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Emma (Ein Kinderklassiker) Der weibliche Robinson (Abenteuerroman für Mädchen) von Woillez, Natalie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.07.2014
  • Verlag: e-artnow
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Emma (Ein Kinderklassiker)

Dieses eBook: 'Emma (Ein Kinderklassiker)' ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Emma: Der weibliche Robinson ist eine Überlebensgeschichte. Der Abenteuerroman für Mädchen gilt als ein Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur. Aus dem Buch:'Kaum fähig zu athmen, lag das arme Kind bewegungslos auf den Sand hingestreckt, bis es endlich den Liebkosungen ihres treuen Gefährten gelang, sie aus ihrer Ohnmacht zu erwecken. Gerührt von seiner Anhänglichkeit, richtete sie sich auf, und ließ die Blicke, wechselnd zwischen Furcht und Hoffnung, über die weite Wasserfläche hingleiten. Ach! sie konnte nichts erblicken. Schiff und Schaluppe waren verschwunden! Sie war allein auf einer öden Insel! Vor ihr dehnte sich das Meer, hinter ihr zog sich eine lange Kette schwarzer Felsen, so weit das Auge reichte, dem Strande entlang.'

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 130
    Erscheinungsdatum: 30.07.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788026820611
    Verlag: e-artnow
    Größe: 876 kBytes
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Emma (Ein Kinderklassiker)

Zweites Kapitel.

Inhaltsverzeichnis

Die Hoffnung auf Glück hienieden ist ein Trugbild, nur den trifft keine Täuschung, der Trübsal und Leiden erwartet.

Mehr als zwei Monate giengen darüber hin, ehe der Kaufmann, bei dem sie sich einstweilen aufhielten, eine passende Gelegenheit zu ihrer Ueberfahrt fand; aber die rücksichtsvolle Sorgfalt mit welcher sie von Seiten jener Familie behandelt wurden, ließ sie diese Verzögerung gerne ertragen.

Emma besonders befand sich ganz wohl inmitten dieser gastfreundlichen Familie, zu welcher zwei liebenswürdige Kinder gehörten; denn zum erstenmal ward ihr hier das Glück zu Theil, das die Kindheit in jenen heitern, lieblichen Spielen findet, aus welchen jeder Zwang verbannt ist, weil die Unschuld dabei den Vorsitz führt.

Eugenie und Cecilie , so hießen die beiden Kinder, konnten sich nicht satt hören an der Erzählung von Emmas Aufenthalt auf ihrem einsamen Landgute; sie sprach auch mit so rührendem Ausdrucke von ihren Vögeln, ihren Pflanzen und Blumen, von den unterrichtenden Besuchen, die sie mit ihrem Vater in den nahe gelegenen Fabriken gemacht hatte, und hauptsächlich von ihren Spaziergängen mit Azor, der sie immer begleitet hatte, und von dessen Treue und Verstand sie so gerne erzählte, daß kein Zuhörer ohne Theilnahme bleiben konnte.

Dagegen unterhielten sie Eugenie und Cecilie , welche schon einigemal in der Welt gewesen waren, von den Vergnügungen, die sie dort gefunden, und den kleinen Eroberungen, die sie gemacht hatten. Dadurch mischte sich schon ein wenig Eitelkeit in ihre Einfalt, so daß Emma sie nicht immer verstand; doch wurde dieser Fehler, in den die Jugend in der Gesellschaft, wo man ihr schmeichelt, so leicht verfällt, bei diesen beiden Mädchen, durch ein von Natur so gutes Gemüth aufgewogen, daß sich ein so liebevolles, einfaches Kind wie Emma nothwendig an sie anschließen, und mit Vergnügen ihre Erzählungen hören mußte.

Aber diese Freuden sollten mir jenen kurzen Sonnenblicken gleichen, welche zuweilen noch durch die finstern Wolken fallen, im Augenblick, wo der wüthende Sturm losbricht; bald vielleicht ist ihr die Erinnerung daran nur eine Quelle bitterer Empfindungen; denn wer einst glücklich war, fühlt später nur um so schmerzlicher die schwere Hand des Unglücks.

Schon hatte Emma eine harte Trennung empfunden, vom Grabe ihrer Mutter und von der lieben Heimath, und jetzt mußte sie auch ihren jungen Freundinnen Lebewohl sagen, in deren Gesellschaft sie so glücklich war; ihr Schmerz war groß, doch wußte sie ihn männlich zu verbergen, denn noch größer war die Liebe zu ihrem Vater, dessen Loos sie zu theilen entschlossen war, mochte es auch fallen wie es wollte.

Endlich fand sich ein Schiff, das nach dem La Plata Strome segelte, und auf welchem Herr von Surville sich einmiethete. Im Augenblicke der Abreise beschwor der zärtliche Vater, voll banger Ahnung, Emma nochmals, in Frankreich zurückzubleiben, aber ihre Gegengründe malten so lebhaft ihre Anhänglichkeit an ihn, daß er es nicht über sich bringen konnte, ihren Bitten zu widersprechen. Wie konnte er sie auch durch eine Trennung betrüben, an die er selbst nicht ohne Beben denken konnte? Die gemeinsame Abreise ward also beschlossen.

Die beiden Freundinnen begleiteten Emma bis zum Schiffe, und sie hatte die Kraft, ihre Thränen zu verbergen; sie verließ Frankreich ungern, aber sie glaubte eine Pflicht kindlicher Liebe dadurch zu erfüllen, und obgleich sie erst vierzehn Jahre zählte, so wußte sie dieß doch mit aller muthvollen Beherr

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