint jemand vorauszudenken. Die Kabel summen und das tote Gras im Graben schlottert und seufzt und er kann sie nicht sehen, aber da ist eine Fahne irgendwo auf der Bar, die in der Dunkelheit immer wieder gegen die Stange knallt.

Das leere Päckchen Zigarettenpapier kommt zu ihm zurück und er stoppt es mit dem Fuß und schaut über den Parkplatz hinüber zu dem roten Lastwagen - seinem Lastwagen, seit gestern Abend. Es ist ein hübscher Laster: Der Eigentümer hat einiges in Extras investiert. Und der Motor. Als er die Kühlerhaube aufgeklappt hat, war er ganz sauber. Der Typ muss das verdammte Ding jedes Wochenende geputzt haben.

Er fährt mit dem Daumen über den salzzerfressenen Deckel der Magnetschlüsselbox und spürt, wie der Schlüssel innen umherrutscht. Er wird den Laster bald abstoßen müssen, was ein Jammer ist, aber der Eigentümer wird froh sein, ihn zurückzubekommen. Er hat ihn gut behandelt; niemand würde sagen können, dass er ihn nicht mit Respekt behandelt hat. Mit Samthandschuhen hat er ihn angefasst, wie es sich gehört für ein so feines Stück Technik, vielleicht das erste so gut wie neue Fahrzeug, das er je gefahren hat. Falls er es einrichten kann, wird er noch volltanken, bevor er den Laster stehen lässt. Als Zeichen der Wertschätzung. Und den Schlüssel in der Magnetbox genau dort stecken lassen, wo der Typ ihn sehen kann. Als kleine Erinnerung, ein bisschen vorsichtiger umzugehen mit Dingen von Wert.

Er zieht seinen Ärmel hoch, um nach der Uhrzeit zu sehen, und erinnert sich dann, dass die Uhr weg ist. Scheiße, murmelt er leise und steht auf. Er knöpft seine Jacke bis zum Kinn zu, was ein wenig zu helfen scheint, aber es ist zu kalt, um draußen zu sitzen, der Beton unter seinem Arsch hat ihn völlig durchgefroren und er muss pissen. Er zieht Handschuhe aus seinen Taschen, legt sie auf den Rand des Betons und setzt sich darauf.

Kurz dringt Musik heraus, als die Frau aus der Bar kommt. Im Schutz der Türöffnung zündet sie sich eine Zigarette an. Er sieht die Flamme und dann den Rauch, der aufsteigt und das Licht des Neonschilds mit der Bierwerbung hinter ihr auffängt. Sie bückt sich, um etwas an ihren Stiefeln zu richten.

Süße! Er steht auf und ruft über die geparkten Autos zu ihr hinüber.

Erst vor einer Stunde hat sie ihm ihren Namen gesagt und er hat ihn schon vergessen. Sie ist eine Freundin seiner Frau - Ex-Frau, ruft er sich ins Gedächtnis. Aber er kann sich nicht an ihren Namen erinnern.

Sie kommt auf ihn zu, ihre Stiefelabsätze knirschen auf dem Kies, ihr Schatten wirft unter dem bronzenen Flutlicht ein Muster um sie.

Ich dachte, du hättest dich endgültig verpisst, sagt sie, als sie vor ihm stehen bleibt.

Ich komm mir hier draußen vor wie ein Eisberg. Er schlingt einen Arm um ihre Taille und zieht sie an sich. Ihre Haare riechen nach Bratenfett und Rauch und Haarspray.

Sie schiebt ihre Hand über seinen Hin

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