text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Enzian und Trüffeltod Ein Bayern-Krimi von Müller, Jessica (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.12.2020
  • Verlag: beTHRILLED
eBook (ePUB)
5,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Enzian und Trüffeltod

Wohl bekomm's! Hauptkommissar Hirschberg ermittelt in München. Hirschbergs Onkel Vincent eröffnet sein Restaurant in der bayrischen Hauptstadt. Eingeladen ist auch Vincents alte Bekannte Antonia von Hohenburg. Als der Kommissar und seine Frau verspätet zum vornehmen Dinner eintreffen, ist die spitzzüngige Adlige bereits verstorben - eine allergische Reaktion auf die Vorspeise. Hirschberg glaubt nicht an einen unglücklichen Zufall und beginnt in der Münchner Schickeria zu ermitteln. Offenbar hatte die von Hohenburg eine Menge Feinde ... Aber war es tatsächlich Mord? Urkomisch, spannend, bayrisch: Hirschbergs vierter Fall. eBooks von beTHRILLED - mörderisch gute Unterhaltung.

Jessica Müller, geboren 1976 in München, verbrachte ihre Kindheit im Dachauer Land, wo auch der fiktive Ort Krindelsdorf liegt. Nach einem abgeschlossenen Übersetzerstudium folgten Auslandsaufenthalte in England und Irland. Derzeit lebt sie in Bonn und studiert Geschichte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 300
    Erscheinungsdatum: 01.12.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732575343
    Verlag: beTHRILLED
    Größe: 2756 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Enzian und Trüffeltod

KAPITEL 1

Vincent Dornberg steuerte seinen Wagen auf den Hof von Biobauer Feistl und parkte im Schatten einer hohen Tanne. Susan auf dem Rücksitz blickte aus dem Fenster. Es war ein sonniger Oktobernachmittag, und für die Jahreszeit war es ungewöhnlich mild. Der goldene Oktober machte seinem Namen alle Ehre. Ginge es nach ihr, konnte die kalte Jahreszeit ruhig noch eine Weile auf sich warten lassen.

Dornberg löste seinen Gurt und hielt einen Moment inne, während seine Finger auf dem Lenkrad herumtrommelten. Die Nerven des sonst so gelassenen Geschäftsmanns flatterten. Susan schmunzelte. Dornberg freute sich wie ein kleiner Junge auf die bevorstehende Eröffnung seines neuen Restaurants in München am nächsten Abend, doch die Vorstellung, es könne etwas schiefgehen, raubte ihm seit Tagen den Schlaf. Seine Frau Isobel auf dem Beifahrersitz tätschelte ihm beruhigend den Arm.

»Ich kann die Eröffnung des Vincobel's überhaupt nicht mehr erwarten! Du kannst ganz beruhigt sein, Darling. Das wird bestimmt ein großartiger Abend! Deine Idee mit der Sonderabfüllung Enzian-Schnaps für das Vincobel's mit den dazu passenden Schnapsgläschen ist phänomenal! Die Gäste werden begeistert sein!« Isobel Dornberg strahlte über das ganze Gesicht.

»Enzian-Schnaps?« Susan war erstaunt. Dornberg liebte edlen Scotch, und rustikaler Enzian wollte so gar nicht zu ihm passen.

»Ich eröffne ein Restaurant in der Alpenmetropole, Susan. Da darf bayerisches Flair nicht fehlen«, erklärte er ihr mit erhobenem Zeigefinger.

»So ist es. Und wenn das Restaurant und die Kochschule gut laufen, sollten wir uns wirklich überlegen, ob wir nicht auch nach London oder Paris expandieren. Ich weiß ja, dass alles, was du anfasst, zu Gold wird, Darling«, schwärmte seine Frau weiter, bevor sie sich umwandte. »Ist der Kleine eingeschlafen, Susan?« Ihre Frage wurde mit einem fröhlichen Krähen beantwortet. Julian strahlte und spuckte seinen Schnuller aus.

»Er ist fit wie ein Turnschuh, Tante Isobel«, lächelte Susan, während sie sich daranmachte, ihren Gurt zu lösen. »Aber das ist mir ganz recht so. Wie du weißt, lasse ich Julian nur ungern allein im Auto. Ich möchte nicht, dass er aufwacht und Angst bekommt. Und es wird ja sicher eine Weile dauern«, vermutete sie.

»Ich hoffe, nicht«, widersprach Dornberg mit nach oben gezogenen Augenbrauen. »Eigentlich sollte alles unter Dach und Fach sein. Ich möchte nur sichergehen, dass morgen alles pünktlich geliefert wird. Es wäre nicht auszudenken, wenn auch nur irgendetwas schiefginge! Beim Filmen kann man die Szenen wenigstens immer wiederholen, aber ein Eröffnungsdiner leider nicht. Ich hoffe wirklich, du behältst recht, Liebes.« Der Geschäftsmann, der mit Pornofilmen ein Vermögen gemacht hatte, seufzte und drückte die Hand seiner Frau. »Es ist schlimm genug, dass Rosina und Lars nicht kommen können! Das ist hoffentlich kein schlechtes Omen.« Er schüttelte den Kopf. »Lars hat zusammen mit Herrn Schreiber ein wahres Juwel aus den Räumen gemacht! Er und Rosina werden wirklich fehlen morgen Abend.«

Der Architekt Lars Baumann und der Bauunternehmer Schreiber hatten sich wieder einmal selbst übertroffen, musste Susan Dornberg zustimmen. Vor einem guten Monat waren die Arbeiten an seinem Restaurant mit angegliederter Kochschule beendet worden. Dornberg und Isobel waren von dem Ergebnis begeistert. Das Restaurant erinnerte nun an eine antik-römische Villa. Wandmalereien, die süditalienische Landschaften und die Ruinen von Pompeji zeigten, ließen das antike Zeitalter so wiederauferstehen, wie viele Menschen es sich heutzutage vorstellten. In Susans Augen hatte man es damit aber ein wenig übertrieben. Über dem Eingang zur erotischen Kochschule im hinteren Bereich des Gebäudes hatte Vincents Freund Piotr das berühmte Priapos-Fresko aus dem Haus der Vettier in Pompeji verewigt. Priapos, Sohn des Dionysos und der Aphrodite, war ein griechischer Gott der Fruchtbarkeit, dessen be

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen