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Engelsfluch von Kastner, Jörg (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.02.2014
  • Verlag: hockebooks
eBook (ePUB)
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Engelsfluch

Zum ersten Mal seit Jahrhunderten kommt es zur Spaltung der katholischen Kirche. In Neapel regiert als Gegenpapst Lucius IV., über den dunkle Gerüchte im Umlauf sind. Die Vatikanjournalistin Elena Vida beginnt, über seine Vergangenheit zu recherchieren. Gleichzeitig ermittelt ihr Freund Alexander Rosin, der aus der Schweizergarde ausgeschieden ist und für Elenas Zeitung arbeitet, im Auftrag von Papst Custos gemeinsam mit der Polizei in einer Reihe von grausamen Mordfällen: Ein Priester wird in seiner Kirche ans Kreuz genagelt, ein anderer im Taufbecken ersäuft. Den Opfern war eines gemein: Sie standen allesamt in Verbindung mit dem päpstlichen Geheimarchiv. Dieser Einrichtung gilt auch das rätselhafte Interesse der attraktiven deutschen Religionswissenschaftlerin Vanessa Falk. Sie alle stoßen auf ein Geheimnis aus der Vergangenheit, das über die Zukunft der Menschheit entscheidet ... Band 2 der Engel-Trilogie um Elena Vida und Alexander Rosin. "Ein spannender Vatikanthriller mit mystischen Elementen." (Rhein-Neckar-Zeitung) Am Anfang stehen ein neuer Papst, dessen scheinbar übernatürliche Kräfte die Welt schockieren, und der Mord am Kommandanten der Schweizergarde. Der Gardist Alexander Rosin und die Vatikanjournalistin Elena Vida ermitteln in den belebten Straßen Roms und in abgelegenen Klöstern. Dabei geraten sie in einen Strudel ebenso gefährlicher wie mysteriöser Ereignisse. Uralte Geheimnisse und vatikanische Intrigen, Engel des Lichts und der Finsternis, sie alle nehmen Einfluss auf das Schicksal der Menschheit. Zur Engels-Trilogie gehören folgende Romane: - Engelspapst - Engelsfluch - Engelsfürst Jörg Kastner, geboren in Minden an der Weser, war bereits als Kind und Jugendlicher ein begeisterter Leser mit einem Hang zu den Klassikern der Abenteuer- und Spannungsliteratur. So fiel es ihm nach erfolgreichem Jurastudium nicht schwer, sich gegen eine juristische Karriere zu entscheiden und den Beruf des Schriftstellers zu ergreifen. Genaue Recherche und die Kunst, unwiderstehlich spannend zu erzählen, zeichnen seine Romane aus. Bislang in fünfzehn Sprachen übersetzt, sind seine Bücher auch im Ausland sehr erfolgreich. Zu seinen größten Erfolgen zählen die mehrbändige Germanensaga um den Cheruskerfürsten Arminius und seinen Waffenbruder Thorag, der Rembrandt-Roman "Die Farbe Blau" und seine mit dem Roman "Engelspapst" beginnende Reihe von Vatikanthrillern. Jörg Kastner lebt mit seiner Frau, der Schriftstellerin Corinna Kastner, in Hannover.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 501
    Erscheinungsdatum: 19.02.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783943824797
    Verlag: hockebooks
    Größe: 812 kBytes
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Engelsfluch

Dieses Buch ist allen gewidmet, die mich bei meiner Arbeit unterstützt haben. Besonderer Dank gebührt Andrea und Roman Hocke, mit denen es eine Lust ist, Italien zu erkunden, Signor Angelo Ciofi für unerwartet tiefe Einblicke in die etruskische Kultur und meiner Frau Corinna, die Entstehung und Vollendung des Romans mit großer Sachkunde und viel Verständnis begleitet hat.

JK

Das Wesentliche
ist für die Augen unsichtbar.

Antoine de Saint-Exupéry
I

Rom, Donnerstag, 17. September

"Und so ist heute das vielleicht größte Unglück über die katholische Kirche hereingebrochen, das man sich überhaupt vorstellen kann. Eine Ungeheuerlichkeit, wie sie seit vielen Jahrhunderten nicht mehr vorgekommen ist. Wenn wir den Begriff Schisma hören, denken wir an das Mittelalter und an Avignon. Aber ab heute hat das Wort eine neue, ganz aktuelle Bedeutung. Die katholische Kirche ist nicht mehr das, was sie bis gestern noch war. Sie hat sich in zwei eigenständige Kirchen aufgespalten!"

Giovanni Dottesio saß gebannt vor dem Fernseher. Das Glas Rotwein und der Teller, auf dem ein mit Schinken und Rucola belegtes Weißbrot lag, standen unberührt auf dem Tisch. Wie es seine Gewohnheit war, hatte er beim Hinsetzen nach der Fernbedienung gegriffen und den Apparat angeschaltet, um sich die Abendnachrichten anzusehen. Er hatte nichts Besonderes erwartet, nur die üblichen Katastrophen. Ein abgestürztes Flugzeug hier, eine Massenkarambolage dort und irgendwo auf der Welt ein schlimmes Bombenattentat – all die Ereignisse, die im einundzwanzigsten Jahrhundert normal waren und bei denen dennoch die Betroffenen, selbst wenn sie nicht gläubig waren, ihre Zweifel an Gott anmeldeten. Stirnrunzelnd hatte Dottesio zur Kenntnis genommen, dass statt der gewohnten Nachrichtensendung ein Sonderbericht lief. Mitten auf dem Petersplatz stand ein Reporter im offenen Mantel und sprach so hastig ins Mikrofon, als befürchte er, mit den aktuellen Ereignissen nicht Schritt halten zu können.

"Noch liegt uns keine Bestätigung aus dem Vatikan zu dieser Meldung vor. Aber die Presseerklärung seitens der neu gegründeten" – der Reporter zog mit der linken Hand einen Zettel hervor und warf einen kurzen Blick darauf – " Heiligen Kirche des Wahren Glaubens lässt keinen Zweifel aufkommen. Teile der Kirche, die vom kleinen Dorfpfarrer mit seiner Gemeinde bis hin zu einflussreichen Kardinälen reichen, haben sich vom Vatikan, vom Papst, losgesagt. Im Vatikan scheint man davon selbst überrascht, wie die Aufregung rund um mich herum zeigt."

Die Kamera zoomte zurück und präsentierte Dutzende von Fahrzeugen, zivile Limousinen und Taxis, die vor den Toren des Vatikans kirchliche Würdenträger ausspuckten. Männer in Soutanen und in dunklen Anzügen mit weißen Römerkragen durften nach kurzer Kontrolle durch die Wachtposten der Schweizergarde passieren und eilten fast im Laufschritt weiter. Dottesio erkannte einige der Gesichter, die nur kurz in die Kamera blickten, weil die Kardinäle und ihre Begleiter zu einem Kommentar nicht bereit und vielleicht auch nicht befugt waren. Kein Zweifel, die Häupter der Kirche strömten im Zentrum des Katholizismus zusammen. Ein Auftrieb, wie er ihn sonst allenfalls von der Wahl eines neuen Papstes gewohnt war. Natürlich hatte ein kleiner Pfarrer aus Trastevere mit den hohen kirchlichen Würdenträgern kaum etwas zu schaffen. Aber Dottesio kannte sie noch aus seiner Zeit im Vatikan.

Auf dem Fernsehschirm erschien wieder der Reporter. "Noch ist nicht klar, wie der Vatikan auf das Schisma reagieren wird. Es sieht nicht so aus, als würde sich hier in den nächsten Minuten etwas tun. Aber

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