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Eisnächte von Birkemose, Ditte (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.05.2015
  • Verlag: Saga Egmont
eBook (ePUB)
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Eisnächte

'Lesenswert!' - goldfisch, lovelybooks.de Seit der Trennung von ihrem Mann lebt die eigensinnige Privatdetektivin Kit Sorél zurückgezogen in einem Wohnwagen am Stadtrand von Kopenhagen. Eines Tages wird sie von einem Ehepaar um Hilfe gebeten. Ihre Tochter, eine junge Journalistin, ist unauffindbar, und die Polizei kommt nicht weiter. Kurz zuvor war sie junge Frau in Grönland. Hat diese Reise etwas mit ihrem Verschwinden zu tun? Welche schreckliches und gerät schließlich selbst ins Visier der Täter. 'Eisnächte' ist der dritte Band der Kit Sorél-Reihe. IN DER KIT SORÉL-REIHE AUßERDEM IN SAGA BOOKS LIEFERBAR Schwarze Melodie Engel der Stille REZENSION 'Ein gelungenes und wirklich lesenswertes Buch mit viel Politik-kritischem Tiefgang.' - Andreas Kurt, krimi-couch.de 'Die Geschichte ist gut und hat mir gefallen, wenn man gerne Krimis aus dem Norden hat, dann kann ich dieses Buch empfehlen.' - Ein Kunde, Amazon.de AUTORENPORTRÄT Ditte Birkemose, studierte Theologie und arbeitete dann mehrere Jahre als Krankenpflegerin und Pädagogin, bevor sie anfing zu schreiben. 'Schwarze Melodie' ist ihr erster Krimi, davor hat sie einige Roman und Kinderbücher geschrieben, für die sie auch schon einen Literaturpreis bekommen hat. --- DAS BUCH Privatdetektivin Kit Sorél ist eine sehr ungewöhnliche Ermittlerin. Sie lebt auf einem Campingplatz in der Nähe von Kopenhagen, wofür sie sich heimlich schämt. Ihren Wohnwagen teilt sie mit ihrem Hund. Und seitdem sie das Kettenrauchen aufgegeben hat, kaut sie obsessiv Nikotinkaugummis. Wenn sie nicht gerade mit ihrem Lieblingsnachbarn Harry dänische Spezialitäten kocht, knackt sie verworrene Fälle. Dabei verlässt sie sich lieber auf ihr Gefühl als auf rationale Betrachtungen. Als sie von besorgten Eltern beauftragt wird, deren verschwundene Tochter Julie zu finden, glaubt Kit Sorél zunächst, dass es sich um einen Routineeinsatzt handelt. Doch dann findet sie die vermisste Journalistin bestialisch ermordet. Offensichtlich hängt der Mord mit Julies Recherchen in Grönland zusammen. Kit Sorél erhält bei ihren Ermittlungen Unterstützung von Julies Kollegen David. Zu allem Überfluss verliebt sie sich in ihn. Gemeinsam stoßen sie auf erste Anhaltspunkte. je mehr Kit Sorél erfährt, desto gefährlicher wird der Fall für sie. Denn die Täter beginnen, sie zu bedrohen: Erst nehmen sie ihr alles, was sie liebt - und dann wollen sie ihr Leben.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 299
    Erscheinungsdatum: 08.05.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788711451786
    Verlag: Saga Egmont
    Größe: 1022 kBytes
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Eisnächte

Ein gealtertes Puppengesicht, so sah ich sie.

"Noch Tee?" Sie hob die Teekanne, schaute mich fragend an.

Ich legte die Hand über die Tasse, schüttelte den Kopf.

"Nein, danke."

Sie ließ die Teekanne sinken und räusperte sich. Ganz offensichtlich fühlte sie sich peinlich berührt. Meine letzte Frage hing noch immer unbeantwortet in der Luft: "Könnte es eine natürliche Erklärung dafür geben, dass Sie seit über einem Monat nichts von Ihrer Tochter gehört haben?"

