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El Gustario de Mallorca und das tödliche Gemälde von Lamberts, Brigitte (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.09.2020
  • Verlag: Edition Oberkassel
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El Gustario de Mallorca und das tödliche Gemälde

Sven Ruge ist auf Mallorca endgültig angekommen. Es läuft gut bei ihm: Er macht sich als Gastrokritiker einen Namen und unterstützt seinen Freund Manuel bei der Führung von dessen Restaurants. Zufällig lernt er in den Markthallen von Santa Catalina die Schweizerin Sara Füssli kennen und verliebt sich in sie. Sven ist im Glück, denn sie erwidert seine Zuneigung. Gemeinsam erkunden sie die schönsten Orte der Insel und genießen die mallorquinische Küche. Sara möchte mehr über die letzten Wochen ihrer jüdischen Urgroßeltern erfahren. Denn die haben sich 1940 auf der Insel das Leben genommen, um ihrer Deportation zu entgehen. Svens journalistische Neugierde ist geweckt. Doch in seine Verliebtheit mischt sich nach und nach Irritation. Irgendetwas stimmt mit Sara nicht. Sie ignoriert seine Unterstützung. Schließlich stößt Sven auf ein geheimnisvolles Gemälde und ihm wird klar, dass nichts so ist, wie es scheint. Doch die Zeit läuft.

Brigitte Lamberts ist promovierte Kunsthistorikerin, PR-Beraterin und Redakteurin. In
Zusammenarbeit mit einer Co-Autorin sind drei Düsseldorf-Krimis bei edition
oberkassel in Düsseldorf erschienen. Mit der El-Gustario-Reihe bei edition oberkassel, kulinarische Krimis, die auf Mallorca spielen, startete sie 2017 ihr Solodebüt. Gleichzeitig schreibt sie Kurzgeschichten und ist Mitherausgeberin mehrerer Mallorca-Anthologien. Brigitte Lamberts ist Mitglied der Mörderischen Schwestern e.V., des SYNDIKATs und des BVjA-Bundesverband junger Autoren und Autorinnen e.V.
Mehr Informationen unter: www.Brigitte-Lamberts.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 319
    Erscheinungsdatum: 17.09.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958132221
    Verlag: Edition Oberkassel
    Serie: Krimi 69
    Größe: 1841 kBytes
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El Gustario de Mallorca und das tödliche Gemälde

Kapitel 6

Cala Illetes. Gemeinde Calvià. Sven geht die Steinstufen vom Parkplatz hinunter und gelangt über die Holzbohlen auf die Terrasse von Manuels Restaurant, das heute geschlossen hat. Nach wenigen Metern erreicht er Lucías Strandbar. Er sieht Salvator, den Ehemann von Lucía, der gerade einen Stehtisch auf die Terrasse schleppt. »Hola«, ruft er. Salvator, der schlanke, großgewachsene Mann mit den ergrauten Schläfen und den unzähligen kleinen Lachfalten um die Augen, dreht sich um und kommt auf Sven zu.

»Schön, dich zu sehen.« Sie umarmen sich. »Alles gut bei dir?«

Sven bejaht. »Und bei dir?«

»Alles bestens«, erwidert Salvator mit einem Lächeln.

»Wie fühlst du dich so ohne Lucía?«

»Jetzt geht es ja, aber als sie damals Manuels Küche unter ihre Fittiche genommen hatte, war das schwer.« Schnell schiebt er nach: »Für uns beide.« Er grinst. »Aber die Tapas-Bar hat ja nur mittags auf. Deshalb werde ich meine Frau abends in die Arme schließen können.«

Sven lacht. »Das hoffe ich für dich.« Er legt Salvator die Hand auf die Schulter. »Aber wie ich deine Frau kenne, wird sie es sich nicht nehmen lassen, ab und an auch abends Manuel Konkurrenz zu machen.«

Salvator seufzt. »Wenn es denn ihr Herzenswunsch ist. Seit sie sich bei euch engagiert, ist sie ausgeglichener, glücklicher. Valdemossa ist eben ein Nest, sehr schön zwar, aber langweilig. Was soll ich machen?«

»Nix!«, antwortet Sven. »Lass ihr den Freiraum, denn deinen Job als Bibliothekar im Kloster wirst du ja wohl nicht aufgeben, oder?«

»Gott behüte. Das wäre eine große Dummheit.«

»Eben.« Sven schaut sich um. »Kann ich dir helfen?«

»Gut, dass du fragst, sonst würde ich glatt an unserer Freundschaft zweifeln.« Salvator zeigt ans Ende der Terrasse. »Dort müssen die Stehtische hin.«

Nachdem Salvator und Sven die Tische aus dem Schuppen nach draußen getragen und aufgestellt haben, betreten sie den großen Essraum der Strandbar. Lange Tische mit weißen Tischdecken darauf bilden ein großes Rechteck. Héctor und Carlotta, die Angestellten von Manuel, decken ein und Christina, Manuels Ehefrau, stellt Kerzen auf. Sven geht dem Duft nach Rosmarin, Zwiebeln, gerösteten Pinienkernen und geschmortem Kohl nach und wirft einen Blick in die Küche. Manuel ruft dem Kochschüler Sebastián Anweisungen zu und Lucía schließt gerade die Backofentür. Als sie sich mit hochrotem Kopf umwendet, stößt sie auf Sven, der sich neugierig herangeschlichen hat.

»Lass mal schauen«, bittet er sie und zeigt auf den Herd.

»Mach, dass du hier rauskommst!«, blafft sie ihn an und streicht sich eine ihrer dunklen Haarsträhnen hinter das Ohr.

»Ich will doch nur helfen«, kommt es kleinlaut zurück.

»Aber nicht in der Küche, verschwinde.«

Manuel fasst seinen Freund mit beiden Händen an der Schulter, schiebt ihn hinaus und ruft noch: »Wenn du helfen willst, frag Héctor!«

Kurz vor 20 Uhr kommen die ersten Gäste, fast alle sind Stammgäste von Manuel, es sind nur wenige neue Gesichter dabei. Sven begrüßt sie und bittet auf die Terrasse zu einem Aperitif. Er unterhält sich mal hier und mal dort, dabei lässt er die Steintreppe, die vom Parkplatz zu den Restaurants führt, nicht aus den Augen. Dass seine Freunde meist in letzter Minute kommen, ist er gewohnt, aber wird sich auch Sara auf den Weg nach Illetes machen?

In die Gespräche auf der Terrasse mischt sich derweil eine tiefe, warme Stimme. »Herzlich willkommen«, begrüßt Manuel die Gäste. In der blütenweißen Kochschürze und dem roten Vorbinder sowie einem ebenfalls roten Halstuch macht er eine richtig gute Figur. »Wir«, Manuel zeigt auf Lucía, die neben ihm steht, dann auf Sven, der am Stehtisch lehnt, und schließlich auf sich, »freuen uns, Sie heute zur Einweihung unserer neuen Tapasbar begrüßen zu dürfen. Ab morgen gibt es nicht nur 'Manuel's Restaurant', sondern auch 'Lucía's Strandbar'.« Der

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