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Eiskaltes Gift Ein Island-Krimi von Pálsdóttir, Sólveig (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.02.2014
  • Verlag: Aufbau Verlag
eBook (ePUB)

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Eiskaltes Gift

Der Bestseller aus Island. Bei Filmaufnahmen in einem isländischen Dorf stirbt der Hauptdarsteller Lárus vor laufender Kamera. Alles deutet darauf hin, dass er vergiftet wurde. Wer aber hat Interesse daran, den beliebten Schauspieler aus dem Weg zu räumen? Kommissar Gudgeir und sein Team Saerós, Gudrún und Andrés übernehmen den Fall und tappen im Dunkeln. Doch schon bald finden sie heraus, dass Lárus in der Kinderpornoszene virtuell unterwegs war. Ist dies der Schlüssel zum Mord? Wenig später wird eine schrecklich zugerichtete Leiche gefunden. Bei der Ermordeten handelt es sich um Lárus' Exfrau, die zuletzt lebend von der hübschen Requisiteurin Alda gesehen wurde. Der Zusammenhang ist zunächst unklar, aber im Verlauf der weiteren Ermittlungen stößt Gudgeir auf ein dunkles Familiengeheimnis... "Ein außergewöhnliches Debüt." VIKAN, Weekly Magazine. "Liebhaber isländischer Krimis werden sich über diese neue Stimme freuen." Frettatiminn Weekly. "Ein Krimi, der mich bis zur letzten Seite gefesselt hat. " Morgunbladid Daily. Solveig Palsdottir, 1959 geboren, studierte Schauspiel und Literaturwissenschaft. Sie war an diversen Produktionen des Nationaltheaters Island und von Radio- und Fernsehsendern beteiligt und als Synchronsprecherin tätig. Seit 1996 unterrichtet die Autorin an einer Schule. Sie selbst arbeitet seit ein paar Jahren wieder als Schauspielerin. Im Aufbau Taschenbuch liegen ihre Romane'Eiskaltes Gift' und 'Tote Wale' vor.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 319
    Erscheinungsdatum: 13.02.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783841206718
    Verlag: Aufbau Verlag
    Originaltitel: Leikarinn
    Größe: 2015 kBytes
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Eiskaltes Gift

1. KAPITEL

Alda umschloss fest die Klinke und drückte sie hinunter, um sich zu vergewissern, dass die Tür verriegelt war. Stellte die Kaffeetasse auf den Waschtisch und ließ sich an der Tür hinabgleiten, bis sie mit ausgestreckten Beinen auf den altmodischen Mosaikfliesen in dem engen Raum saß. Sie konzentrierte sich darauf, ihr Gleichgewicht zu finden. Die Anspannung und Gereiztheit von sich abfallen zu lassen. Das war doch gar nichts. Nichts, womit sie nicht klarkommen würde.

"Ich ertrage diese ewige Warterei einfach nicht", sagte sie hörbar zu sich selbst und seufzte. "Dieses verdammte, endlose Herumgehänge bei den Filmaufnahmen."

Sie dehnte ihre jeansbekleideten Beine, drehte die Fußspitzen nach innen und berührte mit den Zehen der weichen Hausschuhe die harte Keramik. Abgesehen von der ermüdenden Warterei mochte sie diese Arbeit sehr gern. Eigentlich war sie ihr von allen ihren bisherigen Tätigkeiten am liebsten. Noch nie hatte sie so lange auf irgendeinem anderen Arbeitsplatz festgesessen.

Eine vorbeieilende Person zeichnete sich hinter dem Fenster ab. Alda sprang auf und zog die Gardine weiter zu, so dass man nicht hereinsehen konnte. Ihre Finger spielten mit dem Stoff, und ihre Gedanken blieben an der zart gehäkelten Kante hängen. Eine schöne Häkelarbeit, die sich bestimmt gut in einem Film machen würde. Sie kicherte ein bisschen über sich selbst. Ständig war sie mit ihren Gedanken bei der Arbeit, immer auf der Suche nach etwas, das sich für Bühnenbilder eignete. Sie vergaß sich nahezu über der Badezimmergardine!

Ihre Karriere als Requisiteurin dehnte sich über viele Jahre. Ihre Projekte sind zahlreich und vielfältig gewesen. Sie hatte schon mit Kurzfilmen, Fernsehproduktionen, ja sogar mit Serien und Spielfilmen in voller Länge zu tun gehabt. Die Arbeit an diesem Film hatte viel mehr Zeit in Anspruch genommen als jedes andere Projekt, und jetzt kam es endlich zum Abschluss. Sie überlegte, ob das gut war oder schlecht, sie war sich da nicht so sicher.

Sie lockerte ihre verspannten Schultern, machte kreisende Bewegungen und atmete tief in den Bauch ein. Drehte den Wasserhahn auf und spritzte sich etwas Wasser ins Gesicht. Kniff die Augen fest zusammen, riss sie weit auf und betrachtete sich im Spiegel. Ihre großen, mandelförmigen, tiefblauen Augen funkelten, als ein Gefühl der vollkommenen Balance durch ihre Adern strömte.

"Liebe Alda, du machst deine Sache gut! Lässt dir von absolut niemandem deine Gereiztheit oder deine negative Stimmung ansehen", versicherte sie sich selbst. Keiner ihrer Kollegen hatte das geringste Anzeichen von Ungeduld in ihrem Auftreten bemerkt oder sollte sie je bemerken. Auch nicht bei den allerlängsten Drehs, ebenso wenig während des ständig wiederkehrenden endlosen Herumgewartes. Nicht einmal vorhin beim Essen, als sie gegenüber dem Superstar Lárus den Namen ihres Sohnes erwähnt hatte und er sich den Anschein gab, sich überhaupt nicht an ihn zu erinnern. Als ob es möglich wäre, einen jungen Burschen zu vergessen, der eine ganze Spielzeit lang im selben Theaterstück wie er am Nationaltheater aufgetreten war. Selbst wenn Darri nur ganz kurz vor der Pause die Bühne betrat und direkt danach nach Hause ging, hätte sich Lárus an ihn erinnern müssen. Einen winzigen Augenblick lang waren feurige Wellen durch ihr Nervensystem pulsiert, doch ihr war es gelungen, sich nichts anmerken zu lassen. Diese Schauspieler konnten bisweilen furchtbar überheblich sein, besonders die alten. Dieser Knacker, was glaubt der eigentlich, wer er ist? Sie trocknete sich das Gesicht kräftig ab. Das raue Handtuch kratzte auf ihrer empfindlichen Haut. Sie warf es genervt in die Ecke

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