"Durchaus nicht", sagte sie endlich. "Auch, wenn die Polizei das so darzustellen versucht." Sie wischte sich einen unsichtbaren Fussel vom Jackenärmel. "Wirklich, Julie und ich hatten zwar eine kleine Meinungsverschiedenheit, aber ..."

"Müssen wir das erwähnen?", fiel er ihr ins Wort und sah sie aus schweren Augen an. Er war blass vor Sorge und Schlafmangel.

"Es ist wichtig, dass Sie mir alles erzählen", sagte ich in meinem pädagogischsten Tonfall.

"Aber das hatte wirklich keine Bedeutung." Ein Lächeln huschte ihr über die Lippen und verschwand in einer hilflosen Grimasse. "Es war eigentlich eher so eine Diskussion zwischen Mutter und Tochter."

"Hör jetzt auf, Kirsten." Er seufzte. "Du hast ihr wegen der Abtreibung Vorwürfe gemacht ..."

"Abtreibung?" Ich hob die Augenbrauen.

Ein wenig Tee schwappte auf die Untertasse, als sie mit einer heftigen Bewegung die Tasse wegstellte.

"Das war ein andermal", erklärte sie. "Und ich finde es einfach übel." Sie ließ sich auf dem Sofa zurücksinken und schaute hinaus in den Garten. "Ich bin zwar für Abtreibungsfreiheit, aber ich finde auch, dass man zu einem gewissen Zeitpunkt Verantwortung übernehmen sollte." Ihre Stimme war ein wenig unsicher geworden. Sie räusperte sich und schob ihre Haarspange gerade. "Verstehen Sie, was ich meine?" Sie schaute mich an.

Wir saßen im Gartenzimmer des Ehepaars Kirsten und Bo Dam Sørensen in einer Villa in Dalby. Am Vortag hatten sie sich an mich gewandt, da sie sich Sorgen machten, weil sie seit etwas über einen Monat nichts mehr von ihrer Tochter Julie, ihrem einzigen Kind, gesehen oder gehört hatten. Sie war nicht in ihrer Wohnung, und die Eltern hatten nicht die geringste Vorstellung, wo in aller Welt sie stecken könnte. Natürlich waren sie längst bei der Polizei gewesen, die offenbar glaubte, dass Julie sicher ihren Freund, einen gewissen Carel, besuchte, der in Amsterdam wohnte, und wenn nicht, dass sie dann wohl beruflich irgendwo im Ausland unterwegs sei.

Das glaubte das Ehepaar jedoch nicht. Nicht zuletzt, weil Bo vor einer Woche sechzig geworden war, und es sah ihrer Tochter einfach nicht ähnlich, zu diesem Fest nicht zu erscheinen. So war sie nicht. So war sie ganz einfach nicht. Julie war fünfunddreißig und arbeitete als feste freie Fotojournalistin für eine große Kopenhagener Tageszeitung. Und ihren Eltern zufolge war sie eine äußerst pflichtbewusste und verantwortungsvolle Frau. Abgesehen offenbar von der Sache mit der Abtreibung ...

Ich fing Kirstens Blick ein. "Ja, ich verstehe, was Sie meinen", sagte ich und streckte die Hand nach meinem Notizblock aus. Es war ein kompliziertes Thema, und ich war nicht hergekommen, um darüber zu diskutieren.

"Ansonsten haben Julie und ich doch miteinander gesprochen", räumte Kirsten jetzt ein. "Am Telefon meine ich. Wir sind also nicht zerstritten oder so."

"Ihr wart auch im Café", warf er ein.

"Ja ..."

"Weißt du noch, wann das war?"

"Nein." Sie kratzte sich nachdenklich am Arm. "Aber ich glaube, es war an einem Sonntag."

"Das stimmt", bestätigte er und streckte die Beine aus. "Es war Sonntag, der Dreizehnte. Ich war nämlich bei einer Versammlung im Golfclub."

Ich blätterte in meinem Kalender.

"Also im Juli?"

"Ja."

Wir schwiegen für einen Moment.

Ich betrachtete das Foto von Julie. Sie hatte lange blonde Haare, blaue Augen und hohe Wangenknochen. Ich hätte sie nicht

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