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Eiskaltes Sylt Friesenkrimi (Hannah Lambert ermittelt 2) von Herzberg, Thomas (eBook)

  • Verlag: Elaria
eBook (ePUB)
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Eiskaltes Sylt

Sylt, Anfang Februar: Auf einer tiefgefrorenen Weide wird die bestialisch zugerichtete Leiche eines Schafzüchters gefunden, inmitten seiner Tiere. Alles spricht für einen Racheakt, denn in der Vergangenheit des Mannes finden sich schnell dunkle Geheimnisse. Hannah Lambert und ihr Kollege Sven-Ole Friedrichsen machen sich umgehend auf die Jagd nach dem Täter. Dabei stoßen sie auf immer mehr schreckliche Details und müssen feststellen, dass hinter beinahe jeder Ecke eine neue Überraschung lauert. Und auch Hannahs Altlasten geben keine Ruhe: Eine italienische Anwältin meldet sich für einen Besuch an und sorgt damit für zusätzliche Turbulenzen. Notgedrungen kämpfen die Ermittler an zwei Fronten gleichzeitig und werden immer tiefer in einen Strudel aus Lügen und abscheulichen Geheimnissen gezogen. 'Eiskaltes Sylt' ist Teil 2 der neuen Friesenkrimi-Reihe rund um Hauptkommissarin Hannah Lambert und ihre Kollegen (Jeder Fall ist in sich abgeschlossen!) Lektorat/Korrektorat: Michael Lohmann (Worttaten) Falls Du lieber vorne anfangen möchtest: 'Ausgerechnet Sylt (Hannah Lambert ermittelt 1)' ist auch in Deinem Shop verfügbar! Im Juli 2019 erscheint 'Mörderisches Sylt' der 3. Fall mit Hannah und Ole ;)

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 338
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783964651228
    Verlag: Elaria
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Eiskaltes Sylt

2

"Deine Mutter hat mir erzählt, dass du neuerdings regelmäßig bei ihr vorbeischaust." Gerd Hoffmann, seines Zeichens Chef der Landespolizei Schleswig-Holstein, saß mit gönnerhafter Miene hinter seinem Schreibtisch. "Und du beschäftigst dich auch immer mehr mit Felix. Scheint so, als würde sich das Verhältnis zwischen dir, deiner Mutter und deinem Sohn langsam normalisieren - find ich klasse!"

Hannah Lambert nickte, schüttelte aber im nächsten Moment schon den Kopf. Und sie hatte offensichtlich auch etwas gegen diesen inoffiziellen Ritterschlag in Sachen Familie einzuwenden. "Mal ernsthaft: Bin ich deshalb von Niebüll nach Kiel gefahren - bei dem Schietwetter? Um mir Dinge anzuhören, die ich längst weiß?"

Gerd Hoffmann wollte antworten, doch Hannah kam ihm zuvor: "Du bist mein Chef und warst früher Papas bester Freund - trotzdem sollten wir professionell bleiben. Es wenigstens versuchen. Was meinst du?"

Hoffmanns Miene veränderte sich dramatisch. Von einem Moment zum nächsten sah er nicht mehr wie ein besorgter Mentor, sondern wie ein ranghoher Polizeibeamter aus. Nur sein Mund wollte sich nicht an diesem rapiden Kurswechsel beteiligen. "Früher hast du vor meinem Schreibtisch gehockt und mit Modellautos darauf gespielt."

"Hab heut leider keine dabei", erwiderte Hannah grinsend.

"Sei's drum - du bist und bleibst mein Krümel. Wenn ich was mit Hauptkommissarin Lambert zu besprechen habe, kann ich auch zum Telefon greifen. Und es ist doch hoffentlich nicht zu viel verlangt, wenn du dich alle paar Monate mal hier in Kiel blicken lässt - Schietwetter hin oder her."

"Du hast ja recht", gab Hannah mit zusammengebissenen Zähnen zu. "Und ja: Ich wollte dich auch schon lange mal wieder besuchen - privat ... war eben viel zu tun in letzter Zeit." Nach dieser Feststellung fischte sie ein kleines Päckchen aus ihrer Manteltasche. Das Geschenkpapier sah mitgenommen aus, die winzige rote Schleife war kaum mehr als solche zu erkennen. Dazu setzte Hannah die Miene eines kleinen Mädchens auf. "Ich hatte sogar was zu Weihnachten für dich. Hab gedacht, es würde mich ein paar Wochen früher nach Kiel verschlagen."

Hoffmann nahm das kleine Päckchen entgegen und platzierte es vor sich auf seiner Schreibunterlage. "Danke! Ich wollte für deine Mutter, Felix und dich eigentlich auch ... hab's nicht geschafft." Das Resultat war ein Grinsen, klares Anzeichen eines schlechten Gewissens. "Ende Januar ist es wohl ein bisschen zu spät dafür, oder?"

Hannah winkte ab.

Diese Steilvorlage fing ihr Gegenüber auf und nutzte sie für einen Themenwechsel: "Für mich ist nur wichtig, dass du gut klarkommst: mit Niebüll, Sylt, der Arbeit und ..."

"... auch mit dem Wetter", beendete Hannah lächelnd. "Wie sollte es auch anders sein? Du hältst mir doch alle Probleme vom Hals, bevor sie es überhaupt so weit in den Norden schaffen."

"Soll ich das in Zukunft lieber lassen?"

Hannah biss sich auf die Unterlippe, um eine Antwort zu verhindern.

Und sie tat gut daran, denn auf der anderen Schreibtischseite hellte sich die Miene wieder deutlich auf. Die Stimmung wirkte plötzlich ganz unbeschwert. "Du, deine Mutter und Felix - wenn ich überhaupt noch eine Familie habe, dann seid ihr das. Und falls du's genau wissen willst: Ich habe deinen Paps immer um sein Glück beneidet. Um all das, was man mit Geld nicht kaufen kann."

Hannah mühte sich um ein Lächeln. Das Ergebnis war hoffentlich einigermaßen überzeugend. "Das kleine Glück hat Weihnachten fast anderthalb Tage gehalten", begann sie leise mit einer Erklärung. "Erst als Mama irgendwann nicht mehr damit aufhören konnte, von Papa zu reden, hab ich die Flucht ergriffen. Zufrieden?"

"Jetzt sag schon: Bist du denn zufrieden?" Gerd Hoffmanns Lächeln sah wesentlich überzeugender aus. "Ich meine, insgesamt? Mit deinem neuen Posten, deinem Kollegen ... wie heißt der noch?"

"Ole! Also: Sven-Ole

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