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Engelskalt Thriller - Ein Fall für Kommissar Munch 1 von Bjørk, Samuel (eBook)

  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Engelskalt

Jetzt der Serienstart für kurze Zeit zum Kennenlernpreis Ein Spaziergänger findet im norwegischen Wald ein totes Mädchen, das mit einem Springseil an einem Baum aufgehängt wurde und ein Schild um den Hals trägt: 'Ich reise allein.' Kommissar Holger Munch beschließt, sich der Hilfe seiner Kollegin Mia Krüger zu versichern, deren Spürsinn unschlagbar ist. Er reist auf die Insel Hitra, um sie abzuholen. Was Munch nicht weiß: Mia hat sich dorthin zurückgezogen, um sich umzubringen. Doch als sie die Bilder des toten Mädchens sieht, entdeckt sie ein Detail, das bisher übersehen wurde - und das darauf schließen lässt, dass es nicht bei dem einen Opfer bleiben wird ... Dunkel, abgründig, zum Fürchten gut - die Spannungssensation aus Norwegen! Hinter dem Pseudonym Samuel Bjørk steht der norwegische Autor, Dramatiker und Singer-Songwriter Frode Sander Øien. Er veröffentlichte zwei hochgelobte Romane sowie sechs Musikalben, bevor er seinen ersten Thriller "Engelskalt" schrieb, der auf Anhieb ein internationaler Bestseller wurde.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 576
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641152543
    Verlag: Goldmann
    Serie: Holger Munch 1
    Originaltitel: Det henger en engel alene i skogen
    Größe: 1599 kBytes
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Engelskalt

- 3 -

H olger Munch schwitzte, als er in der Ankunftshalle von Værnes stand und auf die Schlüssel zu seinem Mietwagen wartete. Das Flugzeug war zu spät gelandet, wie üblich, weil es Nebel in Gardermoen gegeben hatte, und Holger dachte wieder an den Forscher Jan Fredrik Wiborg, der angeblich in Kopenhagen Selbstmord begangen hatte, nachdem er die Pläne zur Verlegung des Osloer Flughafens wegen der Wetterverhältnisse kritisiert hatte. Noch jetzt, achtzehn Jahre später, ging die Sache ihm nicht ganz aus dem Kopf, ein erwachsener Mann stürzte aus einem viel zu kleinen Hotelfenster, ohne Grund und unmittelbar, bevor die Flugplatzaffäre im Parlament diskutiert werden sollte? Und warum hatte weder die dänische noch die norwegische Polizei in dem Fall gründlich ermitteln wollen?

Holger Munch wurde aus seinen Gedanken gerissen, als die Blondine am Schalter von Europcar sich räusperte, weil er an der Reihe war.

"Munch", sagte er kurz. "Der Wagen sollte bestellt sein."

"Ach, Sie kriegen also das neue Museum in Oslo?", fragte die Frau in der grünen Uniform mit einem Augenzwinkern.

Munch begriff den Scherz nicht sofort.

"Oder sind Sie nicht der Maler?", fragte die Frau lächelnd und bearbeitete munter weiter die Tastatur.

"Was? Nein, nicht der Maler, nein", sagte Munch. "Nicht einmal verwandt."

Dann würde ich nicht hier stehen, bei dem Erbe, dachte Munch, als die Frau ihm ein Papier zum Unterschreiben reichte.

Holger Munch hasste es zu fliegen, deshalb war seine Laune nicht die beste. Nicht weil er Angst vor einem Flugzeugabsturz hatte; Holger Munch war Hobbymathematiker und wusste, dass die Gefahr, dass ein Flugzeug abstürzte, kleiner war als die, zweimal am selben Tag vom Blitz getroffen zu werden. Nein, Holger Munch hasste das Fliegen, weil er inzwischen fast nicht mehr in den Sitz passte.

"So", sagte die Frau in der grünen Uniform mit freundlichem Lächeln und reichte ihm die Schlüssel. "Ein schöner großer Volvo V70, alles bezahlt, Mietdauer und Fahrstrecke offen, Sie können ihn abliefern, wann und wo Sie wollen, gute Fahrt."

Groß? Sollte auch das ein Witz sein, oder sollte es ihn beruhigen? Hier hast du ein Auto, in dem selbst du Platz hast, denn du bist so rund geworden, dass du kaum noch deine Schuhe sehen kannst?

Holger Munch warf einen Blick auf sein Spiegelbild in den großen Fenstern der Ankunftshalle, als er zum Parkhaus ging. Es war jetzt vielleicht an der Zeit. Ein bisschen Sport zu treiben. Etwas gesünder zu essen. Ein paar Kilo abzunehmen, neuerdings hatte er solche Gedanken, aus mehreren Gründen. Durch die Straßen Kriminellen hinterherzulaufen, damit hatte er schon längst aufgehört, er hatte Beamte unter sich, die das machen konnten, nein, es lag nicht daran, aber Holger Munch war in den letzten Wochen sogar ein wenig eitel geworden.

Meine Fresse, Holger, neuer Pullover? Meine Fresse, Holger, neue Jacke? Meine Fresse, Holger, hast du dir den Bart gestutzt?

Er schloss den Volvo auf, steckte das Telefon ins Stativ und schaltete es ein. Er legte den Sicherheitsgurt an und fuhr auf die Innenstadt von Trondheim zu, während die Mitteilungen eingingen. Er seufzte. Eine Stunde ohne Telefon, und schon ging es wieder los. Nie frei von der Welt. Es stimmte nicht ganz, dass nur die Flugreise ihm die Laune verdorben hatte. In letzter Zeit war so viel gewesen. Bei der Arbeit und an der Heimatfront. Holger fuhr mit den Fingern über das Display des Smartphones, das er sich hatte kaufen müssen, jetzt war Hightech angesagt, die Truppe hatte up to date zu sein, auch in Hønefoss, wo er die vergangenen achtzehn Monate verbracht hatte. Polizeibezirk Ringerike. Dort hatte er seine Laufbahn begonnen, und jetzt war er wieder hier. Wegen der Geschehnisse am Tryvann.

Sieben Anrufe von der Zentrale in Grønland. Zwei von der Exgattin. Einer von seiner Tochter. Zwei aus dem Pflegeheim. Außerdem

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