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Erlösung Ein Fall für Carl Mørck, Sonderdezernat Q Thriller von Adler-Olsen, Jussi (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.01.2014
  • Verlag: dtv Deutscher Taschenbuch Verlag
eBook (ePUB)
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Erlösung

Kinder verschwinden spurlos. Niemand meldet sie vermisst ...

""Was wird er mit uns machen, wenn er zurückkommt?" Die Angst flackerte auf in den Augen seines Bruders. Sie wussten, dass bald alles vorbei war. Aus diesem Bootshaus gab es kein Entrinnen."

Niemand hatte die verwitterte Flaschenpost beachtet, der Hilfeschrei in ihrem Inneren war ungehört verhallt. Jahre später gelangt das verblasste Schriftstück ins Sonderdezernat Q in Kopenhagen. Die Materialanalyse zeigt, dass die Botschaft mit menschlichem Blut geschrieben wurde. Die Entzifferung der Buchstaben führt Carl Mørck und seinen Assistenten Assad auf die Spur eines entsetzlichen Verbrechens – und in Bereiche der Gesellschaft, die ihnen beiden einigermaßen fremd erscheinen ...

Jussi Adler-Olsen veröffentlicht seit 1997 Romane, seit 2007 die erfolgreiche Serie um Carl Mørck vom Sonderdezernat Q. Mit den Thrillern ?Erbarmen?, ?Schändung?, ?Erlösung?, ?Verachtung?, ?Erwartung? und ?Verheißung? sowie mit seinen Romanen ?Das Alphabethaus?, ?Das Washington Dekret? und ?TAKEOVER. Und sie dankte den Göttern? stürmt er die internationalen Bestsellerlisten. Seine vielfach preisgekrönten Bücher erscheinen in über 40 Ländern und werden mehrfach verfilmt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 592
    Erscheinungsdatum: 24.01.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783423407960
    Verlag: dtv Deutscher Taschenbuch Verlag
    Originaltitel: Flaskepost fra P
    Größe: 775kBytes
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Erlösung

33 (S. 304-305)

Er hatte zwar die nächtliche Unruhe unten im Wohnzimmer gehört, aber dass der Notarzt wieder mal da gewesen war, hatte er nicht mitbekommen."Hardy hat etwas Wasser in der Lunge", erklärte Morten. "Das Atmen fällt ihm schwer." Er klang besorgt. Seine munteren, dicken Gesichtszüge wirkten irgendwie eingefallen."Ist es was Ernstes?", fragte Carl."Der Arzt will, dass Hardy einige Tage zur Beobachtung ins Rigshospital geht, damit sein Herz und so untersucht werden kann.

Es besteht auch die Gefahr einer Lungenentzündung. Das ist für einen Mann in Hardys Lage irre gefährlich."Carl nickte. Natürlich durften sie kein Risiko eingehen.Er strich seinem Freund übers Haar."Ach Mensch, Hardy, was für ein Mist! Warum habt ihr mich nicht geweckt?""Ich hab Morten gesagt, das soll er nicht", flüsterte Hardy. Er sah traurig aus. "Ihr lasst mich doch wiederkommen, wenn sie mich entlassen, ja?""Aber klar, alter Knabe.

Ohne dich macht es hier doch gar keinen Spaß mehr."Hardy lächelte schwach. "Ich glaub nicht, dass Jesper das auch findet. Er wäre heilfroh, das Wohnzimmer wieder so vorzufinden wie früher, wenn er heute Nachmittag kommt."Heute Nachmittag? Das hatte Carl glücklich verdrängt."Na, ich bin jedenfalls nicht da, Carl, wenn du von der Arbeit kommst. Morten fährt mit mir ins Krankenhaus, ich bin also in guten Händen. Wer weiß, vielleicht komme ich ja eines Tages wieder?" Nach Atem ringend, bemühte er sich zu lächeln. "Carl, mir geht die ganze Zeit etwas durch den Kopf", sagte er.

"Dann schieß los.""Kannst du dich an den Fall von Børge Bak erinnern, als sie die Leiche einer Prostituierten unter der Langebro-Brücke fanden? Sie war ertrunken. Auf den ersten Blick sah es aus wie ein Unfall, vielleicht sogar Selbstmord, aber das war es nicht."Carl erinnerte sich sehr genau daran. Eine Schwarze. Kaum älter als achtzehn. Sie war vollständig nackt – bis auf einen Ring um das eine Fußgelenk, geflochten aus Kupferdrähten. Nichts, was einem sonderlich auffiel, denn solche Ringe trugen viele afrikanische Frauen. Dasselbe galt für die vielen Einstiche an den Armen.

Typisch für Prostitution und Drogen, und nicht besonders ungewöhnlich für afrikanische Mädchen in Vesterbro."Ihr Zuhälter hat sie umgebracht, war das nicht so?", fragte Carl."Nein, die ist von denen umgebracht worden, die sie an den Zuhälter verkauft hatten."Genau, jetzt entsann er sich wieder."Die Geschichte erinnert mich an eure Fälle mit den verkohlten Leichen.""Aha. Du denkst dabei an den Kupferring am Fußgelenk?""Genau."

Er kniff zweimal die Augen zusammen, das Signal für ein Nicken. "Das Mädchen wollte nicht mehr auf den Strich gehen. Sie wollte nach Hause, hatte aber noch nicht genug Geld verdient, deshalb kam das nicht in Frage.""Und deshalb wurde sie umgebracht.""Ja. Diese afrikanischen Mädchen glauben an Voodoo, aber dieses Mädchen nicht. Deshalb war das System bedroht. Und deshalb musste sie verschwinden.""Den Ring haben sie also dazu benutzt, um die anderen Prostituierten daran zu erinnern, dass man sich nicht ungestraft auflehnt, weder gegen seinen Boss noch gegen Voodoo."

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